Walter Troll

Gutsbesitzer und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus From Wikipedia, the free encyclopedia

Walter Troll, auch Walther Troll und Walter Ritter von Troll, ab 1913 Walter Ritter von Troll-Obergfell (* 4. Juni 1856 auf Schloss Urstein, Gemeinde Puch, Bezirk Hallein; † 3. September 1937 in Wien) war Gutsbesitzer und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.[1]

Leben

Walter Troll war Sohn des Privatiers Eduard Ritter von Troll († 1865) und der Marie Therese geb. Reichsfreiin Dückher von Haslau. Wegen des frühen Todes seines Vaters wurde ab 1872 der Montanbeamte Max Ritter von Wolfstrigl-Wolfskron († 1903) sein Stiefvater. Er besuchte bis 1874 das Jesuitenkolleg Kalksburg (heute in der Stadt Wien gelegen). Von 1874 bis 1878 studierte er Rechtswissenschaft an der Universität Wien und auch an der Hochschule für Bodenkultur Wien. Er war von 1878 bis 1880 Konzipient an der Finanzprokuratur in Wien und ab 1880 Gutsbesitzer (Lindenhof) in Egg in der Gemeinde Krumbach (Bezirk Wiener Neustadt). Im Jahr 1897 war er Gründungsmitglied des Bauernvereins des Viertels unter dem Wienerwald. Im Jahr 1913, nach der Adoption durch seine Großtante Therese Freiin von Obergfell, wurden die beiden Namen vereinigt zu Troll-Obergfell.

Er starb am 3. September 1937 im Alter von 81 Jahren in der Krankenanstalt Rudolfstiftung in Wien.

Er war römisch-katholisch und ab 1881 verheiratet mit Marie Heissenberger, mit der er eine Tochter und acht Söhne hatte. Einer seiner Söhne war der Diplomat Heribert Troll-Obergfell (1891–1978).

Walter Troll war von 1890 bis 1918 Mitglied im Niederösterreichischen Landtag (VI., VII., VIII. und IX. Wahlperiode), zunächst bis 1908 als Abgeordneter der Landgemeinden (Neunkirchen, Aspang, Gloggnitz, Kirchschlag) und danach ab 1909 als Abgeordneter der Landgemeinden (Gerichtsbezirke Aspang, Kirchschlag), jeweils für die CSP.

Politische Funktionen

Walter Troll war vom 9. April 1891 bis zum 7. September 1900 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (VIII. und IX. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Niederösterreich, Landgemeinden 7 (Wiener Neustadt, Ebreichsdorf, Gutenstein, Baden, Pottenstein, Neunkirchen, Gloggnitz, Aspang, Kirchschlag) zuständig.

Klubmitgliedschaften

Walter Troll war ab 1891 Mitglied bei der Freien Vereinigung für wirtschaftliche Reform auf christlicher Grundlage und ab 1897 bei der Christlich-sozialen Vereinigung.

Literatur

Einzelnachweise

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