Walter Ullmann (Regisseur)
deutscher Theaterregisseur
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Walter Adolf Oskar Ullmann[1] (* 2. Dezember 1902 in Berlin; 1945 verschollen[2]) war ein deutscher Theaterregisseur.
Ullmann studierte ab 1926 in Berlin bei Max Herrmann Theaterwissenschaften. Zu seinen ersten Regiearbeiten zählt 1927 Der Tausch von Paul Claudel am Theaterwissenschaftlichen Institut. Später wirkte er an den Städtischen Bühnen Düsseldorf.[2] Von 1938 bis 1944 inszenierte Ullmann zahlreiche Theaterstücke am Deutschen Volkstheater in Wien unter der Direktion von Walter Bruno Iltz, darunter die Shakespeare-Klassiker Hamlet und Ein Sommernachtstraum sowie Calderons Der Richter von Zalamea und Demetrius von Friedrich Hebbel (mit O.W. Fischer), wie auch zeitgenössische Stücke von Richard Billinger (Der Gigant und Melusine), die Uraufführung von Der Komet von Rudolf Kremser (mit O. W. Fischer, Curd Jürgens und Gert Fröbe), Die Kinder von Hermann Bahr, Frau Warrens Gewerbe von G.B. Shaw, Fluglegende von Johann Karl Ander sowie Suezkanal und Die Königin Isabella von Hans Rehberg.[3]
Am Ende des Zweiten Weltkriegs trennte sich Ullmann nach der Besetzung Wiens durch alliierte Truppen im Mai 1945 von seiner Flakturm-Einheit und versuchte, in Frauenkleidern unterzutauchen. Er wurde aber von den Russen entdeckt, für einen Spion gehalten und erschossen.[4] Seine in England lebende Schwester Lisa Ullmann versuchte bis zu ihrem Tod 1985 das Schicksal ihres Bruders zu erforschen.[2]