Walter Bruno Iltz
deutscher Theaterdirektor, Regisseur und Schauspieler
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Walter Bruno Iltz (* 17. November 1886 in Praust bei Danzig; † 5. November 1965 in Tegernsee) war ein deutscher Theaterdirektor, Regisseur und Schauspieler.

Leben
Walter Bruno Iltz sollte die Apothekerlaufbahn einschlagen,[1] er ging 1907 zum Studium nach München, wurde dann aber Schauspieler und stand 1908 in Schweidnitz zum ersten Mal auf der Bühne. Es folgten Engagements am Stadttheater von Zittau (1909) und ans Lobetheater in Breslau (1910–1913).[2]
Herkunft: Enttarnung eines Helden, Der Verlag und der Verfasser Paulus Manker des Buches Enttarnung eines Helden veröffentlicht NICHT unter einer freien Lizenz --Birkho (Diskussion) 11:10, 7. Jul. 2026 (CEST)
Reußisches Theater Gera

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In der Spielzeit 1925/1926 erreichte das Theater in Gera mit 240.832 Zuschauern seine höchste Besucherzahl.
Städtische Bühnen Düsseldorf
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Konflikt mit der NSDAP
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„Der Spielplan einer öffentlich subventionierten Bühne muß sich nach einem einheitlichen Willen richten, und das kann nur der Wille […] des Theaterleiters sein. Von diesem ist zu verlangen, daß er Fachkenntnis und Bühnenerfahrung vereine mit unbefangenem künstlerischen Sinn, mit wahrhaft unparteiischem Urteil. Ich für meine Person glaube, mir diese Unparteilichkeit erhalten zu haben. […] Während ich grundsätzlich in der Ausländerfrage ihrer Meinung bin, daß deutsche Kräfte ausländischen gleichrangigen vorzuziehen sind, weiche ich, was die Beschäftigung von Juden betrifft, gerade im Grundsätzlichen von ihrer Auffassung ab. […] Hier gibt es Unterschiede, die sogar ein blinder Antisemitismus, den Sie ja selbst nicht vertreten, kaum leugnen könnte, die Unterschiede nämlich zwischen jüdischem Ungeist, der gewiß bekämpfenswert ist, und jüdischem Geist. – Wohl sind wir alle gebunden an Rasse und Volk, aber neben und über den Naturgesetzen bestehen doch noch Geist und Willen. Gerade in den reproduzierende Künsten gibt es zahlreiche Juden, die mit aufrichtiger Liebe und Bewunderung dem deutschen Wesen zugetan sind und die sich in den Dienst deutscher Kunstwerke stellen. Gerade der Fremde kann unser Wesen in machem besser erkennen als wir selbst.“
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„Leider hat Herr Horenstein die Weihestunde dirigiert. Wir müssen sagen ‚leider‘, denn es ist unerhört, daß das deutsche Theater in Düsseldorf für eine Wagnerfeier keinen deutschen Dirigenten findet, daß man hierzu Herrn Sascha (!) Horenstein bemühen muß. (…) Oberbürgermeister Lehr und Generalintendant Iltz werden sich noch umstellen müssen, sonst wird hier eines Tages auf irgend eine Weise doch dafür gesorgt werden müssen, daß im deutschen Düsseldorf wirklich deutscher Geist und deutsche Kultur in allen Zweigen zur Geltung kommt.[3] Zunehmend fokussierte sich die Kritik auf Iltz: ‚Herr Iltz verstand die Zeichen der Zeit immer noch nicht und wollte von seinem Liebling nicht lassen. Herr Iltz, der nicht hören wollte, als es noch Zeit war, wird nun sehen müssen, daß das, was er versäumt hat, aus freien Stücken zu tun, wider seinen Willen durchgeführt wird. Der russische Jude Horenstein muß aus dem Düsseldorfer Theater verschwinden.‘“
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Deutsches Volkstheater Wien
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Nachkriegszeit

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„I. stellte am 28. 11. 1937 Aufnahme-Antrag in die NSDAP, der aber am 31. 10. 1938 abgelehnt wurde. Weitere belastende Verbindungen zur NSDAP bestanden nicht. In der Judenfrage nahm I. eine mutige Haltung ein. In der Wiener Zeit versuchte er im Rahmen des Möglichen, NS-Geist von den KdF-Bühnen fernzuhalten. Das Verfahren vor der Spruchkammer Nürnberg wurde eingestellt mit der Feststellung, dass der Betroffene niemals mit der Partei sympathisiert hat.“
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Literatur
- Christian Dietrich Grabbe: Die Hermannsschlacht. Düsseldorfer Fassung von Walter Bruno Iltz. Volkschaft-Verlag für Buch, Bühne u. Film, 1936, DNB 573244472
- Paulus Manker: Walter Bruno Iltz. Die Enttarnung eines Helden. Alexander Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-89581-340-5 iltz.at
- Paulus Manker: Der Theatermann Gustav Manker. Amalthea, Wien 2010, ISBN 978-3-85002-738-0
- Oliver Rathkolb: Führertreu und Gottbegnadet. ÖBV, Wien 1991, ISBN 3-215-07490-7 (Kapitel Das Deutsche Volkstheater unter Walter Bruno Iltz.).
- Evelyn Schreiner (Hrsg.): 100 Jahre Volkstheater. Theater, Zeit, Geschichte. Jugend und Volk, Wien 1989, ISBN 3-224-10713-8.