Walter Wilz

deutscher Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Walter Wilz (* 20. Oktober 1937 in Seligenstadt; † ca. 1981) Anm. war ein deutscher Schauspieler und Filmemacher.

Leben und Karriere

Walter Wilz spielte nach dem Besuch der Schauspielschule an Bühnen in Berlin (beispielsweise am Renaissance-Theater), München, Hamburg und Frankfurt am Main. In Berlin war er unter anderem 1965 in Die Glasmenagerie in einer Inszenierung Harry Meyens zu sehen.[1]

1958 holte ihn der Regisseur Fritz Umgelter mit einer kleinen Rolle in seinem Fernsehsechsteiler So weit die Füße tragen erstmals vor die Kamera. Einige Monate darauf debütierte Wilz auch beim Kinofilm. Dort erhielt er bis 1966 regelmäßig eine Reihe von Nebenrollen. Wilz spielte meist unauffällige, handfeste und schnörkellose Männer seiner Zeit, bisweilen etwas rotzig und nassforsch in Auftritt und Habitus. 1968 erhielt er eine der Hauptrollen in der Abenteuerserie Schatzsucher unserer Tage und 1969 die Hauptrolle in dem Fernsehkrimi-Zweiteiler Bitte recht freundlich, es wird geschossen. Mitte der 1970er Jahre verschwand er von Bildschirm und Kinoleinwand und verlegte seinen Arbeitsbereich auf die Produktion dokumentarischer Fernsehbeiträge.

Wilz drehte bereits 1966 in Griechenland den dokumentarischen Kurzfilm Schwammtaucher und Raubfischer. Seit Anfang der 1970er Jahre reiste der Schauspieler unter anderem in Unimogs durch Afrika. Dort entstanden mit seinem Team dokumentarische, 45-minütige Beiträge, unter anderem für Terra Africa, eine Sendereihe über aussterbende Kulturen im NDR, wie Pygmäen in Südkamerun und Stämme am Logone und Shari: Die Löwenmenschen.[2][3]

Walter Wilz litt unter Depressionen und nahm sich Anfang der 1980er Jahre mit einer Schusswaffe das Leben.[2]

Filmografie

Anmerkungen

Anm. 
Die verbreitete Angabe, dass Walter Wilz 1983 im Münchner Stadtwald starb, lässt sich mit den aktuell zugänglichen Quellen nicht belegen. Die hier vorgenommene Schätzung des Todesjahres basiert auf den Angaben in Hans-Jürgen Tögels Biografie, wonach der Schauspieler sich vier Jahre nach der Vorbereitung oder Ausführung der Reise nach Kamerun, 1976/77, das Leben nahm.

Einzelnachweise

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