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WarioWare: Twisted!

Computerspiel aus dem Jahr 2004 From Wikipedia, the free encyclopedia

WarioWare: Twisted! (jap.: まわる メイドインワリオ, Hepburn: Mawaru Meido in Wario, Turning: Made in Wario) ist ein Computerspiel der WarioWare-Spieleserie, das von Nintendo SPD und Intelligent Systems entwickelt und von Nintendo erstmals am 14. Oktober 2004 für den Game Boy Advance veröffentlicht wurde. Eine Veröffentlichung in Europa war zunächst geplant und mehrfach angekündigt, wurde jedoch nach mehreren Verschiebungen letztlich eingestellt. WarioWare: Twisted! erschien daher ausschließlich in Japan, Nordamerika und Australien.

Originaltitelまわる メイドインワリオ
TranskriptionMawaru Meido in Wario
Schnelle Fakten Originaltitel, Transkription ...
WarioWare: Twisted!
Originaltitel まわる メイドインワリオ
Transkription Mawaru Meido in Wario
Entwickler JapanJapan Nintendo SPD
JapanJapan Intelligent Systems
Publisher JapanJapan Nintendo
Leitende Entwickler
  • Yoshio Sakamoto (Producer)
  • Ryoichi Kitanishi (Producer)
  • Katsuya Yamano (Supervisor)
  • Toshio Sengoku (Supervisor)
  • Goro Abe (Chief Director)
  • Kazuyoshi Osawa (Director)
  • Kenji Matsumoto (Director)
Komponist
  • Kenichi Nishimaki (Sound Director)
  • Masanobu Matsunaga (Composer)
  • Yasuhisa Baba (Composer)
Veröffentlichung JapanJapan 14. Oktober 2004
AustralienAustralien 19. Mai 2005
Nordamerika 23. Mai 2005
Plattform Game Boy Advance
Genre Actionspiel
Spielmodus Einzelspieler
Medium Steckmodul
Sprache Englisch
Altersfreigabe
PEGI
PEGI ab 3 Jahren empfohlen
PEGI ab 3 Jahren empfohlen
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Zentrales Spielelement sind extrem kurze Minispiele, sogenannte Microgames, die jeweils nur wenige Sekunden dauern und in schneller Abfolge gespielt werden. Die Steuerung erfolgt in diesem Ableger hauptsächlich durch das Bewegen und Drehen des Game Boy Advance mithilfe des eingebauten Bewegungssensors, in Ausnahmefällen ergänzt durch die Tasten des Game Boy Advance. Die Kombination aus einfacher Steuerung, ständigen Überraschungen und wachsenden Tempoverschärfungen definiert das charakteristische Spielgefühl der Reihe, zu der auch die stark unterschiedliche Präsentation des Spiels, teils auch mit bewusst übertrieben simpler Darstellung sowie oft absurdem japanischen Humor zählt. Präsentiert werden die Microgames von Wario und einer Vielzahl weiterer Charaktere, die jeweils eigene thematische Spielsammlungen anbieten.

Es ist der dritte reguläre Teil der Serie, der Nachfolger von WarioWare, Inc.: Mega Party Game$! (2003) und der Vorgänger von WarioWare: Touched! (2004).

Handlung

Nachdem Wario aus Frust seinen Game Boy Advance gegen die Wand wirft, sodass dieser zerstört wird, wendet er sich an Dr. Crygor, damit dieser seinen Game Boy Advance repariert. Dr. Crygors Maschine spuckt daraufhin jedoch dutzende Handhelds ohne Tasten aus, die durch Drehen des Geräts bedient werden. Als auch Mona und 9-Volt hinzukommen und Spaß mit den tastenlosen Handhelds haben, kommt Wario die Idee, diese Geräte zu vermarkten, um damit Geld zu verdienen und heuert wieder seine Freunde an, damit diese ihm helfen, die Microgames für ihn zu entwickeln.

Nach Abschluss jedes Segments der Charaktere läuft am Ende eine Werbung mit Warios Spiel im Fernsehen. Wario verdient nun tatsächlich viel Geld damit, doch gerät versehentlich selbst in Dr. Crygors Maschine, verwandelt sich in einen Roboter und wird im Weltall von Orbulon abgeschossen, sodass Wario ins Meer stürzt und ankündigt, all seine Mitarbeiter feuern zu wollen.

Gameplay

In WarioWare: Twisted! spielt man Sammlungen extrem kurzer Minispiele, den sogenannten Microgames mit Fokus auf Reflexe und spontane Reaktionen, die in schneller Folge ablaufen. Zu Beginn jedes Microgames wird dem Spieler ein kurzes Hinweiswort oder eine einfache Anweisung eingeblendet, das bzw. die den Zweck des nächsten Spiels umreißt. Dann hat man nur wenige Sekunden Zeit, die Aufgabe zu verstehen und korrekt umzusetzen. Jedes Microgame dauert in der Regel nur wenige Sekunden und fordert den Spieler auf, eine sehr einfache Aufgabe zu erfüllen, bevor die Zeit abläuft oder das nächste Microgame beginnt. Die Steuerung ist bewusst einfach gehalten und nutzt in diesem Teil der Serie überwiegend den im Spielmodul eingebauten Bewegungssensor, sodass die Microgames oft durch Drehen und Neigen des Systems zu bewältigen sind. Eine Taste (typischerweise A) kommt nur in Ausnahmefällen in ausgewählten Microgames zum Einsatz.

Ein Durchlauf durch eine Stage besteht aus einer Reihe dieser Microgames, die nacheinander ohne Unterbrechung erscheinen. Beim Absolvieren eines Microgames erhält der Spieler einen Punkt, woraufhin sofort das nächste Microgame beginnt, oft mit wachsendem Tempo. Scheitert der Spieler, also endet ein Microgame durch falsche Eingabe oder Zeitüberschreitung, verliert er eines seiner vier Leben (repräsentiert durch Lebensanzeigen, z. B. Symbol-Balken). Sobald alle vier Leben verloren sind, endet die aktuelle Stage und muss wiederholt werden. Am Ende einer Serie von Microgames innerhalb einer Stage steht stets mit einem Boss-Microgame ein längeres, gegenüber den vorherigen Spielen komplexeres Einzelspiel, dessen erfolgreiche Bewältigung die Stage abschließt und das nächste Kapitel im Spielverlauf freischaltet. Während des Boss-Microgames steht die Zeit nicht im gleichen Maße gegen den Spieler wie bei den normalen Microgames, sondern der Fokus liegt hier auf einer klaren, oft etwas anspruchsvolleren Aufgabe. Im Storymodus endet die Stage nach dem Boss-Microgame, bei wiederholtem Spielen stellt das erfolgreiche Absolvieren eines Boss-Microgames eines der vier Leben wieder her und die Stage wiederholt sich mit immer schwereren und schnelleren Varianten, bis der Spieler alle Leben verloren hat und seine Endpunktzahl, welche der Anzahl der Microgames in diesem Durchlauf entspricht, angezeigt wird.

Die Microgames selbst sind stark thematisch und visuell voneinander verschieden: Sie reichen von simplen Tätigkeiten wie dem Treffen eines Baseballs oder dem schnellen Reagieren auf ein Bild, bis hin zu surrealen und witzigen Aufgaben wie dem Einführen eines Fingers in eine Nase oder anderen bizarren Mini-Challenges, die mit knappen Zeitfenstern und intuitiven Interaktionen spielen. Durch diese absurde Vielfalt wird das Tempo und der Überraschungseffekt stets hoch gehalten. WarioWare: Twisted! strukturiert diese Sammlung in mehrere thematische Stages, die von Wario und seinen Freunden präsentiert werden. Jeder Charakter hat dabei eine eigene Serie von Microgames mit einer erkennbaren visuellen oder konzeptionellen Ausrichtung. Neben dem Hauptmodus können nach und nach zusätzliche Inhalte freigeschaltet werden, darunter optionale Einzelspiele oder sammelbare „Souvenirs“ wie Artworks oder Sound-Test-Segmente.

  • Wario

Wario ist der Gründer und Leiter der Firma WarioWare, Inc. und zugleich der Charakter mit der ersten Stage im Spiel. Seine Microgames dienen als Einführung in das grundlegende Spielprinzip des Drehens des Game Boy Advance und sind thematisch sehr abwechslungsreich. Sie besitzen keinen festen Schwerpunkt, sondern stellen eine Mischung aus einfachen Geschicklichkeits-, Reaktions- und Timing-Aufgaben dar. Die Microgames sind vergleichsweise übersichtlich gestaltet und eignen sich dazu, den Spieler mit dem Konzept der extrem kurzen Spielabschnitte vertraut zu machen. Im Boss-Microgame muss Wario eine Schwergewichtskugel wie ein Jo-Jo einsetzen, um eine Vase zu zerstören.

  • Mona

Eine junge Frau, die nebenbei in verschiedenen Nebenjobs arbeitet. In diesem Teil der Serie betreibt sie ihre eigene Pizzeria „Mona Pizza“ und wird beim Ausliefern auf ihrem Motorroller von der Konkurrenz von „Pizza Dinosaur“ verfolgt, welche versuchen, Mona bei ihrer Auslieferung zu behindern. Ihre Microgames orientieren sich thematisch an alltäglichen Tätigkeiten und absurden Situationen, etwa Bügeln oder das Belegen von Pizzen. Im Boss-Microgame steuert man ein Auto mit Propeller an Hindernissen vorbei über das Meer, angelehnt an Nintendos Balloon Fight (1984).

  • Jimmy T.

Ein selbstverliebter Tänzer mit großen, blauen Afrolook und starkem Bezug zur Disco- und Popkultur sowie Stammkunde der „Disco Zucker“ in Diamant City. In diesem Ableger ist er mit seinen Eltern, Papa T. und Mama T., auf der Tanzfläche zu sehen. Seine Microgames handeln teilweise von Sportarten und vergleichbare Freizeitaktivitäten wie Basketball oder Kraftsport, aber auch von alltäglichen Tätigkeiten und absurden Situationen. Im Boss-Microgame muss durch das Drehen des Systems eine Wendeltreppe emporgestiegen werden. Eine spätere Stage mit dem Label „Family Scramble“, die auf vorherige Microgames und Bosse zurückgreift, wird auch durch Jimmys Eltern Papa T. und Mama T. repräsentiert.

  • Kat und Ana

Zwei junge Ninja-Schülerinnen. Storytechnisch flüchten sich die beiden bei einem Ausflug zum „Diamond Knoll“, nachdem sie einen Bienenstock reizten, vor einem Bienenschwarm in ein Gebäude mit einem Monster. Die Microgames basieren oft auf Schlagen, Abwehren oder auf Stichhiebe mit Schwertern oder Scheren. Im Boss-Microgame steuert man einen Roboter, der Hände als Projektile abfeuern kann und muss nasenförmige Gegner besiegen.

  • Dribble und Spitz

Bulldogge Dribble ist ein Taxifahrer beim Taxiunternehmen „Diamant Taxi“ und Kater Spitz ist sein Freund und Beifahrer. In der Story hat ihr Taxi einen Motorschaden und die beiden versuchen, ihr Fahrzeug zu reparieren. Die Microgames kombinieren ab dieser Stage das reine Drehen des Game Boy Advance mit dem Betätigen des A-Knopfs. Im Boss-Microgame steuert man eine Eisenbahn-Draisine und muss diese nicht nur antreiben und über Hindernisse springen lassen, sondern auch vor einem rollenden Felsen davonfahren.

  • Dr. Crygor

Ein exzentrischer Wissenschaftler und Erfinder, der den „Gravitator“ erfunden hat. Die Microgames haben stärkeren Bezug zu kleineren physikalischen Spielchen und logischen Zusammenhängen. Im Boss-Microgame hilft man einer Spielfigur, unfallfrei über Glatteis zu laufen, indem man den Boden immer so dreht, dass die Spielfigur das Gleichgewicht nicht verliert.

  • Orbulon

Ein Außerirdischer, der mit seinem Raumschiff in ein schwarzes Loch zu fliegen droht. Seine Microgames haben oft Bezug auf Technik und Natur. Im Boss-Microgame steuert man zwei Plattformen, die als Brücken für automatisch laufende Passanten dienen, aber immer nur eine Plattform kann zu einem Zeitpunkt durch Drehen als Brücke fungieren, womit dies Nintendos Game-&-Watch-Spiel Manhole (1981) ähnelt.

  • 9-Volt

Ein begeisterter Videospiel-Fan und -sammler von der „Grundschule Diamant“. In der Story lernt er den neuen Mitschüler 18-Volt kennen und lädt ihn zu sich nach Hause zum Videospielen auf dem „Spintendo“ ein. Seine Microgames sind Hommagen an klassische, bekannte Nintendo-Spiele (in diesem Ableger ausschließlich Spiele vom Nintendo Entertainment System) wie Super Mario Bros. 3, Donkey Kong Jr., The Legend of Zelda, Kid Icarus, Metroid oder Excitebike. Die Aufgaben greifen bekannte Spielmechaniken wie Springen, Schießen oder Ausweichen auf, sind jedoch an das Dreh-Feature angepasst. Im Boss-Microgame spielt man World 1-1 von Super Mario Bros. (1985) alleine durch Drehen durch. Am Ende der Story sieht man erstmals den Schatten von 9-Volts Mutter, welche in zukünftigen WarioWare-Spielen relevant wird.

  • Wario-Man

Als Wario unbeabsichtigt in Dr. Crygors Maschine, die am Fließband die neuen Handhelds produziert, gerät, verwandelt sich Wario in „Wario-Man“ mit Umhang und Maske. Die sogenannte „Spandex Challenge“ enthält die unterschiedlichsten Microgames, aber alle mit Wario in prominenter Hauptrolle. Im Boss-Microgame muss Wario mit einem Game Boy in der Hand die Bewegungen von zwei Tänzerinnen nachahmen.

Weitere Modi

Mit fortschreitendem Spielfortschritt schalten sich stets weitere, kleine Spielmodi frei, die nachfolgend aufgeführt sind.

  • Credits: Zeigt die Namen der Mitwirkenden.
  • Speed Spin: Ein Zeitlimit von 20 Sekunden zählt für die reine Microgames-Dauer herunter. Erfolgreich abgeschlossene Microgames geben einen Zeitbonus zurück und der Modus endet, wenn die Zeit auf Null gesunken ist.
  • Skyscraper (Türkiser Affe): Die Microgames bleiben stets auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad und werden nicht schneller, jedoch erhält man keine Extraleben.
  • Tower (Roter Affe): Nur auf maximaler Schnelligkeitsstufe, aber auf niedrigstem Schwierigkeitsgrad, jedoch erhält man keine Extraleben.
  • Mansion (Grüner Affe): Nur Microgames auf höchstem Schwierigkeitsgrad, werden zwar nicht schneller, aber man hat nur ein einziges Leben und erhält auch keine hinzu.
  • Spitz Hockey: Ein Spiel Air-Hockey gegen Spitz. Wer zuerst 5 Punkte erreicht, gewinnt.
  • Ana Hockey: Ein Spiel Air-Hockey gegen Ana mit auftauchenden Hindernissen auf der Spielfläche. Wer zuerst 5 Punkte erreicht, gewinnt.
  • Unfair Hockey: Ein Spiel Air-Hockey gegen Wario, bei dem der Spielflächenrand unter Strom steht und bei Berührung kurzzeitig paralysiert. Wer zuerst 5 Punkte erreicht, gewinnt.
  • Eternal Wario Hockey: Ein Spiel Air-Hockey gegen Wario, bei dem man gegen Wario keine Tore erzielen kann und das Spiel nicht endet, bis man verloren hat.
  • Wario Bike: Ähnliches Gameplay von Excitebike, einem NES-Spiel von Nintendo aus dem Jahre 1984, nur mit Wario in der Hauptrolle.
  • Apple Assault: Mit Dauerfeuer von Mini-Warios aus einer Kanone sollen möglichst viele herannahende Äpfel und Bomben getroffen werden.
  • Cyclone Scuffle: Eine wario-ähnliche Figur führt auf der Stelle stehend permanent Roundhouse-Kicks aus, um permanent herannahende Gegner abzuwehren.
  • Astro Boomerang: Man wirft immer wieder einen Bumerang und versucht dabei, so viele Tomaten und Aliens wie möglich zu treffen. Je mehr Ziele mit einem Wurf getroffen wurden, desto höher kombiniert sich die Punktzahl-Combo.
  • Stabs in the Dark: Die Spielfigur wehrt auf der Stelle stehend mit Kendō permanent herannahende Gegner ab.
  • Half-Pipe: Auf einem Snowboard sammelt man auf einer Halfpipe Punkte, indem man ständig verschiedenste Tricks und Manöver ausführt.
  • Pushover: Zwei Spieler treten gegeneinander an und wer zuerst den Game Boy Advance dreht, hat gewonnen.
  • Divider Conquer: Man springt von einer Stange möglichst im richtigen Moment ab, um möglichst viele Ziele zu treffen.
  • Mega Micro Golf: Fünf verschiedene kleine Minigolf-Parcourse voller Hindernisse, die man mit möglichst wenig Schlägen einzulochen versucht.
  • Pillow Fight: Man steuert die Hände eines Sumō-Ringers und wehrt permanent herannahende Kissen ab.
  • Staying Asheep: Man lässt durch eine Ruckbewegung des Systems Schafe über einen Zaun springen.
  • Ski Jumping: Man springt von einer Skisprungschanze ab und versucht, möglichst weit vor Aufkommen auf dem Boden zu fliegen.
  • Sew Hard: Man steuert eine Nähmaschine an einer Stoffnaht entlang.
  • Batting Practice: Mit einem Baseballschläger versucht man die Bälle einer Ballmaschine zu treffen.
  • Mewtroid: Namentlich an Metroid angelehnt, soll man als Katze fliegende und springende Kartoffeln mit einer Schusswaffe abwehren.
  • Pyoro R: Man steuert einen kleinen roten Vogel namens Pyoro, der Fliegen und Pflaumen in der Luft mit seiner langen Zunge verspeist.

Entwicklung und Veröffentlichung

Japanischer Prototyp von WarioWare: Twisted! für Game Boy Advance

WarioWare: Twisted! wurde zum Teil von der ursprünglichen WarioWare-Belegschaft der Vorgängerspiele entwickelt sowie erneut, wie bei WarioWare, Inc.: Mega Party Game$! zuvor, mit personeller Unterstützung durch das Studio Intelligent Systems. Nur zwölf Monate nach diesem erschien WarioWare: Twisted! zunächst am 14. Oktober 2004 in Japan, am 19. Mai 2005 in Australien und am 23. Mai 2005 in Nordamerika.

Die europäische Veröffentlichung des Titels entwickelte sich hingegen zu einem langwierigen und letztlich ergebnislosen Prozess. Obwohl das Spiel ursprünglich für den Sommer 2005 angekündigt worden war, wurde der Termin mehrfach verschoben, bis Nintendo of Europe das Datum schließlich auf unbestimmte Zeit aussetzte. Kurioserweise hatten bereits mehrere Fachpresse-Medien Tests zu den europäischen Versionen geschrieben und in ihren Magazinen abgedruckt, teils mit Videoschnipseln auf Online-Videoplattformen, welche auch deutsche Ingame-Texte zeigten, wie beispielsweise die deutsche MAN!AC und N-Zone. Letztere gab als deutschen Releasetermin den 24. Juni 2005 an.[1] Die europäische Veröffentlichung wurde zunächst auf September 2005 verschoben,[2] dann auf den 24. Februar 2006 und letztlich auf den 8. Dezember 2006,[3] doch auch dieser Termin wurde nicht eingehalten. Der Nachfolger WarioWare: Touched! für den Nintendo DS war bereits seit dem 11. März 2005 in Europa erhältlich.

Als offizielle Begründung für die Verzögerungen wurden langwierige Zertifizierungs- und Genehmigungsverfahren im Rahmen der LGA-Tests genannt. Nach dem Auslaufen der Game-Boy-Advance-Plattform wurde das Spiel schließlich von der europäischen Website entfernt und blieb, entgegen weit verbreiteter, jedoch falscher Gerüchte über die Verwendung von Quecksilber im Sensor,[4] in Europa unveröffentlicht. Dies wird rückblickend etwa in der Datenbank der europäischen Version von Super Smash Bros. Brawl offiziell bestätigt, wo der Titel explizit als „in Europa nicht erschienen“ gelistet ist.

Auch wurde das Spiel für spätere Systeme, wie Nintendos Virtual Console oder Nintendo Switch Online, nie erneut veröffentlicht. Jedoch finden sich einige der Microgames im späteren Nachfolger WarioWare Gold (2018) für Nintendo 3DS wieder, da dieses System auch über einen eingebauten Bewegungssensor verfügt.

Rezeption

Weitere Informationen Metawertungen, Datenbank ...
Metawertungen
DatenbankWertung
Metacritic88/100[5]
Wertungsspiegel
PublikationWertung
Electronic Gaming Monthly9/10[6]
Eurogamer9/10[7]
Famitsu36/40[8]
Game Informer7,75/10[9]
GamePro (US)SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[10]
GameSpot8,8/10[11]
GameSpySternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[12]
GameTrailers9/10[13]
GameZone9,5/10[14]
IGN9/10[15]
MAN!AC81 %[16]
Nintendo Life9/10[17]
Nintendo Power8,5/10[18]
Nintendo World Report9,5/10[19]
N-Zone82 %[1]
X-PlaySternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[20]
Auszeichnungen
PublikationAuszeichnung
IGNNo. 1 GBA Game of All Time[21]
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WarioWare: Twisted! wurde bei seinem Erscheinen von der Fachpresse durchweg positiv aufgenommen und genießt bis heute einen exzellenten Ruf. Das Spielkonzept, das die Bewegungssensor-Technologie des Game Boy Advance in den Mittelpunkt stellt, wurde von Medien wie der amerikanischen GamePro als originell und unterhaltsam beschrieben,[10] während Electronic Gaming Monthly ebenfalls voll des Lobes war.[6] Auch in Japan fand der Titel bei der renommierten Famitsu mit einer Wertung von 36 von 40 Punkten großen Anklang.[8]

Laut Metacritic vergaben mit GamesRadar, GameBiz, G4 TV, Modojo und Nintendophiles fünf Medien die Maximalpunktzahl von 100 von 100 Punkten für das Spiel.[5] Die Begeisterung für den Titel gipfelte in einer außergewöhnlichen Auszeichnung durch IGN, welche das Spiel nicht nur zum „GBA Game of the Month“ kürte, sondern es nachträglich sogar auf den ersten Platz der Liste aller Game-Boy-Advance-Spiele überhaupt setzte.[21]

„Gravitation macht die Minispiele noch ausgeflippter: Die Wario Ware-Titel sind nicht jedermanns Sache. Wer sich aber auf den Minispielwechsel im Sekundentakt einlässt, kann das Handheld nur schweren Herzens aus der Hand legen – kaum zu glauben, auf was für schräge Einfälle die Entwickler kommen! Auch mit dem Gravi-Sensor macht das Kurbeln und Drehen, Schwingen und Schleudern jede Menge Spaß. Ich persönlich hätte mir aber mehr Minispiele mit dem optischen Thema Gravitation gewünscht: Statt Gesicht rasieren und Arm heben passen Bim-Bam-Glocke und Donkey an der Liane besser zum Thema. Letztendlich daddelt Ihr also überwiegend Minispiele im Schema der Vorgänger, nur die – zugegeben originelle – Steuerungsart ist neu.“

– Oliver Ehrle: MAN!AC 07/2005[16]

„Links drehen, rechts drehen, A drücken. Soll ich auch noch Seilchen springen? Wenn Nintendo seine Linie weiter verfolgt, dann gehen wir irgendwann mit dem GBA um den Hals joggen, im Modulschacht die Neuauflage zu Decathlon. Wario Ware Twisted! zeigt in beeindruckender Weise, wie kleine Innovationen ein traditionelles Gameplay perfekt ergänzen können. Prima! Wario Ware Twisted! macht süchtig.“

– Sascha Dowidat: N-Zone 07/2005[1]

Einzelnachweise

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