Washingtonallee
Straße in Hamburg
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Die Straße Washingtonallee im Hamburger Stadtteil Horn ist eine Verbindungsstraße zwischen Hamburg-Billstedt über die Sievekingsallee zur Bundesautobahn 24. Der frühere Name war Schiffbecker Straße und wurde zum 200. Geburtstag von George Washington, dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, 1932 umbenannt.
| Washingtonallee | ||
|---|---|---|
| Straße in Hamburg | ||
| Basisdaten | ||
| Stadt | Hamburg | |
| Stadtteil | Hamburg-Horn | |
| Angelegt | 1927 Planung | |
| Bauwerke | überwiegend Wohnblöcke mit 3–5 Geschossen | |
| Nutzung | ||
| Nutzergruppen | Autos, Fahrräder und Fußgänger | |
| Straßengestaltung | 2 Fahrstreifen je Richtung durch Grünstreifen getrennt | |
| Technische Daten | ||
| Straßenlänge | 1425 Meter | |
Geschichte
Die Washingtonallee verläuft auf einer Fläche, die früher aus Wiesen und Feldern bestand. 1927 legte Fritz Schumacher einen Entwicklungsplan vor und ließ ein Modell für die Bebauung mit Wohnhäuser, Straßen und Infrastruktureinrichtungen erstellen. Bekannt war der Architekt und Stadtplaner Schumacher für seine norddeutschen Klinkerbauten mit Innenhöfen, Geschäften für die Nahversorgung und Schulen, Bankfilialen, Sportplätzen. Dieses Konzept wurde auch in der Washingtonallee teilweise umgesetzt. Ecke Rennbahnstraße wurden ab 1929 rechts und links der Straße viele Kleinwohnungen mit 40 bis 50 m² Wohnfläche besonders für vertriebene Bewohner des Gängeviertels in Hamburg gebaut. Alle zwischen Geibweg und der Stengelestraße querstehenden dreistöckigen Mehrfamilienhäuser aus den Ende 1930er Jahren für Werftarbeiter im nördlichen Teil wurden 1959 bis 1960 wieder aufgebaut, 2016 abgebrochen und sämtlich durch Neubauten ersetzt. An der Ecke Washingtonallee/Stengelestraße wurde die Timotheuskirche mit einem abgesetzten Glockenturm durch den Architekten Ostermeyer errichtet und Dezember 1961 eingeweiht. Sie steht heute unter Denkmalschutz. Neben der Kirche befindet sich die 1956 eröffnete Stiftung Kellinghusens Gotteshof mit Wohnungen für ältere Menschen. Im weiteren Verlauf entstand ein kleines Einkaufszentrum und am Washingtonring wurde in den 1960er Jahren ein Wohnviertel errichtet. Den Abschluss bildete von 1932 bis 1976 eine Tankstelle.
Auf der rechten Seite der Straße, aus Sicht von der Rennbahnstraße, sind zwei Gebäude hervorzuheben. Im ehemaligen Fischgeschäft ist heute das Theater das Zimmer, ein kleines Privattheater. Zwei Querstraßen weiter war von 1957 bis 1962 das Rio-Kino mit 686 Sitzplätzen[1] und einem markanten Vorhang vom Zuckerhut von Rio de Janeiro. Später nutzen Supermärkte das Kino, bevor es nach 2000 abgerissen und durch ein Wohnhaus ersetzt wurde. Viele Gebäude in dieser Straße wurden im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt ausgebombt. Die Fassaden und Teile der Gebäude blieben oft stehen und konnten nach dem Kriege ab 1950 schnell wieder aufgebaut werden.[2][3] Durch den Strukturwandel haben viele Einzelhandelsgeschäfte aufgegeben und das Straßenbild hat sich verändert.
Trivia
Der ehemalige Frisörsalon Kröncke Ecke Washingtonallee/Rennbahnstraße war 1964 Kulisse für die Vorabendserie Hafenpolizei mit Wolfgang Völz.