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Werner Günthör

Schweizer Kugelstoßer From Wikipedia, the free encyclopedia

Werner Günthör (* 1. Juni 1961 in Uttwil) ist ein ehemaliger Schweizer Leichtathlet. Er ist neben John Godina und Ryan Crouser der einzige männliche Athlet, der im Kugelstossen dreimal Weltmeister wurde. Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul gewann er die Bronzemedaille. Er ist damit der bislang letzte Schweizer, der an Olympischen Spielen in einem Leichtathletikwettbewerb eine Medaille gewonnen hat (Stand: Juli 2025).[1]

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Werner Günthör
Nation Schweiz Schweiz
Geburtstag 1. Juni 1961 (65 Jahre)
Geburtsort Uttwil
Grösse 200 cm
Gewicht 128 kg
Karriere
Disziplin Kugelstossen
Bestleistung 22,75 m
Verein STB Bern, LC Zürich
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 3 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Hallenweltmeisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Halleneuropameisterschaften 1 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Olympische Ringe
 Olympische Spiele
Bronze Seoul 1988 21,99 m
Weltmeisterschaften
Gold Rom 1987 22,23 m
Gold Tokio 1991 21,67 m
Gold Stuttgart 1993 21,91 m
Hallenweltmeisterschaften
Silber Indianapolis 1987 21,61 m
Gold Sevilla 1991 21,17 m
Europameisterschaften
Gold Stuttgart 1986 22,22 m
Halleneuropameisterschaften
Silber Göteborg 1984 20,33 m
Bronze Piräus 1985 21,23 m
Gold Madrid 1986 21,51 m
Silber Liévin 1987 21,53 m
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Leben

Günthör ist der beste Schweizer Kugelstosser der Geschichte. Mit einer Bestweite von 22,75 m, erzielt am 23. August 1988 in Bern, liegt er in der ewigen Bestenliste weltweit an neunter Stelle (Stand: Juli 2025). Der 2,00 m grosse Modellathlet versuchte sich ausserdem als Bobfahrer im Team von Ekkehard Fasser. Der gelernte Sanitär-Installateur absolvierte später ein Sportstudium und arbeitet heute zu 50 % beim Bundesamt für Sport (BASPO) in Magglingen in der Ausbildung. In der verbleibenden Zeit engagiert er sich als Selbständigerwerbender bei Projekten, hält Seminare ab oder berät Spitzensportler beim Training oder in der Laufbahnplanung. Er ist seit 1993 mit der Ausbildnerin und Politikerin (Grossrätin SVP Bern) Nadja Günthör (* 1965) verheiratet und lebt in Erlach.[2]

Günthör wurde gemäss Aussagen seines Arztes Bernhard Segesser zur Rehabilitation nach einer Rückenoperation mit Stromba (Stanozolol) behandelt, das als verbotene Substanz auf der Dopingliste geführt wird.[3][4][5] Die Schweizer Doping-Untersuchungskommission (DUK) stellte 1993 fest, dass zwischen 1984 und 1988 drei- bis viermal mehrwöchige Anabolika-Behandlungen stattfanden und auch diese zeitlich begrenzte «therapeutische» Verabreichung gegen damals gültige nationale und internationale Dopingbestimmungen verstiess.[6][7] Laut Günthör war die Behandlung zu jener Zeit nicht verboten. Er vergleicht die Vorwürfe mit einer willkürlichen rückwirkenden Rechtsanwendung. Günthör wurde auch nie wegen Dopings verurteilt.[8]

Bestleistungen

  • Kugelstossen: 22,75 m, 23. August 1988 in Bern, Schweizer Rekord
  • Diskuswurf: 54,48 m, 24. August 1985 in Yverdon

Literatur

Einzelnachweise

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