Westach

Ortsteil des Marktes Isen im oberbayerischen Landkreis Erding From Wikipedia, the free encyclopedia

Westach ist ein Gemeindeteil des Marktes Isen und eine Gemarkung im oberbayerischen Landkreis Erding.

Schnelle Fakten Markt Isen ...
Westach
Markt Isen
Wappen von Westach
Koordinaten: 48° 12′ N, 12° 3′ O
Höhe: 520 m ü. NHN
Fläche: 13,4 km²[1]
Einwohner: 116 (2012)[2]
Bevölkerungsdichte: 9 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1971
Postleitzahl: 84424
Vorwahl: 08083
Karte
Gemarkungen auf dem Gemeindegebiet des Marktes Isen, mit der Gemarkung Westach im Norden und Nordwesten des Gemeindegebiets
Denkmalgeschützter Stadel in Westach
Denkmalgeschützter Stadel in Westach
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Geographie

Das Streudorf Westach mit seinen teilweise weiter auseinanderliegenden Gehöften hat etwa 120 Einwohner. Die Gemarkung Westach mit einer Fläche von rund 1340 Hektar hat nur den Gemarkungsteil 0 und liegt vollständig auf dem Gebiet der Marktgemeinde Isen. Sie umschließt fast vollständig die Gemarkung Isen. Im Osten gibt es eine knapp sechs Hektar große Teilfläche mit dem Gemeindeteil Zieglstadl, die durch einen Streifen der Gemarkung Isen vom Rest der Gemarkung Westach abgetrennt ist. Auf der Gemarkung Westach liegen die folgenden 45 Gemeindeteile von Isen: Altweg, Aschberg, Bachleiten, Eck, Eschbaum, Feichten, Fickelmühle, Flecksberg, Gaisberg, Gallersberg, Gänsbach, Ganzenöd, Gmain, Göttner, Hofreit, Höselsthal, Kapfing, Kay, Kitzöd, Kothlehen, Kuglstadt, Linden, Lohe, Loipfing, Mais, Niederöd, Öd, Rabeneck, Ranischberg, Rosenberg, Schrott, Sollach, Staudigl, Steidelstetten, Steingassen, Steinla, Steinsberg, Steinspoint, Stocka, Straß, Urtlmühle, Voglwohl, Westach, Wildenmoos, Zellershub und Zieglstadl.

Geschichte

Von Westach stammt das im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit im Isengau reich begüterte Adelsgeschlecht Westacher her. Ihr Stammsitz kam 1561 durch Kauf an die freisingisch-burgrainer Herrschaftsverwaltung. Westach wurde 1284 erstmals erwähnt und hatte 1739 acht Anwesen. Durch die Säkularisation in Bayern gelangte die Herrschaft Burgrain in den Besitz Kurpfalz-Bayerns (ab 1806 Königreich Bayern).

Die Gemeinde Westach wurde aus den Obmannschaften Westach, Bachleiten, Steinsberg, sowie Teilen der Obmannschaften Oberndorf und Seidelstetten 1818 mit dem bayerischen Gemeindeedikt gebildet. Sie hatte am 6. Juni 1961, dem Stichtag der Volkszählung, 847 Einwohner in 45 Gemeindeteilen. Zu den größten zählten neben Westach die Dörfer Loipfing, Mais und Rosenberg sowie die Weiler Altweg, Aschberg, Bachleiten, Höselsthal und Hofreit.[3] Im Vorfeld der bayerischen Gebietsreform von 1972 schloss sich die damalige Gemeinde Westach gleichzeitig mit der Gemeinde Schnaupping am 1. April 1971 dem Markt Isen an.[4]

Im Gemeindegebiet lag der Haltepunkt für Inner-/Außerbittlbach an der Bahnstrecke Thann-Matzbach–Haag.

Sehenswürdigkeiten

Müllner Bründl mit Kapelle

Das „Müllner Bründl“ befindet sich auf einer Waldlichtung ein paar hundert Meter westlich von Westach. Die kleine Holzkapelle daneben ist dem Hl. Leonhard gewidmet. Das Quellwasser soll der Legende nach Heilwirkungen gegen Augenleiden und Erkrankung der Verdauungsorgane aufweisen.[5]

Hubertuskapelle Kuglstadt

Die Hubertuskapelle bei Kuglstadt liegt im nordöstlichen Bereich der Gemarkung Westach auf einer Anhöhe, von der man einen guten Ausblick auf die Ortschaft Isen und einen Fernblick auf die Alpen hat.  Die Kapelle wurde zu Ehren des Jagdpatrons Hubertus von den Isener Jägern errichtet und am 12. September 2010 eingeweiht.[6]

Westacher Kapelle

Die Westacher Kapelle ist eine private Marienkapelle, die an der Zufahrt zum Anwesen Westach 5 errichtet und am 4. Oktober 2024 eingeweiht wurde. Über dem Eingang ist das Wappen der Westacher angebracht.[7]

Westachs nördliche West-/Ostaudehnung von Mais-West gesehen

Literatur

  • Helmut Deuschl, Chronik-Ausschuss: Isen – 550 Jahre Markt – 1454 1984. Markt Isen (Hrsg.), Druckerei Lorenz Nußrainer, Isen 1984.

Einzelnachweise

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