Wetzleinsdorf

Ortschaft im Bezirk Korneuburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Wetzleinsdorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Großrußbach im Bezirk Korneuburg in Niederösterreich mit 193 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Wetzleinsdorf (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Wetzleinsdorf
Wetzleinsdorf (Österreich)
Wetzleinsdorf (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Korneuburg (KO), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Korneuburg
Pol. Gemeinde Großrußbach
Koordinaten 48° 28′ 42″ N, 16° 23′ 4″ Of1
Höhe 250 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 193 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 5,85 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04135
Katastralgemeindenummer 11021
Bild
Der weithin sichtbare Silo am Bahnhof
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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193

Geografie

Westlich von Großrußbach an der Lokalbahn Korneuburg–Hohenau liegend, wird das Dorf von der Laaer Straße durchquert, die hier die Landesstraße L28 kreuzt. Der Rußbach entwässert den Ort. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 115 Adressen.[3]

Geschichte

Im Rahmen des Deutschen Krieges wurde am 22. Juli 1866 mit Preußen ein Waffenstillstand ausverhandelt und die Demarkationslinie entlang der Donau von Krems nach Stockerau, dann den Göllersbach entlang bis Schönborn und von Wetzleinsdorf entlang des Rußbaches bis Leopoldsdorf festgelegt.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 54 Häusern genannt, das nach Großrußbach eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Niederleis besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und die Herrschaft Karnabrunn übte die Landgerichtsbarkeit aus. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Niederleis, Karnabrunn, Großrußbach und Ernstbrunn.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Wetzleinsdorf zwei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, ein Schmied, ein Schuster, ein Viehhändler und mehrere Landwirte ansässig.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1972 die damaligen Gemeinden Karnabrunn, Großrußbach und Wetzleinsdorf.[2]

Persönlichkeiten

  • Johann Kurz (1913–1985), Priester und Rektor des Erzbischöflichen Seminars Hollabrunn, wurde hier geboren

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 7. Band: Sebarn bis Zwingendorf. Mechitaristen, Wien 1835, S. 200 (WetzleinsdorfInternet Archive; mit einem Nachtrag zum 6. Band: Schloßhof; c) Sebarn).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 154.
Commons: Wetzleinsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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