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Wie die Wilden (1959)

Film von Ruth Heucke-Langenscheidt (1959) From Wikipedia, the free encyclopedia

Wie die Wilden ist eine Liebeskomödie von Ruth Heucke-Langenscheidt von 1959 nach einem Theaterstück von Sergej Michalkow. Es war der erste Spielfilm einer deutschen Regisseurin nach 1945.

TitelWie die Wilden
ProduktionslandDDR
Erscheinungsjahr1959
Länge84 Minuten
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Wie die Wilden
Produktionsland DDR
Erscheinungsjahr 1959
Länge 84 Minuten
Produktions­unternehmen DEFA-Studio für Spielfilme im Auftrag des Deutschen Fernsehfunks
Stab
Regie Ruth Heucke-Langenscheidt
Drehbuch
Musik Walter Ulfig
Kamera Hans Heinrich
Schnitt Ursula Kahlbaum
Besetzung
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Handlung

Die drei jungen Akademiker Stepan, Kolja und Anton machen zusammen Zelturlaub am Meer und freuen sich, eine Zeit lang „wie die Wilden“ zu leben und der Zivilisation – und den Frauen – zu entfliehen. Doch bald tauchen Vera und Silvia auf: zwei Freundinnen, die den Platz der drei Männer für sich beanspruchen, weil sie schon seit fünf Jahren an genau dieser Stelle zelten. Die Männer wollen aber nicht weichen und so bauen Vera und Silvia ihr Zelt in direkter Nachbarschaft auf und versuchen, die Männer zu vergraulen, etwa durch lautes Radiohören.

Stepan, Kolja und Anton verabreden, die beiden Frauen zu ignorieren. Also ändern diese ihren Plan: Sie wollen die Männer in sich verliebt machen und dann so tun, also würden sie plötzlich abreisen, damit die Männer sie suchen und Vera und Silvia ihren Platz übernehmen können. Und so flirtet nun Vera mit Kolja und Silvia mit Anton, und es beginnt ein freundlicherer Umgang miteinander. Nur der überzeugte Junggeselle Stepan ist immun gegen ihren Charme und ihre Verführungstricks.

In den Gesprächen ergeben sich einige Missverständnisse: So glauben die Männer, die Frauen seien Polizistinnen, dabei ist Silvia Schauspielerin und hat nur im letzten Film eine Polizistin gespielt und Vera ist Löwendompteurin im Zirkus. Als sie mit Silvia davon spricht, wie sehr sie Arthur vermisst, glauben die Männer, dieser sei ihr Freund, er ist aber ein Löwe. Kolja hingegen wird von den Frauen für einen Arzt gehalten und gebeten, Veras Sonnenbrand zu behandeln – dabei ist er Tierarzt.

Als Vera und Silvia sicher sind, ihren jeweiligen Mann erobert zu haben, planen sie, ihre Abreise vorzutäuschen. Als nun am nächsten Morgen nur ein Abschieds-Zettel von Vera und Silvia zurückbleibt, packen die Männer eilig zusammen und fahren ab, um sie zu suchen. Vera und Silvia können sich nun ungestört an ihrem Lieblingsplatz ausbreiten. Beide merken aber, dass sie diese Entscheidung eigentlich bereuen, weil sie selbst Gefühle für Kolja und Anton entwickelt haben. Dies wollen beide zunächst nicht voreinander zugeben. Doch als Kolja zurückkehrt, weil er bei der schnellen Abreise etwas vergessen hat, hört er mit, wie Vera gesteht, ihn zu vermissen. Und so kehren die Männer um und sie verbringen nun gemeinsam ihren Strandurlaub.

Produktion

Der Film wurde nach einem Theaterstück (Дикари [Dikari], Die Wilden, 1958) von Sergej Michalkow (dem Textdichter der sowjetischen Nationalhymne) gedreht.[1] Dabei wurden die russischen Personennamen beibehalten, während die übrige Handlung wie ein deutsches Gegenwartsstück erscheint (das ursprüngliche Schwarze Meer wurde nicht erwähnt). Die Aufnahmen wurden an der Ostsee gemacht.

Der Film war die dritte Produktion des DEFA-Studios für Spielfilme für den Deutschen Fernsehfunk.[2] und der erste Spielfilm einer deutschen Regisseurin seit 1934.[3] Am Drehbuch war Hildegard Tetzlaff beteiligt. Er wurde erstmals am 24. September 1959 ausgestrahlt und danach mehrmals wiederholt.

Literatur

  • Unser Rundfunk 39/1959. S. 22, mit Inhaltsangabe

Einzelnachweise

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