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Wieferich-Primzahl

Primzahl mit der Eigenschaft, dass 2ᵖ⁻¹-1 durch 2p² teilbar ist From Wikipedia, the free encyclopedia

Eine Wieferich-Primzahl ist eine Primzahl mit der Eigenschaft, dass durch teilbar ist.

Alternativ kann man dies auch als Kongruenz schreiben:

Solche Primzahlen wurden 1909 von dem deutschen Mathematiker Arthur Wieferich erstmals beschrieben.[1]

Bekannte Wieferich-Primzahlen

Man kennt bisher nur zwei Wieferich-Primzahlen, nämlich 1093 (Waldemar Meißner 1913)[2] und 3511 (Beeger 1922).[3] Mit Computerhilfe wurden bis November 2008 alle Zahlen bis 6,7 × 1015 untersucht, weitere Wieferich-Primzahlen fand man dabei nicht.[4] Es ist nicht bekannt, ob es unendlich viele Wieferich-Primzahlen gibt. Es besteht sowohl die Vermutung, dass dies nicht der Fall ist,[5] als auch die gegenteilige, genauer: dass zwischen und etwa Wieferich-Primzahlen liegen.[6] Es ist sogar noch offen, ob es unendlich viele Primzahlen gibt, die keine Wieferich-Primzahlen sind. Joseph Silverman zeigte dies 1988 unter Annahme der abc-Vermutung.[7]

Verwandtschaft mit dem großen Fermatschen Satz

Wieferich beschäftigte sich mit dem großen Fermatschen Satz. 1909 veröffentlichte er als Ergebnis den Satz:[1]

Wenn , wobei und ganze Zahlen sind, eine Primzahl ist und das Produkt nicht teilbar durch , dann ist eine Wieferich-Primzahl, also durch teilbar.

1910 zeigte Dmitry Mirimanoff, dass dann auch durch teilbar ist.[8] Die einzigen bekannten Primzahlen, die diese Bedingung erfüllen, sind und (Kloss 1965).[9]

Aus dem 1995 bewiesenen großen Fermatschen Satz folgt, dass die Voraussetzungen des Satzes von Wieferich nicht erfüllt werden können.

Eigenschaften von Wieferich-Primzahlen

  • Aus der Wieferich-Primzahl kann die Mersenne-Zahl als Produkt konstruiert werden.
ist somit (trivialerweise, da geradzahlig) nicht prim, und keine Mersenne-Primzahl.
  • Offen ist die Frage, ob es Mersenne-Zahlen (mit primen Exponenten ) gibt, die durch teilbar sind. Dabei muss ein Teiler von sein, wenn durch teilbar sein soll.
Dieser Sachverhalt kann mit gruppentheoretischen Begriffen ausgedrückt werden:
Da nicht prim ist, handelt es sich bei nicht um eine mersennesche Zahl. Es müsste also eine mersennesche Zahl mit geben, die durch teilbar ist; d. h., dass die Länge der multiplikativen zyklischen Subgruppe von zur Basis 2 prim sein müsste.
Es sind aber empirisch die Gruppenordnungen der einzigen bekannten Wieferichprimzahlen und nicht prim.
Dass Mersenne-Zahlen quadratfrei sind, scheint bisher nur ein empirisches Resultat zu sein. Mathworld formuliert bspw. "Alle bekannten Mersenne Zahlen sind quadratfrei. Allerdings vermutet GUY (1994), dass es Mersenne-Zahlen gibt, die nicht quadratfrei sind".[10]
  • Unterschied zu anderen Basen als 2: für andere Basen als 2 und die entsprechenden Äquivalente zu Mersenne- und Wieferichzahlen trifft dies nicht zu.
Bspw. ist zur Basis 3 mit die Bedingung teilt (mit prim) erfüllt.
Zur Basis 2819 tritt bei das Wieferich-analog sogar zur Potenz 4 auf. Die Quadratfreiheit von Mersenne-Zahlen (zur Basis 2) muss demnach eine besondere Eigenschaft der Basis 2 (und möglicherweise weiterer Basen) sein, falls sie generell zutreffen sollte.
  • Für eine Wieferich-Primzahl gilt:
  • Mit tritt stets gleichzeitig auf.

Literatur

  • Paulo Ribenboim: Die Welt der Primzahlen. Geheimnisse und Rekorde. Springer, Berlin u. a. 2006, ISBN 3-540-34283-4 (Springer-Lehrbuch; aktualisierte Übersetzung von The little book of bigger primes. Springer, New York 2004)

Einzelnachweise

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