Wiejkowo

Siedlung in West-Hinterpommern nahe Wolin in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Wiejkowo (deutsch Groß Weckow) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Westpommern. Es gehört zur Gmina Wolin (Stadt- und Landgemeinde Wollin) im Powiat Kamieński (Camminer Kreis).

Schnelle Fakten Basisdaten, Wirtschaft und Verkehr ...
Wiejkowo
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Wiejkowo (Polen)
Wiejkowo (Polen)
Wiejkowo
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Powiat: Kamień Pomorski
Gmina: Wolin
Geographische Lage: 53° 49′ N, 14° 41′ O
Einwohner: 333 (2011[1])
Telefonvorwahl: (+48) 91
Kfz-Kennzeichen: ZKA
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów
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Geographische Lage

Der Ort liegt östlich des Stettiner Haffs, unweit der Insel Wolin, am Westufer des Martenthiner Sees, gegenüber dem Dorf Mierzęcin (Martenthin), etwa 19 Kilometer südsüdwestlich der Stadt Kamień Pomorski (Cammin in Pommern) und sechs Kilometer südöstlich der Stadt Wolin (Wollin).[2]

Geschichte

Den historischen und ökonomischen Kern des Dorfes bildete das Rittergut Groß Weckow, welches Jahr 1299 als Lehen des Adelsgeschlechts von Güntersberg erstmals urkundlich erwähnt wurde. Letzter Lehnsnehmer des Gutes war Ernst von Güntersberg († 1762). Seine Witwe Amalie Sophie von Kleist (1724–1783) ließ sich das Gut allodifizieren.[3] Der Prälat am säkularisierten Domstift Cammin Carl Christian Philipp von Berg († 1842) erwarb den Besitz anschließend käuflich. Im unmittelbaren Erbgang bzw. durch Heirat gelangte Groß Weckow an Landrat Albert von Ploetz (1803–1876), der sowohl ein Gutshaus errichten ließ, als es auch mit Schinchow zu einem Familienfideikommiss vereinigte. Der Oberstleutnant Adalbert von Ploetz, zuletzt Kommandeur des 1. Garde-Ulanen-Regiments zu Potsdam, war sein zweitältester Sohn. Erbe wurde in Tradition der älteste Sohn Paul von Ploetz. Seine Nachfahren und somit seine Familie hat Groß Weckow bis 1945 besessen. Um 1939 hatte das Rittergut Klein Weckow einen Umfang von 1375 ha mit Verwalter Robert Griep als Leiter. Rittergut Groß Weckow wiederum besaß 1050 ha Fläche, mit Otto Starck als beauftragten Administrator.[4]

In der Kirche von Groß Weckow wurde 1841 Harald Blauzahns Goldscheibe gefunden. Von 1882 bis 1889 war Karl Sparr (1860–1932) Schullehrer in Groß Weckow.

Groß Weckow war der Sitz eines Amtes, dem ein ehrenamtlicher auf sechs Jahre gewählter Amtsvorsteher vorstand. Zum Amtsbezirk Groß Weckow gehörten die Gemeinden Kunow, Paulsdorf, Sager, Schinchow und Klein Weckow.

Um etwa 1928 wurden die Gutsbezirke Groß Weckow und Klein Weckow zur Landgemeinde Weckow zusammengeschlossen.[5]

Im Jahr 1945 war Groß Weckow ein Wohnplatz in der Landgemeinde Weckow im Kreis Cammin i. Pom. im Regierungsbezirk Stettin in der Provinz Pommern des Deutschen Reichs.

Infolge des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde Groß Weckow, wie ganz Hinterpommern, Teil Polens. Das Dorf erhielt den polnischen Ortsnamen Wiejkowo.

Sehenswürdigkeiten

  • Dorfkirche, bis 1945 Gotteshaus der evangelischen Gemeinde, rechteckiger turmloser Ziegelsteinbau im neugotischen Stil, errichtet von 1840 bis 1842.

Literatur

  • Hasso von Flemming-Benz: Der Kreis Cammin. Ein pommersches Heimatbuch. Holzner, Würzburg 1970 (mit beigelegter Karte des Kreisgebiets von 1936), S. 167–168.
Commons: Wiejkowo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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