Wilhelm Köhnen
preußisch-deutscher Lehrer und Archivar
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Leben
Wilhelm Köhnen wurde am 13. April 1808 in der damals zum Kreis Moers gehörenden Gemeinde Atrop geboren, die heute zum Duisburger Stadtteil Hochemmerich gehört. Der Vater war protestantischen Glaubens und im Dorf als Landwirt tätig. Zunächst absolvierte Köhnen seine Ausbildung im Progymnasium in Moers. In den Jahren 1826 und 1827 legte er sein Abitur am Alten Gymnasium Duisburg, dem heutigen Landfermann-Gymnasium ab. Daran schloss sich ein Studium an, das Köhnen nach Bonn und Berlin führte. Köhnen belegte die Fächer Naturwissenschaften, Mathematik und Alte Sprachen.
Bereits 1833 kehrte Köhnen nach Duisburg an das Gymnasium zurück. Dem Lehrkörper gehörte Köhnen bis zum 17. August 1877 an, bereits 1859 wurde er zum Professor ernannt. Im Jahr 1843 begann Köhnen sich mit den Beständen des Duisburger Stadtarchivs auseinanderzusetzen, die im Zusammenhang mit dem Umbau des Rathauses verstreut worden waren. Köhnen sorgte dafür, dass die Akten auch während des Baus zusammen blieben. Nachgewiesen sind verschiedene Veröffentlichungen, die auf der Auswertung der Archivbestände basierten. Daneben engagierte sich Köhnen auch in der Stadtpolitik. Wilhelm Köhnen starb am 26. Januar 1881 in Duisburg.[1]
Werke (Auswahl)
Wilhelm Köhnen veröffentlichte eine Vielzahl von Aufsätzen und Monographien zur Duisburger Stadtgeschichte. Daneben sind auch mathematische Abhandlungen von ihm überliefert. Erstmals legte er zwischen 1850 und 1851 die Geschichte des Duisburger Gymnasiums anhand der Quellen in den Jahresberichten der Schule dar. Im Jahr 1859 erschien eine gedruckte Rede auf die Geschichte des Gymnasiums. Köhnen gilt als der erste, der den volkssprachlichen Nachnamen Gerhard Mercators, Kremer, herausfand.
- Rede zur 300jährigen Jubelfeier des Königlichen Gymnasiums zu Duisburg am 18. Oktober 1859. Duisburg 1859.[2]
Literatur
- Günter von Roden: Das Stadtarchiv Duisburg. In: Duisburger Forschungen Bd. 1 (1957). Duisburg 1957. S. 137–160.