Winterbach (Schwaben)
Gemeinde im Landkreis Günzburg in Bayern
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Winterbach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg[2] in Bayern. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Haldenwang.[3]
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 48° 28′ N, 10° 29′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Günzburg | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Haldenwang | |
| Höhe: | 462 m ü. NHN | |
| Fläche: | 14,83 km² | |
| Einwohner: | 789 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 53 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 89368 | |
| Vorwahl: | 09075 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GZ, KRU | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 74 196 | |
| Gemeindegliederung: | 6 Gemeindeteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Hauptstraße 28 89356 Haldenwang | |
| Website: | www.winterbach.bayern | |
| Erster Bürgermeister: | Reinhard Schieferle (überparteilich) | |
| Lage der Gemeinde Winterbach im Landkreis Günzburg | ||
Geographie
Lage

Winterbach liegt in der Region Donau-Iller im nordöstlichen Teil des Landkreises Günzburg im Holzwinkel im Naturpark Augsburg-Westliche Wälder. Das Gemeindegebiet wird von Süden nach Norden von der Glött durchflossen, der von Westen her am Rande des namengebenden Hauptortes der Gemeinde der Wallerbach und beim Dorf Waldkirch der Flosserlohbach zulaufen. Die offene Gemeindeflur beidseits des Flusstals ist im Westen und vor allem im Osten von größeren Waldgebieten eingerahmt. Der mit etwa 514 m ü. NHN höchste Punkt im Gemeindegebiet liegt im Wald an dessen Südosteck, der niedrigste am Ausfluss der Glött im Norden auf etwa 411 m ü. NHN.[BA 1]
Gemeindeteile
Es gibt 6 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[4][5]
- Delkenmühle (Einöde)
- Eisingerhof (Einöde)
- Rechbergreuthen (Kirchdorf)
- Waldkirch (Kirchdorf)
- Waldkircher Mühle (Einöde)
- Winterbach (Pfarrdorf)
Geologie
Auf dem überwiegenden Teil des Gemeindegebietes steht Obere Süsswassermolasse an, die größeren Höhen darum herum sind bedeckt von älteren Deckenschottern, die bis zur Günz-Kaltzeit abgelagert wurden. Ganz am Ostrand liegt darüber noch Lössderivat aus jüngerer äolischer Sedimentation.[BA 2]
Geschichte
Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden
Winterbach wurde erstmals im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt und gehörte den Grafen Fugger-Glött als Teil der Herrschaft Glött. Mit der Rheinbundakte 1806 kam das Gebiet zum Königreich Bayern. Die drei Holzwinkeldörfer Winterbach, Waldkirch und Rechbergreuthen wurde durch das bayerische Gemeindeedikt von 1818 selbstständige Gemeinden.
Fusion
Die heutige Gemeinde Winterbach entstand am 1. Juli 1972 durch einen freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Rechbergreuthen, Waldkirch und Winterbach.[6]
Einwohnerentwicklung
- 1961: 808 Einwohner, davon 236 in Rechbergreuthen, 292 in Waldkirch und 280 in Winterbach
- 1970: 778 Einwohner, davon 198 in Rechbergreuthen, 293 in Waldkirch und 287 in Winterbach
- 1987: 653 Einwohner
- 1991: 750 Einwohner
- 1995: 780 Einwohner
- 2000: 781 Einwohner
- 2005: 807 Einwohner
- 2010: 826 Einwohner
- 2015: 759 Einwohner
Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 687 auf 734 um 47 Einwohner bzw. um 6,8 %.
Religion
In Winterbach steht die 1888 erbaute katholische Pfarrkirche St. Gordian und Epimach, in Rechbergreuthen die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus und in Waldkirch die katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Schmerzen.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat hat acht Mitglieder. Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 verteilten sich diese – unverändert wie in der Amtszeit 2014 bis 2020 – auf folgende Listen:
- Wählervereinigung Waldkirch: 3 Sitze (40,5 %)
- Wählervereinigung Winterbach: 3 Sitze (36,7 %)
- Wählervereinigung Rechbergreuthen: 2 Sitze (22,8 %)
Bürgermeister
Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Reinhard Schieferle; dieser wurde von allen drei örtlichen Wählergruppen nominiert und erreichte 97,7 % der Stimmen. Seine Vorgänger waren
- Karl Oberschmid (Wählervereinigung Waldkirch) von 2008 bis 2020.
- Josef Schieferle von Oktober 1980 bis April 2008.[7]
Wappen
| Blasonierung: „Über einer gesenkten eingeschweiften silbernen Spitze, darin silber-blaues Eisenhutfeh in drei Reihen, gespalten; vorne geteilt von Blau und Rot, belegt mit einem schräggekreuzten gestürzten silbernen Schwert und einem silbernen Bischofsstab, hinten geteilt von Silber und Rot, belegt mit einem gekrönten Löwen in verwechselten Farben.“[8] | |
Baudenkmäler
Bodendenkmäler
Im Gemeindegebiet gibt es einige Bodendenkmale. Die ältesten zwei stammen aus der Vorgeschichte und liegen auf der Nordgrenze des Gemeindegebietes: Ein Brandgräberfeld aus der Urnengräberzeit nördlich von Waldkirch und ein Grabhügel am Waldrand östlich des Eisingerhofes. Westlich von Waldkirch gab es im Flosserlohtal in der römischen Kaiserzeit eine Siedlung. Aus dem Mittelalter stammen ein großer Burgstall mit erhaltenen Wallresten östlich über Winterbach im Wald und ein kleinerer im Dorfbereich nördlich der Kirche. Weitere Bodenfunde wurden im Ortsbereich von Waldkirch und Rechbergreuthen gemacht.[BA 3]
Wirtschaft und Bildung
Wirtschaft
2022 gab es 56 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, 344 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort und 6 Arbeitslose. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es keine Betriebe. Es bestanden im Jahr 2020 16 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 588 ha.[9]
Bildung
In der Gemeinde gibt es seit 1990 im ehemaligen Schulhaus ein Kindergarten.[10]

