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Winterbach (Schwaben)

Gemeinde im Landkreis Günzburg in Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Winterbach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg[2] in Bayern. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Haldenwang.[3]

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Winterbach (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Winterbach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 28′ N, 10° 29′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Haldenwang
Höhe: 462 m ü. NHN
Fläche: 14,83 km²
Einwohner: 789 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89368
Vorwahl: 09075
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 196
Gemeindegliederung: 6 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 28
89356 Haldenwang
Website: www.winterbach.bayern
Erster Bürgermeister: Reinhard Schieferle (überparteilich)
Lage der Gemeinde Winterbach im Landkreis Günzburg
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Geographie

Lage

Blick auf Winterbach
Winterbach von Südwesten

Winterbach liegt in der Region Donau-Iller im nordöstlichen Teil des Landkreises Günzburg im Holzwinkel im Naturpark Augsburg-Westliche Wälder. Das Gemeindegebiet wird von Süden nach Norden von der Glött durchflossen, der von Westen her am Rande des namengebenden Hauptortes der Gemeinde der Wallerbach und beim Dorf Waldkirch der Flosserlohbach zulaufen. Die offene Gemeindeflur beidseits des Flusstals ist im Westen und vor allem im Osten von größeren Waldgebieten eingerahmt. Der mit etwa 514 m ü. NHN höchste Punkt im Gemeindegebiet liegt im Wald an dessen Südosteck, der niedrigste am Ausfluss der Glött im Norden auf etwa 411 m ü. NHN.[BA 1]

Gemeindeteile

Es gibt 6 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[4][5]

Geologie

Auf dem überwiegenden Teil des Gemeindegebietes steht Obere Süsswassermolasse an, die größeren Höhen darum herum sind bedeckt von älteren Deckenschottern, die bis zur Günz-Kaltzeit abgelagert wurden. Ganz am Ostrand liegt darüber noch Lössderivat aus jüngerer äolischer Sedimentation.[BA 2]

Geschichte

Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden

Winterbach wurde erstmals im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt und gehörte den Grafen Fugger-Glött als Teil der Herrschaft Glött. Mit der Rheinbundakte 1806 kam das Gebiet zum Königreich Bayern. Die drei Holzwinkeldörfer Winterbach, Waldkirch und Rechbergreuthen wurde durch das bayerische Gemeindeedikt von 1818 selbstständige Gemeinden.

Winterbach Pfarrhaus

Fusion

Die heutige Gemeinde Winterbach entstand am 1. Juli 1972 durch einen freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Rechbergreuthen, Waldkirch und Winterbach.[6]

Pfarrkirche St. Gordian und Epimach in Winterbach

Einwohnerentwicklung

  • 1961: 808 Einwohner, davon 236 in Rechbergreuthen, 292 in Waldkirch und 280 in Winterbach
  • 1970: 778 Einwohner, davon 198 in Rechbergreuthen, 293 in Waldkirch und 287 in Winterbach
  • 1987: 653 Einwohner
  • 1991: 750 Einwohner
  • 1995: 780 Einwohner
  • 2000: 781 Einwohner
  • 2005: 807 Einwohner
  • 2010: 826 Einwohner
  • 2015: 759 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 687 auf 734 um 47 Einwohner bzw. um 6,8 %.

Religion

Rechbergreuthen St. Nikolaus

In Winterbach steht die 1888 erbaute katholische Pfarrkirche St. Gordian und Epimach, in Rechbergreuthen die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus und in Waldkirch die katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Schmerzen.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat acht Mitglieder. Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 verteilten sich diese – unverändert wie in der Amtszeit 2014 bis 2020 – auf folgende Listen:

  • Wählervereinigung Waldkirch: 3 Sitze (40,5 %)
  • Wählervereinigung Winterbach: 3 Sitze (36,7 %)
  • Wählervereinigung Rechbergreuthen: 2 Sitze (22,8 %)

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Reinhard Schieferle; dieser wurde von allen drei örtlichen Wählergruppen nominiert und erreichte 97,7 % der Stimmen. Seine Vorgänger waren

  • Karl Oberschmid (Wählervereinigung Waldkirch) von 2008 bis 2020.
  • Josef Schieferle von Oktober 1980 bis April 2008.[7]

Wappen

Blasonierung: „Über einer gesenkten eingeschweiften silbernen Spitze, darin silber-blaues Eisenhutfeh in drei Reihen, gespalten; vorne geteilt von Blau und Rot, belegt mit einem schräggekreuzten gestürzten silbernen Schwert und einem silbernen Bischofsstab, hinten geteilt von Silber und Rot, belegt mit einem gekrönten Löwen in verwechselten Farben.“[8]

Baudenkmäler

Bodendenkmäler

Im Gemeindegebiet gibt es einige Bodendenkmale. Die ältesten zwei stammen aus der Vorgeschichte und liegen auf der Nordgrenze des Gemeindegebietes: Ein Brandgräberfeld aus der Urnengräberzeit nördlich von Waldkirch und ein Grabhügel am Waldrand östlich des Eisingerhofes. Westlich von Waldkirch gab es im Flosserlohtal in der römischen Kaiserzeit eine Siedlung. Aus dem Mittelalter stammen ein großer Burgstall mit erhaltenen Wallresten östlich über Winterbach im Wald und ein kleinerer im Dorfbereich nördlich der Kirche. Weitere Bodenfunde wurden im Ortsbereich von Waldkirch und Rechbergreuthen gemacht.[BA 3]

Wirtschaft und Bildung

Wirtschaft

2022 gab es 56 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, 344 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort und 6 Arbeitslose. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es keine Betriebe. Es bestanden im Jahr 2020 16 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 588 ha.[9]

Bildung

In der Gemeinde gibt es seit 1990 im ehemaligen Schulhaus ein Kindergarten.[10]

Siehe auch

Einzelnachweise

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