Neuburg an der Kammel

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Neuburg an der Kammel (amtlich Neuburg a.d.Kammel) ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Günzburg nördlich von Krumbach.

Neuburg an der Kammel von Süden
Neuburg an der Kammel von Osten
Pfarrhaus und Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Neuburg an der Kammel
Deutschlandkarte, Position des Marktes Neuburg a.d.Kammel hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 18′ N, 10° 22′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Höhe: 506 m ü. NHN
Fläche: 37,9 km²
Einwohner: 3260 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86476
Vorwahl: 08283
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 162
Marktgliederung: 9 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Bergstraße 2
86476 Neuburg a.d.Kammel
Website: www.neuburg-ka.de
Erster Bürgermeister: Markus Dopfer (CSU)
Lage des Marktes Neuburg a.d.Kammel im Landkreis Günzburg
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Geografie

Lage

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Iller an der Kammel in Bayerisch-Schwaben.

Gemeindegliederung

Es gibt die Gemarkungen Langenhaslach mit Naichen, Edelstetten mit Marbach, Neuburg a.d.Kammel und Wattenweiler.

Die Gemeinde hat 9 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Neuburg, Halbertshofen und Erisweiler liegen im Kammeltal, Marbach und Edelstetten im Tal des Haselbachs. Langenhaslach ist in dem Bereich, in dem der Haselbach in das Kammeltal übergeht und Naichen liegt an der Mündung des Haselbachs in die Kammel. Höselhurst und Wattenweiler liegen im Günztal.

Nachbargemeinden

Im Norden grenzt die Gemeinde an die Gemeinde Kammeltal, im Nordosten an den Markt Burtenbach, im Osten an den Markt Münsterhausen, im Südosten an die Stadt Thannhausen und die Gemeinde Ursberg, im Süden an die Stadt Krumbach (Schwaben), im Südwesten die Gemeinde Deisenhausen, im Westen die Gemeinde Wiesenbach und im Nordwesten an die Gemeinde Ellzee.

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Neuburg wird im Jahr 1209 erstmals urkundlich erwähnt. Die Herrschaft Neuburg an der Kammel gehörte zu der vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau. Das Lehen ging an folgende Adelsgeschlechter: Weißenhorn-Neuffen (1209–1347), Ellerbach (1348–1458), Rechberg zu Hohenrechberg (1460–1524) und Vöhlin v. Frickenhausen (1524–1816); Im Jahr 1347 wurde Neuburg das Stadtrecht verliehen, im 15. Jahrhundert ist es jedoch wieder zum Markt abgesunken. Kaiser Friedrich III. verlieh 1491 auf Bitten Ulrichs von Rechberg zu Hohenrechberg das Marktwappen. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Neuburg besaß das Marktrecht mit Eigenrechten.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden Langenhaslach (mit Naichen) und Wattenweiler (mit dem am 1. Januar 1926 eingemeindeten Höselhurst)[4] sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Edelstetten (mit Marbach) eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr184018711900193919501961197019871991
Einwohner273925422344207035212845274727572902
Jahr19911995200020052010
Einwohner29023085304331143110
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Im Jahr 2004 verteilte sich die Einwohnerzahl von 3050 Einwohnern wie folgt auf die einzelnen Gemeindeteile:[6]

Weitere Informationen Gemeindeteil, Einwohner ...
Gemeindeteil Einwohner
Neuburg1124
Langenhaslach0676
Wattenweiler0551
Edelstetten0548
Halbertshofen0082
Naichen0073
Höselhurst0062
Erisweiler0018
Marbach0016
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Religion

Wie im größten Teil von Mittelschwaben ist die Bevölkerung der Gemeinde mehrheitlich katholisch.

Bis zum Jahr 1675 gab es in Neuburg eine jüdische Gemeinde.

Politik

Der Marktgemeinderat hat 16 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl am 15. März 2020 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:

Partei/ListeSitzeStimmenanteil
CSU847,1 %
SPD/Unabhängige Wähler320,2 %
Freie Wählergemeinschaft532,7 %

Gegenüber der Amtszeit 2014 bis 2020 verlor die CSU zwei Mandate an die Freie Wählergemeinschaft; SPD/Unabhängige Wähler haben unverändert drei Sitze.

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Markus Dopfer (CSU);[7] dieser erhielt als einziger Bewerber 95,7 % der Stimmen. Seine Vorgänger waren

  • Rainer Schlögl von 2008 bis 2020 und
  • Georg Schwarz (CSU/Freie Wähler) von 2002 bis 2008.

Im Jahr 2012 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 2637 T€, davon waren 1047 T€ Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen

Wappen von Neuburg an der Kammel
Wappen von Neuburg an der Kammel
Blasonierung: „In Silber ein aus grünem Buschwerk wachsender roter Rehbock mit goldenen Stangen.“[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss und Kirche Edelstetten von Nordwesten
Lindenallee

Wirtschaft und Verkehr

Neuburg liegt wie die Ortsteile Langenhaslach und Naichen an der von Süden nach Norden im Kammeltal verlaufenden Staatsstraße St 2024. In Langenhaslach mündet die Staatsstraße 2023, die von Thannhausen über Edelstetten verläuft, in die Staatsstraße 2024. Durch Wattenweiler und Höselhurst verläuft die B 16. Außerdem hat Neuburg einen Haltepunkt an der Mittelschwabenbahn.[9]

Neuburg, Halbertshofen und Erisweiler liegen am Kammeltal-Radweg, Höselhurst und Wattenweiler am Günztalradweg.

Bildung

  • Kindergarten (Neuburg)
  • Grundschule (Neuburg)

Söhne und Töchter der Gemeinde

Lebens- und Wirkstätte des Bildhauers Christoph Rodt
Panoramabild Neuburg, von Osten aus betrachtet

Siehe auch

Einzelnachweise

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