Wittau (Gemeinde Groß-Enzersdorf)

Ortschaft im Bezirk Gänserndorf From Wikipedia, the free encyclopedia

Wittau ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Groß-Enzersdorf im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich mit 577 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Wittau (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Wittau
Wittau (Gemeinde Groß-Enzersdorf) (Österreich)
Wittau (Gemeinde Groß-Enzersdorf) (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Gänserndorf (GF), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Gänserndorf
Pol. Gemeinde Groß-Enzersdorf
Koordinaten 48° 10′ 58″ N, 16° 36′ 1″ Of1
Höhe 152 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 577 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 10,92 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03578
Katastralgemeindenummer 06228
Bild
Die Bründlkapelle am westlichen Ortseingang
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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577

Geografie

Das Dorf liegt südöstlich von Groß-Enzersdorf an der Donau Straße, von der hier die Landesstraße L3008 abzweigt. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 277 Adressen.[3]

Geschichte

Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1160 als Witowe, was mit hölzerne Au übersetzt werden kann.

Nach der Schlacht bei Dürnkrut im Jahr 1278 wurde der Ort von ungarischen Kumanen schwer bedrängt, die mit König Ladislaus ritten. Die Einwohner flüchteten damals in Erdställe, worauf spätere Münzfunde hinweisen.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 67 Häusern genannt, das nach Probstdorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Großenzersdorf besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Großenzersdorf, Rutzendorf und Sachsengang.[4]

Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1972 die damaligen Ortsgemeinden Groß-Enzersdorf, Franzensdorf, Mühlleiten, Probstdorf, Schönau an der Donau und Wittau.[2]

Seit dem Mai 2026 wird bei Wittau Erdgas gefördert, das vor einigen Jahren von der OMV bei einer Erkundungsbohrung in etwa 5.000 Metern Tiefe aufgefunden wurde.[5]

Sehenswertes

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 7. Band: Sebarn bis Zwingendorf. Mechitaristen, Wien 1835, S. 236 (WittauInternet Archive; mit einem Nachtrag zum 6. Band: Schloßhof; c) Sebarn).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 94.
Commons: Wittau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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