Wolfgang Lucius
deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
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Wolfgang Lucius (* 30. September 1925 in Löbau; † 17. März 1993 in Bad Bevensen) war ein deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.
Leben
Lucius wuchs in Dresden auf. Nach dem Reifevermerk 1943 und dem Reichsarbeitsdienst von April bis Juni 1943 in Radeberg trat er am 1. Juli 1943 in die Wehrmacht ein. Die Grundausbildung absolvierte er bis Dezember 1943 im Schützen-Regiment 3 in Eberswalde und danach bis Juni 1944 den Offizieranwärterlehrgang an der Heeresunteroffizierschule der Panzertruppen in Jena. Ab Juli 1944 war er mit dem Panzer-Grenadier-Regiment 108 im Fronteinsatz im Osten, wunde am 18. August 1944 verwundet und war anschließend bis Januar 1945 in den Lazaretten in Malente und Dresden. Von Februar bis April 1945 besuchte er die Fahnenjunkerschule III in Landshut, wurde am 1. April 1945 zum Leutnant befördert und war ab dem 10. April 1945 im Fronteinsatz in Thüringen und vom 8. Mai bis 20. Juli 1945 in Kriegsgefangenschaft.[1][2]
Nach der Kriegsgefangenschaft war Lucius bis August 1950 landwirtschaftlich und kaufmännisch tätig, begann ein Sprachstudium und war ab 1950 Offizier bei der alliierten Dienstgruppe der Streitkräfte der Vereinigten Staaten.[1][2]
Am 1. Februar 1956 trat Lucius als Oberleutnant in die Bundeswehr ein, wo er zunächst bis Juli 1956 zur besonderen Verwendung beim Truppenamt in Köln war. Währenddessen besuchte er einen Lehrgang an der Quartierschool in Fort Lee in Virginia von März bis Juli 1956. Von August 1956 bis März 1961 hatte er Verwendungen als Hörsaalleiter für Zugführer und Fähnriche, Vorschriftenbearbeiter im Spezialstab ATV, Kompaniechef der Ausbildungskompanie 417 (Nachschub) und Offizier für Planung, Ausbildung und Organisation (S 3) an der Quartiermeistertruppenschule/Schule Technische Truppe 2 in Andernach und ab 1959 in Bremen. Am 16. Oktober 1957 wurde er Hauptmann.[1][2]
Von Oktober 1961 bis September 1963 absolvierte Lucius den 4. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet und am 27. April 1963 zum Major ernannt wurde.[3] Danach war er von Oktober 1963 bis September 1965 stellvertretender Bataillonskommandeur und S 3 des Transportbataillons 932 in Achern, von Oktober 1965 bis September 1979 Bataillonskommandeur des Transportbataillons Sonderwaffen 82 in Günzburg, wo er am 18. Oktober 1966 zum Oberstleutnant ernannt wurde, und von Oktober 1970 bis März 1973 stellvertretender Kommandeur des Nachschubkommandos 2 in Ulm. Im April 1973 erfolgte die Ernennung zum Oberst.[1][2] Von 1973 bis September 1980 war er Kommandeur des Nachschubkommandos 2 in Ulm (Korpsnachschubkommandeur 2).[4.1]
Von Oktober 1980 bis 1982 war Lucius Kommandeur der Schule Technische Truppe 2 in Bremen[4.2] und ab dem 29. November 1982 Amtschef des Materialamtes der Bundeswehr in Sankt Augustin,[4.3] Mit Ablauf des September 1985 wurde er in den Ruhestand versetzt.[5]
Lucius war verheiratet und hatte zwei Töchter.[1][2] Er starb 1993.[5]
Auszeichnungen
- 1971: Army Commendation Medal[1]
- 1980: Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland[1]
- 1985: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland[6]
Siehe auch
Literatur
- Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1999 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 3, Laegeler – Quiel. Biblio-Verlag, Bissendorf 2005, ISBN 978-3-7648-2382-5, S. 128–129.
- Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 90.