Wolfgang Zöllner

deutscher Rechtswissenschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Wolfgang Zöllner (* 31. Dezember 1928 in Marktredwitz) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler. Er war unter anderem ordentlicher Professor für Bürgerliches Recht, Arbeits-, Handels- und Wirtschaftsrecht in Tübingen.[1]

Werdegang

Zöllner, wie der Mediziner Nepomuk Zöllner geboren in Marktredwitz im Fichtelgebirge, nahm 1948 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität München auf, das er 1952 mit der ersten juristischen Staatsprüfung abschloss. 1953 wurde er bei Alfred Hueck mit einer Arbeit zu Stammkapital und Geschäftsanteil bei der Umwandlung einer Aktiengesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung zum Dr. iur. promoviert. Nach der zweiten juristischen Staatsprüfung 1956 wurde Zöllner wissenschaftlicher Assistent bei Alfred Hueck, bei dem er sich 1960 habilitierte (Titel der Habilitationsschrift: Die Schranken mitgliedschaftlicher Stimmrechtsmacht bei den privatrechtlichen Personenverbänden). Von 1960 bis 1963 war er dann Privatdozent an der Universität München. 1963 folgte er einem Ruf als Ordinarius an die Universität Mainz und wechselte 1966 an die Universität zu Köln. Ab 1969 lehrte er als ordentlicher Professor für Bürgerliches Recht, Arbeits-, Handels- und Wirtschaftsrecht bis zu seiner Emeritierung 1997 an der Universität Tübingen.

Zöllner hat als Autor zahlreicher Aufsätze, Bücher und Kommentare das Recht der Aktiengesellschaft und der GmbH sowie das Arbeitsrecht in den letzten Jahrzehnten maßgeblich mitgeprägt. Er ist seit 2001 Ehrendoktor der Universität Athen. Zu seinen Schülern zählen Manfred Lieb, Hugo Seiter, Ulrich Noack und Hans Hanau.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Die Schranken mitgliedschaftlicher Stimmrechtsmacht bei den privatrechtlichen Personenverbänden. Beck, München 1963.
  • Die Rechtsnatur der Tarifnormen nach deutschem Recht. 1966.
  • Tarifvertragliche Differenzierungsklauseln. 1967.
  • als Hrsg.: Kölner Kommentar zum Aktiengesetz. 1970 ff.
  • Wertpapierrecht. 13. Auflage. Beck, München 1982; 14. Auflage ebenda 1987, ISBN 3-406-30925-9.
  • mit H. Seiter: Paritätische Mitbestimmung und Art. 9 Abs. 3 Grundgesetz. 1970.
  • Aussperrung und arbeitskampfrechtliche Parität. 1974.
  • Maßregelungsverbote. 1977.
  • Sind im Interesse einer gerechteren Verteilung der Arbeitsplätze Begründung und Beendigung der Arbeitsverhältnisse neu zu regeln? 1978.
  • Arbeitsrecht. 3. Auflage. Beck, München 1983; 7. Auflage (mit Karl-Georg Loritz und Curt Wolfgang Hergenröder) ebenda 2015, ISBN 3-406-64624-7.
  • Daten- und Informationsschutz im Arbeitsverhältnis. 2. Auflage. 1983.
  • mit G. Hueck und J. Schulze-Osterloh: Kommentar zum GmbH-Gesetz. 1985.
  • mit Lorenz Fastrich: GmbH-Gesetz. Begründet von Adolf Baumbach, fortgeführt von Alfred Hueck. 18. Auflage. Beck, München; 20. Auflage ebenda 2013, ISBN 3-406-63188-6.

Literatur

Einzelnachweise

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