Wolter Westerhues
Münsteraner Glocken- und Geschützgießer
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Wolter Westerhues (* um 1470; † 1548) war ein Münsteraner Glocken- und Geschützgießer und ein Schüler des berühmten niederländischen Glockengießermeisters Gerhard van Wou.
Leben
Ab 1499 hatte er nachweislich seinen Wohnsitz in Münster. Am 27. Februar 1534 wurden sein Sohn Antonius und er von den Wiedertäufern der Stadt verwiesen, weshalb sie bis zu ihrer Rehabilitation und Rückkehr 1535 im Erzbistum Köln tätig waren.[1]
Westerhues und seine Ehefrau Engele hatten mindestens zwei Söhne und drei Töchter. Nach Engeles Tod heiratete er erneut und starb zwischen 1542 und 1548.[1]
Werke (Auswahl)
Von seinen 120 heute bekannten Glocken sind noch circa 60 erhalten. Im Folgenden eine Auflistung einiger Beispiele mit Namen, Schlagton und Gussjahr:
Literatur
- Karl-Heinz Kirchhoff: Wolter Westerhues, ein Glockengießer in Westfalen, in: Westfälische Zeitschrift 129 (1979), S. 69–88.
- Leo Peters: "Betrifft Beschlagnahme von Kirchenglocken aus Bronze – Ein betrübliches Kapitel Glockengeschichte im Kreis Kempen im Jahre 1917", in: Heimatbuch Kreis Viersen, Band 64, 2013, S. 189–202. Im Abschnitt St. Hubert: "Sancta Anna Catharina Johannes vocor. Wolter Westerhues me fecit anno Domini 1508; etwa 500 kg, Durchmesser 94 cm, Ton g"