St. Pankratius (Rurdorf)

römisch-katholische Nebenpfarrkirche in Rurdorf, einem Stadtteil der Stadt Linnich im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen From Wikipedia, the free encyclopedia

St. Pankratius ist eine römisch-katholische Nebenpfarrkirche in Rurdorf, einem Stadtteil der Stadt Linnich im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen.

St. Pankratius in Rurdorf

Die Kirche gehört zur Pfarre St. Josef/Linich im Pastoralen Raum Linnich/Titz im Bistum Aachen.

Geschichte

Eine Kirche in Rurdorf wird das erste Mal 1533 urkundlich erwähnt. Sie wurde im 15. Jahrhundert errichtet. Diese Kirche hatte aber vermutlich schon einen Vorgängerbau. Zu dieser Zeit war Rurdorf Filiale der Pfarre Linnich. Im Jahr 1719 wurde Rurdorf eigenständige Pfarre. Jedoch um das Jahr 1801 wurde Rurdorf wieder Filiale, aber diesmal von Welz. Erst 1835 wurde Rurdorf endgültig eigenständige Pfarrgemeinde. Um das Jahr 1850 musste die alte, gotische Kirche abgerissen werden, da sie nicht mehr standsicher war. So wurde von 1850 bis 1852 eine neue Kirche als neogotische Saalkirche mit dreiseitig geschlossenem Chor im Osten und Glockenturm im Westen an anderer Stelle errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde dieses Gotteshaus sehr stark beschädigt. Alle Gewölbe stürzten ein, und der Turm wurde komplett zerstört. Im Jahr 1949 wurde die Kirche unter der Leitung des Linnicher Architekten Werner Finkeldei wiederhergestellt.[1]

Die Pfarre St. Pankratius wurde zum 1. Januar 2026 aufgehoben und mit weiteren aufgelösten Pfarreien zur Großpfarre St. Josef/Linich fusioniert. Seitdem ist St. Pankratius keine Pfarrkirche mehr, sondern eine Nebenpfarrkirche.[2]

Ausstattung

In der Kirche befindet sich eine hölzerne Kanzel, vermutlich aus der Zeit um 1850, einige Heiligenfiguren sind ebenfalls aus derselben Zeit erhalten. Der Rest der Ausstattung ist modern. Die Fenster schuf Ludwig Schaffrath in den Jahren 1966 bis 1969.[3]

Die Orgel mit der Werknummer Opus 335 wurde im Jahr 1954 durch die niederländische Orgelbaufirma Verschueren aus Heythuysen gebaut und hat folgende Disposition:

Pedal C–f1
Subbas16′
Octaafbas8′
Gedektbas8′
Prestantbas4′
Octaaf2′
Kwint223
Manual I C–g3
Bourdon16′
Prestant8′
Roerfluit8′
Octaaf4′
Fluit4′
Superoctaaf2′
Terts135
Larigot113
Manual II C–g3
Bourdon8′
Zweving8′
Prestant4′
Roerfluit4′
Nazard223
Fluit2′
Terts135
Prestant1′

Pfarrer

Folgende Priester wirkten bis zur Aufhebung der Pfarre 2026 als Pfarrer an St. Pankratius:[4]

  • 1916–1940: Wilhelm Thomae
  • 1940–1941: Josef Piepers
  • 1941–1947: Andreas Josef Dominick
  • 1947–1967: Heinrich Dentel
  • 1967–1979: P. Arnold Burgen SCJ
  • 1979–1989: P. Johannes Weindorf OSFS
  • 1989–?: P. Hans Wesseling OSFS
  • 2003–2006: Christoph Graaff
  • 2007–2008: Vakant
  • 2009–2025: Stefan Bäuerle

Einzelnachweise

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