Wulmersreuth
Ortsteil von Weißdorf
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Wulmersreuth ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weißdorf im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Wullmersreuth hat eine Fläche von 3,391 km². Sie ist in 198 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 17125,04 m² haben.[3] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Schallersgrün.[4] Die Einöde Bugeinzel zählt zum Gemeindeteil Wulmersreuth.
Wulmersreuth Gemeinde Weißdorf | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 11′ N, 11° 50′ O |
| Höhe: | 547 m ü. NHN |
| Einwohner: | 66 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95237 |
| Vorwahl: | 09251 |
Lage von Wulmersreuth in Weißdorf | |
Geografie
Das Dorf ist von Acker- und Grünland umgeben. Es entspringt dort der Lohbach, ein linker Zufluss der Sächsischen Saale. Die Bundesstraße 289 tangiert den Ort südlich und verläuft nach Münchberg (3,2 km westlich) bzw. nach Weißdorf (1,4 km östlich). Ein Wirtschaftsweg führt nach Bug (1,2 km östlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1323 als „Wilmannsreu“ urkundlich genannt, was als Rodungsgebiet eines Wolmar interpretiert wird.[6]
Zur Realgemeinde Wulmersreuth gehörte Bugeinzel (=Bug links der Saale). Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Wulmersreuth aus 13 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Grundherren waren
- das Kastenamt Münchberg: 6 Halbhöfe, 1 Viertelhof, 2 Tropfhäuser;
- das Stiftskastenamt Himmelkron: 2 Zweidrittelhöfe, 1 Halbhof;
- das vogtländische Rittergut Weißdorf: 1 Viertelhof.[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand Wulmersreuth dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Wulmersreuth dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Weißdorf und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Weißdorf zugeordnet. Von 1820 bis 1938 gehörte Wulmersreuth zur Gemeinde Markersreuth, danach wiederum zu Weißdorf.[8][9]
Baudenkmäler
- ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 10: Zweigeschossiger Wohnstallbau mit Halbwalmdach, die Rahmungen der Wohnungs- und Stalltür profiliert und geohrt, der Sturz der Wohnungstür bezeichnet „JJH 1832“ (=Johann Jakob Hofmann).[11]
- Haus Nr. 14: Zweigeschossiger Wohnstallbau mit Halbwalmdach und Eckquaderung, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts.[11]
Einwohnerentwicklung
Religion
Wulmersreuth ist bis heute nach St. Maria (Weißdorf) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.[7][21]
Literatur
- Tilmann Breuer: Landkreis Münchberg (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 13). Deutscher Kunstverlag, München 1961, DNB 450619397, S. 62.
- Johann Kaspar Bundschuh: Wüllmersreuth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 299 (Digitalisat).
- Annett Haberlah-Pohl: Münchberg. Der Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 39). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2011, ISBN 978-3-7696-6556-7.
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 776.
- Georg Paul Hönn: Wüllmersreuth. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 309 (Digitalisat).
Weblinks
- Wulmersreuth in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 1. März 2025.
- Wulmersreuth in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 1. März 2025.
- Wulmersreuth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 1. März 2025.
