Wustendorf
Ortsteil der Gemeinde Bruckberg
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Wustendorf (fränkisch: Wiastndorf[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Bruckberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Wustendorf liegt in der Gemarkung Bruckberg.[4]
Wustendorf Gemeinde Bruckberg | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 20′ N, 10° 41′ O |
| Höhe: | 361 (358–373) m ü. NHN |
| Einwohner: | 47 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91590 |
| Vorwahl: | 09802 |

Geografie
Durch das Dorf fließt der Haselbach und der Dürrnbach, der dort als linker Zufluss in den Haselbach mündet. 0,5 km südwestlich des Ortes liegen der Buchenwald und der Kindlerswald. Durch den Ort verläuft die Kreisstraße AN 10, die nach Adelmannssitz (1,1 km südöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2246 bei Neubruck führt (0,5 km nordwestlich). Über eine Gemeindeverbindungsstraße gelangt man nach Vestenberg (1 km südöstlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1233 als „Wunsendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unklar. 1416 wurde er „Wuschöndorff“ genannt, 1433 „Wuschendorff“ und 1502 „Wustendorff“.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Wustendorf neun Anwesen (2 Höfe, 5 Söldengüter, 1 Mühle, 1 Tropfhaus) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über die Anwesen hatte das Rittergut Frohnhof der Herren von Eyb.[7] Es gab zu dieser Zeit acht Untertansfamilien.[8][9] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.[10]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Wustendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Vestenberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Vestenberg zugeordnet.[11][12] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Wustendorf nach Bruckberg umgemeindet.[13][14]
Baudenkmäler
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Maria (Großhaslach) gepfarrt.[7][26] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Bonifatius (Dietenhofen) gepfarrt.[28]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Wüstendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 492 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 208.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 159.
- Georg Paul Hönn: Wüstendorf. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 388 (Digitalisat).
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Wustendorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 19. November 2021.
- Wustendorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 14. September 2019.
- Wustendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.