Wüstendorf (Lehrberg)
Ortsteil des Marktes Lehrberg
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Wüstendorf (fränkisch: Wiastndorf[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Wüstendorf liegt in der Gemarkung Brünst.[4]
Wüstendorf Markt Lehrberg | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 22′ N, 10° 34′ O |
| Höhe: | 424–435 m ü. NHN |
| Einwohner: | 29 (31. Dez. 2008)[1] |
| Postleitzahl: | 91611 |
| Vorwahl: | 09828 |
Geografie
Der Weiler liegt am Wernsbach, der mit dem Zellbach (links) zur Rippach zusammenfließt, und am Kohlbach, der dort als rechter Zufluss in den Wernsbach mündet. Im Osten grenzen die Waldgebiete Berlach und Rehlesholz an. 0,75 km nordwestlich liegen die Brandhölzer. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Gödersklingen zur Staatsstraße 2255 (1,7 km nordwestlich) bzw. nach Schmalach ebenfalls zur St 2255 (1,4 km westlich), an der Alexandermühle vorbei nach Wernsbach zur Kreisstraße AN 10 (2 km südöstlich) und nach Moratneustetten (2 km nordöstlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Würzburger Lehenbuch von 1317 als „Wustendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Aus dem Ortsnamen kann geschlossen werden, dass die Siedlung an einem unbebauten, wüsten Platz gegründet wurde (siehe dazu auch bei Wüstenbruck).[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Wüstendorf 8 Anwesen (1 Hof, 6 Güter, 1 Leerhaus). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Stiftsamt Ansbach.[7][8] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.[9]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Wüstendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brünst und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brünst zugeordnet.[10] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1978 nach Lehrberg eingemeindet.[9][11]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes (Wernsbach bei Ansbach) gepfarrt.[7] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,[21] seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.[24]
Wanderwege
Durch den Ort führen die Fernwanderwege Ansbacher Weg und Roter Tropfen.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Wüstendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 492 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 208.
- Georg Paul Hönn: Wüstendorf. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 388 (Digitalisat).
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Wüstendorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 20. November 2021.
- Wüstendorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 16. September 2019.
- Wüstendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.