Xinyi (Nantou)
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Xinyi, auch Sinyi bzw. Shinyi, (chinesisch 信義鄉, Pinyin Xìnyì Xiāng, W.-G. Mu3-tan1 Hsiang1, Pe̍h-ōe-jī Sìn-gī-hiong) ist eine Landgemeinde im Landkreis Nantou der Republik China (Taiwan).
| Xinyi 信義鄉 | ||
|---|---|---|
Lage Xinyis im Landkreis Nantou | ||
| Staat: | ||
| Landkreis: | Nantou | |
| Koordinaten: | 23° 40′ N, 121° 1′ O | |
| Fläche: | 1.422,4188 km² | |
| Einwohner: | 14.957 (August 2025[1]) | |
| Bevölkerungsdichte: | 11 Einwohner je km² | |
| Zeitzone: | UTC+8 (Chungyuan-Zeit) | |
| Telefonvorwahl: | (+886) (0)49 | |
| Postleitzahl: | 556 | |
| ISO 3166-2: | TW-NAN | |
| Gemeindeart: | Landgemeinde (鄉) | |
| Gliederung: | 14 Dörfer (村) | |
| Bürgermeister: | Quan Zhijian (全志堅) | |
| Webpräsenz: | ||
Lage
Xinyi liegt im Südosten des Landkreises Nantou in Zentraltaiwan. Mit einer Fläche von 1422,4188 km² ist es nach Xiulin (Hualien) die flächenmäßig zweitgrößte Gemeinde Taiwans. Das Gemeindegebiet liegt vollständig im Taiwanischen Zentralgebirge. Besiedelt sind vorwiegend die Flusstäler der beiden größeren Flüsse Zhuoshui und Chenyoulan (陳有蘭溪, Chényǒulán Xī) sowie ihrer Zuflüsse.
Die Nachbargemeinden sind Zhushan, Lugu und Shuili im Westen, Yuchi und Ren’ai im Norden, Wanrong und Zhuoxi (beide Landkreis Hualien) im Osten, Tauyuan (Kaohsiung) im Süden und Alishan (Landkreis Chiayi) im Südwesten. An der Grenze Xinyis zu Tauyuan und Alishan liegt der 3952 Meter hohe Hauptgipfel des Yushan, des höchsten Bergs Taiwans.
Obwohl Xinyi in den Subtropen liegt, ist das Klima bedingt durch die Hochgebirgslage ganzjährig milde und gemäßigt bis kühl. Der Nordostmonsun wird weitgehend durch die Berge abgehalten.[2]
Geschichte
Die ursprünglichen Bewohner der Gegend waren austronesische Ureinwohner Taiwans. In den letzten Jahren der Qing-Herrschaft über Taiwan (Ende des 19. Jahrhunderts) gehörte das Gebiet zum Distrikt Yunlin (heute weitgehend Zhushan). Das Bergland befand sich jedoch faktisch kaum unter der Kontrolle der chinesischen Verwaltung.
Während der japanischen Herrschaft über Taiwan (1895–1945) siedelten sich die Bunun, die zuvor hauptsächlich um den Yushan wohnten, im Gebiet von Xinyi an. Diese Umsiedlung erfolgte weitgehend auf Veranlassung der japanischen Kolonialverwaltung, die damit die Ureinwohner besser unter Kontrolle bringen wollte. Nach der Übergabe Taiwans an die Republik China wurde Xinyi zu einer Landgemeinde im 1950 neu gegründeten Landkreis Nantou. Das Verwaltungszentrum befand sich zunächst im Dorf Luona und wurde 1948 an seinen heutigen Ort, das Dorf Mingde, verlegt. Die anfänglich sechs Dörfer wurden nach und nach zu 14 Dörfern umgegliedert.[3]
Bevölkerung
Verwaltungsgliederung
Die 14 Dörfer (村, Cūn) von Xinyi sind:[6]
| Gliederung von Xinyi |
1. Tannan (潭南村)
2. Dili (地利村)
3. Shuanglong (雙龍村)
4. Dongpu (東埔村)
5. Tongfu (同富村)
6. Shenmu (神木村)
7. Wangmei (望美村)
8. Luona (羅娜村)
9. Xinxiang (新鄉村)
10. Ziqiang (自強村)
11. Aiguo (愛國村)
12. Mingde (明德村)
13. Renhe (人和村)
14. Fengqiu (豐丘村)
Die Dörfer können in zwei Gruppen eingeteilt werden: solche, die sich um das Einzugsgebiet des Zhuoshui gruppieren (Tannan, Dili, Shuanglong, Renhe und Dongpu) und jene im Einzugsgebiet des Chenyoulan (Mingde, Aiguo, Zinqiang, Fengqiu, Xinxiang, Wangmei, Luona, Tongfu, Shenmu).
Verkehr
Die Provinzstraße 21 im Westen verläuft im Wesentlichen im Flusstal des Chenyoulan von Nord nach Süd und führt in den Yushan-Nationalpark. Dieser wird sehr kurvenreich durchquert. Kurz vor Erreichen der Südgrenze Xinyis biegt die Straße nach Westen ab und geht in die Provinzstraße 18 über, die ins westliche Alishan-Gebirge führt.[2]
Wirtschaft
Die Wirtschaft beruht im Wesentlichen auf Landwirtschaft und Tourismus. Xinyi ist das größte Anbaugebiet für Pflaumen in Taiwan, mit einer Produktion von mehr als 20.000 t jährlich auf mehr als 800 Hektar.[7] Aus den Pflaumen werden die verschiedensten Produkte hergestellt.[8] Die Pflaumenblüte ab Januar zieht regelmäßig Touristen an.[9]
Sehenswürdigkeiten und Tourismus
Hauptattraktion in Xinyi ist die Natur. Die Gemeinde umfasst den Nordteil des Yushan-Nationalparks (24,065 km², entsprechend 23 Prozent des Parks bzw. 17 Prozent des Gemeindegebiets).[10]
Der Naturtourismus lässt sich mit dem Erleben der einheimischen Bunun-Kultur verbinden. Einigermaßen touristisch erschlossen sind die Dörfer Tannan,[11] Shuanlong[12] und Dili.[13]
Im Dorf Dongpu gibt es mehrere heiße Quellen, in denen gebadet werden kann.[14][15]
Auf dem Berg Lulinshan befindet sich in 2862 Metern Höhe das 1999 eröffnete Lulin-Observatorium, das von der Zentralen Nationaluniversität betrieben wird (
).
- Dorf Dongpu
- Zusammenfluss des Chenyoulan- und des Shibachong-Flusses
- Nebel über dem Dongpu-Bergmassiv
