Yumemai-Brücke
Straßenbrücke im Hafen von Osaka, Japan
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Die Yumemai-Brücke (japanisch 夢舞大橋, yumemai ōhashi) ist eine schwimmende Straßenbrücke zwischen den beiden künstlich angelegten Inseln Yumeshima (夢洲) und Maishima (舞洲) im Hafen von Osaka, Japan, die notfalls zur Seite geschwenkt werden kann.
| Yumemai-Brücke 夢舞大橋 | ||
|---|---|---|
夢舞大橋 | ||
| Querung von | Hafen von Osaka | |
| Ort | Osaka | |
| Konstruktion | bewegliche Schwimmbrücke | |
| Gesamtlänge | 876 m | |
| Breite | 33,8 m | |
| Baubeginn | 1996 | |
| Fertigstellung | 2001 | |
| Lage | ||
| Koordinaten | 34° 39′ 32″ N, 135° 23′ 58″ O | |
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Vorgeschichte
Zwischen der Insel Yumeshima und der benachbarten Insel Sakishima (咲洲) im Südosten liegt der Haupt-Schifffahrtskanal zu den Hafeneinrichtungen. Bei der Planung der Verbindung zwischen den Inseln Yumeshima und Maishima wurde gefordert, dass der Kanal zwischen ihnen für Seeschiffe befahrbar bleiben müsse, sollte der Hauptkanal aus welchen Gründen auch immer nicht mehr passierbar sein. Die Prüfung sämtlicher Möglichkeiten (hohe Brücke, Tunnel, Hubbrücke, Drehbrücke) ergab, dass eine Schwimmbrücke, die im Ernstfall zur Seite geschoben werden könnte, die kostengünstigste Lösung wäre.[1]
Beschreibung
Die insgesamt 876 m lange und 33,8 m breite stählerne Straßenbrücke hat drei Fahrbahnen in jeder Fahrtrichtung und beidseitig einen breiten Gehweg. Die geschlossene Brücke hat eine Durchfahrtshöhe von 24 m.[2.1]
Sie besteht aus einer 410 m langen, beweglichen Schwimmbrücke über dem Schifffahrtskanal, an die sich an beiden Seiten 70 m lange Übergangsbrücken zum Ausgleich der durch den Tidenhub von maximal 5 m[2.2] und die wechselnden Verkehrslasten verursachten Höhenunterschiede anschließen. Weitere, je 163 m lange Rampenbrücken stellen die Verbindung zwischen dem Straßenniveau und der hohen Brückenfahrbahn her.
Die Schwimmbrücke wird von zwei großen, stählernen Schwimmkörpern getragen, zwischen denen die Schifffahrt eine 135 m breite Durchfahrt hat.
Sollte die Durchfahrt durch den Hauptkanal gestört werden, kann die Schwimmbrücke von Schleppern zur Seite geschoben werden und damit die Durchfahrt auch für hohe Seeschiffe ermöglicht und die Durchfahrtsbreite auf rund 360 m vergrößert werden. In regelmäßigen nächtlichen Übungen wird das einwandfreie Öffnen und Schließen der Brücke überprüft.[3]
Technische Einzelheiten
Die Schwimmbrücke ist eine modifizierte Stabbogenbrücke. Sie hat auf jeder Seite je zwei im Scheitel miteinander verschmelzende Bögen und eine abgehängte Fahrbahn etwa in halber Höhe des unteren Bogens. Der untere Bogen hat eine Stützweite von 280 m. Er ist über die beiden aufsteigenden Bogenteile an seinen Enden mit dem als Zugband ausgebildeten Hohlkasten des Fahrbahnträgers verbunden. Der obere Bogen ist mit dem Fahrbahnträger nahe seiner beiden Enden verbunden. Die Konstruktion bildet eine in sich verankerte Bogenbrücke. Sie wird durch einen Windverband zwischen den oberen Bögen stabilisiert.
Sie ruht auf zwei großen, stählernen Schwimmkörpern mit Abmessungen von 58 m × 58 m × 8 m. Sie haben eine doppelwandige Außenhülle und im Inneren zahlreiche Querwände. Drei senkrechte Stützen unter den Bögen verteilen die Last.
Die Schwimmbrücke wiegt zusammen mit ihren beiden Schwimmkörpern 23.500 Tonnen.[2.3]
An den beiden Enden der Schwimmbrücke befinden sich aufwendige Konstruktionen zum Anschluss an die Übergangsbrücken. Neben ihren Enden befinden sich gesonderte Wände (retaining walls), die die korrekte seitliche Position der Schwimmbrücke sicherstellen. Ihre auf der Innenseite mit Gummi beschichteten Oberteile halten den mit großen Fendern bestückten Fahrbahnträger auf Position.
Beim Öffnen der Brücke werden die Oberteile weggeklappt. Gleichzeitig werden die Übergangsbrücken durch die auf gesonderten Dalben angebrachten Hydraulikhebern angehoben, um deren Verbindung zur Schwimmbrücke zu lösen. Am nordöstlichen Ende des Fahrbahnträgers befindet sich ein Scharnier, dessen Achse normalerweise hochgezogen ist. Zum Öffnen der Brücke wird die Achse abgesenkt, so dass sich die Brücke um das Scharnier zur Kaimauer der Insel Maishima schwenken lässt.
Geschichte
Die Bauarbeiten begannen 1996 im Zusammenhang mit der Bewerbung Osakas um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2008, die dann aber nach Peking vergeben wurden. Die Schwimmbrücke wurde in einem 10 km entfernten Dock gefertigt[2.3] und am 9. Juli 2000 von 8 Schleppern an ihren Platz gezogen.[2.4] Sie wurde im März 2001 eröffnet.[4]
Die Insel Yumeshima diente als Hauptveranstaltungsort der Weltausstellung Osaka 2025.
Literatur
- Tadaaki Maruyama, Yukio Kawamura: Construction of a Floating Swing Bridge – Yumemai Bridge auf bridgeworld.net
- E. Watanabe, S. Ueda, T. Maruyama, Y. Kawamura, H. Tanaka, S. Takeda: An Osaka floating swing arch bridge towed to the site from dockyard. In: Jon Krokeborg (Hrsg.): Strait Crossings 2001. A.A. Balkema, Lisse/Abindon/Exton (PA)/Tokio 2001, ISBN 90-265-1845-5, S. 293–299 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- E. Watanabe, S. Ueda, T. Maruyama, S. Takeda: Konstruktion der Yumemai-Brücke – schwimmende Bogenbrücke in Osaka. In: Stahlbau, Mai 2003, S. 323–330

