Yvonne Aaron

französische Komponistin und Pianistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Yvonne Madeleine Aaron (* 28. Juni 1897 in Paris; † 28. März 1987 ebenda) war eine französische Komponistin und Pianistin. Sie komponierte auch unter dem Pseudonym Yve oder Yves Nohar.[1] Bis zum Tod ihrer Schwester Marcelle Aaron veröffentlichten sie Werke gemeinsam unter M et Y Aaron.[2]

Leben

Yvonne Madeleine Aarons Vater war Ismael Aaron (* 22. August 1864; † 1919), ihre Mutter Jeanne Goetschel (* 1871; † 25. Februar 1919).[3] Beide heirateten am 24. August 1893 in Saint-Die-des-Vosges. Marcelle Aaron war Yvonnes Schwester.[4] Yvonne wurde am 17. Dezember 1917 am Musikkonservatorium in Paris zugelassen. 1919 erhielt sie beim Harmoniewettbewerb des Pariser Conservatoire einen premier accessit, eine offizielle Auszeichnung für eine sehr gute Leistung unmittelbar unterhalb der eigentlichen Preise.[5] Den Vorsitz der Jury hatte Gabriel Fauré.[5][6] 1920 und 1921 blieben ihre Arbeiten in Harmonielehre ohne Auszeichnung.[7] In den 20er Jahren begann sie mit ihrer Schwester gemeinsam Kompositionen zu veröffentlichen, zunächst Werke für Gesang mit Klavier- oder Orgelbegleitung. In den 1930er Jahren komponierten die beiden auch Werke für Orchester, die bei den Pariser Konzertreihen Concerts Lamoureux und Concerts Pasdeloup aufgeführt und auch im Rundfunk übertragen wurden. So am 2. April 1932 die Orchesterfassung von Écoute Israël [Höre Israel] mit der Sängerin Wilhelmine Coudray unter der Leitung von Rhené-Baton.[8]

Werke (Auswahl)

Zu Lebzeiten ihrer Schwester Marcelle Aaron veröffentlichten sie Werke gemeinsam unter M et Y Aaron. Unter dem Pseudonym Yve Nohar veröffentlichte sie eigene Kompositionen.

  • Cancans d'village. Text: Robert Duquercy. Incipit: J'vas vous dir. [Ich werde Dir sagen]. Publiziert bei Menant-Quéro. 1948[9]
  • C'est l'âme de Paris [Die Seele von Paris]. Valse. Text: André Joubert. Incipit: Quand le ciel est beau [Wenn der Himmel schön ist]. 1949[10]
  • Collection de rêves morts für Klavier, Violine, Flöte, Horn und Schlagzeug[11]
  • Lettre de l'absent [Brief des Abwesenden]. Tango für Gesang und Klavier. Text: André Joubert. Incipit: Je vous écris, mignonne [Ich schreibe Euch, Liebling]. Publiziert bei Salabert. 1949[12][13]
  • L'Horloge de mon enfance [Die Uhr meiner Kindheit]. Text: André Joubert. Incipit: Dans la salle commune [Im Gemeinschaftsraum]. Publiziert bei Salabert. 1949[14][13]
  • Sur une vieille lettre d'amour [Auf einem alten Liebesbrief]. Melodie für Gesang und Klavier. Text: Fanély Revoil. Incipit: La main qui l'a tracée [Die Hand. die geschrieben hat]. Publiziert bei M. Eschig in Paris. 1951
  • La Place de l'Opéra. Valse. Publiziert 1953 bei Chappell in Paris.[15]
  • Java Paysanne [Bauersfrau aus Java]. Text: André Joubert
  • Prélude et Elégie, 1928[16]
  • Priere sans paroles[17]
  • Quintett für Klavier, Violine, Flöte, Horn und Schlagzeug[18]
  • Ronde francese[19]
  • Tableaux d'Autrefois.[Bilder der Vergangenheit]. für Klavier und Gesang. Text: André Joubert. Edition Enoch&Cie. Editionsnumer 9437
  • Trois Rustiques Symphoniques[20][21]
  • Visages de Paris, kurze Sinfonie in drei Teilen, nach dem Buch von André Warnod, 1948 I Moyen Âge, Paris au matin (Mittelalter, Paris am Morgen) II Estampes XVIIIe siècle (Stiche des 18. Jahrhunderts) III Jeux d'eau et de lumière, place de la Concorde (Wasserspiele und Lichteffekte, Place de la Concorde)[22][23]

Einzelnachweise

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