Zaloška cesta

Straße in Ljubljana, Slowenien From Wikipedia, the free encyclopedia

Zaloška cesta (deutsch: Sallocher Straße) ist der Name einer Straße in den drei Stadtbezirken Center, Moste und Polje von Ljubljana der Hauptstadt Sloweniens. Benannt ist sie nach ihrem Zielort Zalog (deutsch Salloch), eingemeindet nach Ljubljana im Jahr 1982. Es handelt sich um eine der längsten Straßen von Ljubljana.[1]

Schnelle Fakten Sallocher Straße, Basisdaten ...
Zaloška cesta
Sallocher Straße
Wappen
Straße in Ljubljana
Historisches Klinikgebäude Zaloška cesta Nr. 2, 2025
Basisdaten
Ort  Ljubljana
Ortsteil  Center (Ljubljana)
Angelegt  vor 1860
Neugestaltet  1974
Hist. Namen 
Name erhalten 
Anschluss­straßen  Trubarjeva cesta und Roška cesta, Cesta v Kresnice
Querstraßen 
Plätze 
Nummern­system 
Bauwerke 
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge 8328 m
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Vorlage:Infobox Straße/Alternativnamen
Stadtplan von 1860: Sallocher Straße
Stadtplan von 1860: Sallocher Hauptstraße
Stadtplan von 1902: Zaloška_cesta mit eingezeichneter Straßenbahnstrecke
Gebäude des Landesspitals (Deželna bolnica), 1927
Tram am Garnisonsspital, 1903
Laibacher Taubstummenanstalt, vor 1914

Lage

Die Straße beginnt östlich der Altstadt von Ljubljana am Kroatischen Platz im Stadtbezirk Center. Sie durchquert in östlicher Richtung den Bezirk Moste. Anschließend verläuft sie in nordöstlicher Richtung durch den Bezirk Polje. Die Straße endet nordöstlich der Eisenbahnstation Ljubljana-Zalog an der Ljubljanica durch Übergang in die Cesta v Kresnice.

Geschichte

Namen

Die Bezeichnung Sallocher Straße ist ein alter Laibacher Straßenname. Im Stadtplan von 1860 beginnt die Straße, wie heute, östlich der St. Peter-Kirche. Eine zweite, ähnliche Bezeichnung existierte zusätzlich bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts: in deutschsprachigen Karten und Texten findet man bis etwa 1867 den Namen „Sallocher Hauptstraße“ für die Straße, die vom damaligen Marienplatz (heute Prešernov trg) nach Osten zur St. Peter-Kirche führte (ab 1876 Sv. Petra cesta, heute Trubarjeva cesta). Außerdem wurden folgende Straßen nahe der Peterstraße als Sallocher Hauptstraße bezeichnet, welche 1876 umbenannt wurden: Bahnstraße (Kolodvorske ulice), Bildgasse (Znamenjske ulice), Feldgasse (Poljske ulice), Gerbersteig (Strójarska steza), Petersdamm (Sv. Petra nasip), Peterstraße (Sv. Petra cesta), Quergasse (Prečne ulice), Ufersteig. Der heutige Namen Zaloška cesta existierte im Straßenverzeichnis von 1867 nicht. Vielmehr wurde anstelle der deutschen Bezeichnung Sallocher Hauptstraße der slowenische Name Šentpetersko predmestje (St. Petersvorstadt) verwandt.[2][3]

Gesundheitseinrichtungen

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden an der Sallocher Straße östlich der St. Peter-Kirche mehrere Einrichtungen zur Krankenversorgung eingerichtet.

Landesspital

1895 wurden die Neubauten des Landesspitals Laibach eröffnet, aus dem sich später das Universitätsklinikum entwickeln sollte.[4]

Militärkrankenhaus

Zwischen 1896 und 1899 wurde zwischen der Zaloška-Straße und der Eisenbahnstrecke nach Novo mesto westlich der heutigen Eisenbahnbrücke Ljubljana-Moste, das Militärkrankenhaus Nr. 8 (K. u. k. Garnisons-Spital Nr. 8) errichtet, das insgesamt zehn Gebäude umfasste. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie übernahm die Armee des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen) die Kasernen der Laibacher Garnison, darunter auch die Gebäude des Militärkrankenhauses. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden diese bis zum Abzug aus Slowenien von der JNA (Jugoslawische Volksarmee) unter dem Namen Militärkrankenhaus Moste (Vojna bolnica Moste) genutzt. Zusammen mit dem Militärkrankenhaus Mladika bildete es die zentrale militärmedizinische Einrichtung in Ljubljana. Nach der Unabhängigkeit Sloweniens wurden die Gebäude des Militärkrankenhauses Teil des Universitätsklinikums Ljubljana, unter anderem für die Universitäts-Augenklinik.[5][6]

Taubstummenanstalt

Im Jahr 1900 wurde die Laibacher Taubstummenanstalt an der Zaloška-Straße als einzige Einrichtung ihrer Art in Slowenien unter dem offiziellen Namen Krainer Gründungsanstalt für Taubstumme (Kranjski ustanovni zavod za gluhoneme) eröffnet.[7] Sie war ursprünglich für 50 bis 60 Kinder ausgelegt und wurde 1905 in einer staatliche Anstalt umgewandelt. Diese Zahl stieg sukzessive an und erreichte im Schuljahr 1939/40 bereits 136 Kinder. Die Anstalt musste jährlich mehr als die Hälfte der angemeldeten Kinder abweisen.[8]

Verkehr

1901 wurde die elektrische Straßenbahn in Laibach mit zwei Linien eröffnet. Die Linie sub 1 führte aus der Altstadt zum Ambrož-Platz und von dort über die St. Peters-Brücke und durch die Sallocher Straße bis zum Garnisonsspital.

Bauwerke und Einrichtungen

Die wichtigsten Bauwerke und Einrichtungen entlang der Straße sind:

Commons: Zaloška cesta – Sammlung von Bildern und Videos

Siehe auch

Einzelnachweise

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