Zitrullinämie Typ II
Krankheit
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Die Zitrullinämie Typ II ist eine seltenere, häufiger in Japan vorkommende Form der Zitrullinämie, einer seltenen angeborene Stoffwechselerkrankung mit Mangel an Argininosuccinat-Synthase, einem Enzym aus dem Harnstoffzyklus. Hauptmerkmal ist die Hyperammonämie, der Verlauf ist weniger ausgeprägt.[1]
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| E72.2 | Störungen des Harnstoffzyklus – Zitrullinämie |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Synonyme sind: Zitrullinämie, adulte, Typ 2; CTLN2; Citrin-Mangel, adulter
Die meisten Berichte sind auf Japanisch und stammen aus den 1970er Jahren.[2][3]
Verbreitung
Ursache
Der Erkrankung liegen Mutationen im SLC25A13-Gen auf Chromosom 7 Genort q21.3 zugrunde.[5]
Klinische Erscheinungen
Klinische Kriterien sind:[1]
- Krankheitsbeginn im Erwachsenenalter
- Episoden von Hyperammonämie mit Unruhezuständen, neuropsychiatrischen Auffälligkeiten, Gedächtnisverlust bis zum Koma
Es gibt auch eine neonatale Form mit Gedeihstörung, Minderwuchs, Leberfunktionsstörungen, intrahepatischer Cholestase, Hepatomegalie, Gerinnungsstörung, hämolytischer Anämie und Hypoglykämie.[6]
Diagnose
Die Diagnose ergibt sich aus der Blutuntersuchung und kann durch den Mutationsnachweis gesichert werden.
Therapie
Als Behandlung kommt eine Lebertransplantation infrage.[7]
Literatur
- J. J. Choi, H. S. Kim, K. C. Lee, Y. Shin, Y. Y. Jo: Anesthetic experience of an adult male with citrullinemia type II: a case report. In: BMC anesthesiology. Band 16, Nummer 1, 10 2016, S. 92, doi:10.1186/s12871-016-0253-7, PMID 27724842, PMC 5057249 (freier Volltext).
- G. Fiermonte, D. Soon, A. Chaudhuri, E. Paradies, P. J. Lee, S. Krywawych, F. Palmieri, R. H. Lachmann: An adult with type 2 citrullinemia presenting in Europe. In: The New England Journal of Medicine. Band 358, Nummer 13, März 2008, S. 1408–1409, doi:10.1056/NEJMc0707353, PMID 18367750.