Zoltán Glass

ungarisch-britischer Fotograf From Wikipedia, the free encyclopedia

Werdegang

Glass wuchs in Ungarn auf und emigrierte 1925 nach Berlin, um eine Tätigkeit als Bildredakteur beim Berliner Tageblatt wahrzunehmen. Er war Autofan und spezialisierte sich auf Motorsportfotografie. Er fotografierte vor allem auf der AVUS und dem Nürburgring. 1930 gründete Glass Reclaphot, eine auf Werbung spezialisierte Fotoagentur, sowie Autophot, ein Unternehmen, das sich ausschließlich der Automobilfotografie widmete. In den 1930er Jahren war Glass Hausfotograf des von Alfred Neubauer gemanagten Mercedes-Benz-Grand-Prix-Teams, sodass viele Fotografien der Silberpfeile von ihm stammen. Er war auch verantwortlich für Bilder von Mercedes-Pkw, die für Werbung verwendet wurden.[1]

Unmittelbar nach der Internationalen Automobil-Ausstellung 1936, bei der noch einige Fotografien von Glass ausgestellt wurden, emigrierte Glass nach London. Er war als Jude im nationalsozialistischen Deutschland immenser Verfolgung ausgesetzt gewesen. Während des Zweiten Weltkriegs galt er als Enemy Alien und durfte seinen Beruf als Fotograf nicht ausüben. 1948 erhielt er die britische Staatsbürgerschaft. In den 50er Jahren wurde Glass zu einem der gefragtesten Modefotografen in England, widmete sich aber auch der Akt- und Pin-up-Fotografie. Er erhielt in London den Spitznamen „Picasso der Kamera“.[1]

1964 trat Glass in den Ruhestand und zog mit seiner Lebensgefährtin nach Roquebrune-Cap-Martin an der Côte d’Azur, wo er 1981 starb. Sein Nachlass wurde dem National Science and Media Museum in Bradford übergeben. Sein Bruder Stephen († 1990) war ebenfalls ein bekannter Fotograf.[1]

Werke (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

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