Île Leprédour

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Île Leprédour ist eine Insel in der Baie de Saint-Vincent im Südwesten des französischen Überseegebiets Neukaledonien. Sie liegt im ältesten Meeresschutzgebiet Frankreichs und ist das älteste terrestrische Naturreservat Neukaledoniens.[1] Die Insel ist nach dem französischen Admiral Fortuné Joseph Hyacinthe Le Prédour (1793–1866) benannt.[2] Ihr Zutritt ist verboten.

Schnelle Fakten
Île Leprédour
Gewässer Korallenmeer
Inselgruppe Neukaledonien
Geographische Lage 21° 58′ S, 166° 0′ O
Île Leprédour (Neukaledonien)
Île Leprédour (Neukaledonien)
Länge 4,8 kmdep1
Breite 2 kmdep1
Fläche 5,8 km²dep1
Höchste Erhebung 222 m
Einwohner unbewohnt
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Fauna und Flora

Die Insel wird von Wildkaninchen und Mähnenhirschen bevölkert. Wildkaninchen wurden hier bereits 1870 für die Jagd ausgesetzt und haben sich lange Zeit unkontrolliert vermehrt. Ihr Höhlenbau hat zu schweren Erosionen und ihre Nahrungssuche zu starken Veränderungen der Inselflora geführt. Zusammen mit den Mähnenhirschen haben sie den ursprünglichen Trockenwald zum großen Teil zerstört sowie die auf der Île Leprédour endemische Klebsamengewächseart Pittosporum tanianum fast komplett ausgerottet. Eine 2001 auf der Insel entdeckte letzte Pflanze der Art wurde umgesiedelt.[3]

Seit 2011 gibt es ein staatliches Programm zur Ausrottung der Kaninchen-, Hirsch- und Rattenbestände auf der Insel, bei dem sowohl Fallen als auch Schusswaffen eingesetzt werden dürfen.[4][5] Bis 2023 wurden dort rund 20.000 Kaninchen entnommen.[6] Zu den weiteren Tierarten gehören Geckos wie der Leprédour-Braungecko (Bavayia lepredourensis), verschiedene Skinke wie Caledoniscincus atropunctatus und Fledertiere. Neben einem 180 ha umfassenden Mangrovenwald und einem 30 ha großen Trockenwald sind auf der Insel die endemische Myrtengewächseart Eugenia lepredourii, die Sapotengewächseart Pycnandra sclerophylla, die Lippenblütlerart Oxera grandiflora, die Ebenholzgewächseart Diospyros pustulata und die Kletterlianenart Oxera balansae vertreten.[7] 2014 wurde ein Pilotprojekt zur Wiederaufforstung mit Graueichen (Quercus grisea), Sandelholzbaum und Mimusops gestartet. Dafür wurden 13 km Feldwege angelegt.[8]

Einzelnachweise

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