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Żeleźnik

Ort in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Żeleźnik (deutsch: Eisenberg) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Strzelin im Powiat Strzeliński der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Es liegt am Kernbach (Krynka), einem rechten Nebenfluss der Ohle.

Schnelle Fakten Żeleźnik Eisenberg, Basisdaten ...
Żeleźnik
Eisenberg
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ŻeleźnikEisenberg (Polen)
Żeleźnik
Eisenberg (Polen)
Żeleźnik
Eisenberg
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Strzeliński
Gmina: Strzelin
Geographische Lage: 50° 45′ N, 17° 11′ O
Einwohner: 161
Postleitzahl: 57-100
Telefonvorwahl: (+48) 71
Kfz-Kennzeichen: DST
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 378 Biedrzychów–Grodków
Nächster int. Flughafen: Breslau
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Geographie

Nachbarorte sind Karszówek (Karisch) im Norden, Łojowice (Louisdorf) und Jegłowa (Riegersdorf) im Südwesten und Strąkowa (Kunzendorf) im Südosten.

Geschichte

„Ysenborg“ bzw. „Eysenbergk“ wurde erstmals 1363 urkundlich erwähnt, als Christian Eicke Herr auf Eisenberg war. Für das Jahr 1377 ist die Pfarrkirche mit dem Patrozinium der hl. Anna belegt. Spätere Besitzer waren 1556 Leonhard von Bischofsheim, 1590 Leonhard Friedrich von Bischofsheim, Nickel von Gersdorf († 1604), Nickel von Posadowsky, Adam von Gregersdorf († 1623), Sigismund Gregersdorf († 1623), Melchor von Dhyrn, Melchor Graf von Dhyrn († 1666), Franz Heinrich Freiherr von Hohenhausen († 1686), bis 1698 dessen Söhne August, Heinrich und Franz Leopold von Hohenhausen, Helena Gräfin von Dhyrn geborene von Hohenhaus, Melchior Silvius Graf von Dhyrn, dessen Sohn Sylvius Friedrich von Dhyrn, bis 1746 Johann Ludwig Graf von Wassenberg und dessen Frau geborene Hochberg, bis 1753 Johann Heinrich Fischer, Johann Gottlob Nimptsch und Johann Gottfried Nimptsch († 1776) und dessen Erben.[1]

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel Eisenberg 1741/42 mit fast ganz Schlesien an Preußen. Die alten Verwaltungsstrukturen wurden aufgelöst und Eisenberg in den Kreis Strehlen eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. Im Zuge der Stein-Hardenbergischen Reformen gehörte es seit 1815 zum Regierungsbezirk Breslau der Provinz Schlesien. 1783 wurden ein herrschaftliches Vorwerk mit Wohngebäude, eine evangelische Kirche, die vormals als Grabkapelle diente, 32 Feuerstellen und 225 Einwohner. 1845 gehörte das Gut einem Baron von Koppy und bestand aus 58 Häusern, einem herrschaftlichen Schloss, einem herrschaftlichen Vorwerk, 354 überwiegend evangelischen Einwohnern (47 katholisch), einer evangelischen Pfarrkirche, einer evangelischen Schule, zwei Wassermühlen, einer Brau- und einer Brennerei und zwölf Handwerkern.[2]

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Eisenberg mit dem größten Teil Schlesiens 1945 an Polen. Nachfolgend wurde es durch die polnische Administration in Żeleźnik umbenannt. Die deutschen Einwohner wurden, soweit sie nicht vorher geflohen waren, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.

Sehenswürdigkeiten

Schloss Eisenberg
  • Das Schloss Eisenberg (polnisch Pałac w Żeleźniku) entstand vermutlich um 1720 und wurde anstelle eines Hofs im Stil der Renaissance erbaut. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es renoviert. Nach 1945 diente das unbeschädigte Schloss als Kinderheim, später als Wohnsitz der Landwirtschaftlichen Genossenschaft PGR. Umgeben ist das Schloss von einem verwilderten Landschaftspark.[3]
  • Die römisch-katholische Filialkirche mit dem Patrozinium Unsere Liebe Frau (Kościół Matki Bożej Szkaplerznej) wurde erstmals 1377 erwähnt. Seit der Reformation bis 1676 und von 1709 bis 1945 war sie evangelische Pfarrkirche. Im 18. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie umgebaut. Im Kanzelaltar werden eine Kreuzigung aus Stein und auf der Predella das Letzte Abendmahl dargestellt. Der Taufstein wurde um 1580 geschaffen. An der südlichen Innenwand befindet sich ein frühgotisches Steinportal. Das Dach ist mit einem hölzernenGiebelreiter mit Schweifhaube und Laterne verziert. Die Epitaphe an der Außenwand sind aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Seit 1819 war die Kirche mit der Dreifaltigkeitskirche in Riegersdorf verbunden, wo der Pastor wohnte. Eingepfarrt waren Eisenberg (mit Widum) und Karisch. Katholisch gehörte der Ort vormals zu Siebenhufen.[4]
  • Heldendenkmal der Roten Armee
  • Obelisk mit Statue der hl. Donata

Literatur

Commons: Żeleźnik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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