541. Grenadier-Division
deutsche Infanteriedivision im Zweiten Weltkrieg
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Die 541. Grenadier-Division war eine deutsche Infanteriedivision im Zweiten Weltkrieg.
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541. Grenadier-Division | |
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Truppenkennzeichen | |
| Aktiv | 7. Juli 1944 bis März/April 1945 |
| Staat | |
| Streitkräfte | Wehrmacht |
| Teilstreitkraft | Heer |
| Truppengattung | Grenadiere |
| Typ | Division |
| Aufstellungsort | Truppenübungsplatz Groß Born |
| Zweiter Weltkrieg | Kesselschlacht von Heiligenbeil |
541. Grenadier-Division
Die 541. Grenadier-Division wurde am 7. Juli 1944 auf dem Truppenübungsplatz Groß Born in Pommern durch den Wehrkreis III im Zuge der 29. Aufstellungswelle als sogenannte Sperr-Division aufgestellt. Hierzu wurden die Kampf-Marsch-Bataillone 1043 bis 1048 und die III. und IV. Abteilung des Artillerie-Regiments Groß-Born (Wehrkreis II) herangezogen. In der Folge wurde die Sperr-Division als Grenadier-Division ausgebildet.
Später kamen die I. und II. Abteilung des Artillerie-Lehr-Regiments 1, welche am 11. Juli 1944 erneut aufgestellt worden waren, zur Division, wobei später die III. Abteilung des Artillerie-Regiments durch die III. Abteilung des Artillerie-Regiments 176 ersetzt wurde.
Damit bestand die Division aus folgenden Einheiten:
- Grenadier-Regiment 1073 mit zwei Bataillonen
- Grenadier-Regiment 1074 mit zwei Bataillonen
- Grenadier-Regiment 1075 mit zwei Bataillonen
- Artillerie-Regiment 1541 mit vier Batterien
- Divisions-Einheiten 1541 (aber mit einer Divisions-Füsilier-Kompanie 541)
Die 541. Grenadier-Division war im August und September 1944 in der Heeresgruppe Mitte bei der 2. Armee und kämpfte im Gebiet Bug und Narew. Dabei war die Division in die Operation Bagration und der Lublin-Brester Operation involviert.
541. Volksgrenadier-Division
Am 9. Oktober 1944 wurde die 541. Grenadier-Division in 541. Volksgrenadier-Division umbenannt. Sie erhielt dabei den Stand einer Division der 32. Aufstellungswelle. Hierzu erhielt sie ein Füsilier-, Feldersatz- und Pionier-Bataillon, sowie ein Panzerjäger- und Nachrichten-Abteilung. Die Unterstellung blieb bis Ende 1944 in der Heeresgruppe Mitte bei der 2. Armee im Gebiet Narew, um Rozan. Am 16. Dezember 1944 wurde das Grenadier-Regiment 1073 aufgelöst und durch das Sicherungs-Regiment 931 ersetzt. Ebenso wurde das II. des Grenadier-Regiments 1074 durch das I. des Sicherungs-Regiments 122 ersetzt.
Im Januar 1945 wechselte die Division in der Heeresgruppe Mitte zur 4. Armee und kam um Osowiec zum Einsatz. Am 22. Januar 1945 musste infolge der Schlacht um Ostpreußen Osowiec geräumt werden. Als Kampfgruppe war sie im Februar/März 1945 in Ostpreußen eingesetzt, nun mit der 4. Armee bei der Heeresgruppe Nord. Im April 1945 wurden die Reste der Division aus dem Kessel von Heiligenbeil ins Reich verlegt. Hier sollten sie die Division z. b. V. 606 bilden.
Zur Neubildung waren die Reste der Division im gleichen Monat zur Verfügung der Heeresgruppe Weichsel gesetzt und stand um Swinemünde.
Kommandeur
Einziger Kommandeur der 541. Grenadier-Division und der 541. Volksgrenadier-Division war bis März 1945 der Generalmajor/Generalleutnant Wolf Hagemann.
Literatur
- Samuel W. Mitcham (2007). German Order of Battle. Volume Two: 291st–999th Infantry Divisions, Named Infantry Divisions, and Special Divisions in WWII. Stackpole Books. ISBN 978-0-8117-3437-0, S. 143–144.
- Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 11. Die Landstreitkräfte 501–630. Biblio-Verlag, Bissendorf 1975, ISBN 3-7648-1181-1, S. 109.