544. Grenadier-Division

deutsche Infanteriedivision im Zweiten Weltkrieg From Wikipedia, the free encyclopedia

Die 544. Grenadier-Division war eine deutsche Infanteriedivision im Zweiten Weltkrieg.

Aktiv10. Juli 1944 bis Mai 1945
StaatDeutsches Reich NS Deutsches Reich
StreitkräfteWehrmacht
TeilstreitkraftHeer
Schnelle Fakten Aktiv, Staat ...

544. Grenadier-Division
544. Volksgrenadier-Division

Aktiv 10. Juli 1944 bis Mai 1945
Staat Deutsches Reich NS Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Truppengattung Grenadiere
Typ Division
Aufstellungsort Truppenübungsplatz Grafenwöhr
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544. Grenadier-Division

Aufstellung

Die 544. Grenadier-Division wurde am 10. Juli 1944 auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Bayern durch den Wehrkreis XIII im Zuge der 29. Aufstellungswelle als sogenannte Sperr-Division aufgestellt. Dabei wurde im Unterschied zu den anderen zu diesem Zeitpunkt aufgestellten Grenadier-Regimenter nur zwei Regimenter mit jeweils drei Bataillone vorgesehen.

Am 12. Juli 1944 wurde der Aufbau der Infanterie-Division Grafenwöhr (28. Aufstellungswelle) vorzeitig beendet und die bereits aufgestellten Divisionsteile wurden zur Aufstellung der 544. Grenadier-Division, welche ebenfalls auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr gebildet wurde, eingesetzt. Generalmajor Werner Ehrig, welcher vormals bis zur Auflösung Kommandeur der Infanterie-Division Grafenwöhr gewesen war, übernahm auch die Führung über die 544. Grenadier-Division.

Die Division bestand dann aus folgenden Einheiten:

  • Grenadier-Regiment 1082 mit zwei Bataillonen
  • Grenadier-Regiment 1083 mit zwei Bataillonen
  • Grenadier-Regiment 1084 mit zwei Bataillonen
  • Artillerie-Regiment 1544 mit vier Batterien
  • Divisions-Einheiten 1544 (Füsilier-Kompanie 544)

Verlegung an die Ostfront

Ab August 1944 war die Division der 17. Armee in der Heeresgruppe Nordukraine zugeteilt. Einsatzgebiet war bis zur Umbenennung Reichshof (Rzeszów) westlich von Lemberg.

Mitte September 1944 sollte eigentlich die Grenadier-Brigade 1136 (Wehrkreis VII) in die Division eingegliedert werden, was nicht erfolgte und stattdessen die Grenadier-Brigade 1136 mit der Divisions-Füsilier-Kompanie 545 zur Divisions-Füsilier-Bataillon 545 erweitert wurde.

544. Volksgrenadier-Division

Am 9. Oktober 1944 wurde die 544. Grenadier-Division in 544. Volksgrenadier-Division umbenannt. Zeitgleich wurde damit die Division auf den Stand einer Division der 32. Aufstellungswelle gebracht. Hierfür wurden die Panzerjagd-Kompanie, Pionier-Kompanie und Nachrichten-Kompanie zu Bataillonen bzw. Abteilungen. Die Unterstellung der Division blieb unter der 17. Armee, welche in die Heeresgruppe A gewechselt war. Bis Januar 1945 kämpfte die Division um Debica in Polen. Die Division war in die Westkarpatische Operation und die Weichsel-Oder-Operation involviert.

Von Februar 1945 bis April 1945 war die Division in der Heeresgruppe Mitte bei der 1. Panzerarmee und war in Oberschlesien eingesetzt. Nach dem sowjetische Ausbruch aus dem Baranow-Brückenkopf hatten sich die deutschen Verband im Februar 1945 bis in den oberschlesischen Raum zurückzuziehen müssen. Im Februar 1945 waren dem südlicher im Javornik-Gebirge bis zum nördlichen Waag-Abschnitt kämpfenden XXXXIX. Gebirgs-Korps neben der 320. und 544. Grenadier-Division, auch die ungarische 16. Division unterstellt.

Die Division geriet zur Verfügung gesetzt im Mai 1945 in Böhmen in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

Kommandeur

Einziger Kommandeur der 544. Grenadier-Division und der 544. Volksgrenadier-Division war Generalmajor/Generalleutnant Werner Ehrig.

Literatur

  • Samuel W. Mitcham (2007). German Order of Battle. Volume Two: 291st–999th Infantry Divisions, Named Infantry Divisions, and Special Divisions in WWII. Stackpole Books. ISBN 978-0-8117-3437-0, S. 145–146.
  • Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 11. Die Landstreitkräfte 501–630. Biblio-Verlag, Bissendorf 1975, ISBN 3-7648-1181-1, S. 120.

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