542. Grenadier-Division
deutsche Infanteriedivision im Zweiten Weltkrieg
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Die 542. Grenadier-Division war eine deutsche Infanteriedivision im Zweiten Weltkrieg.
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542. Grenadier-Division | |
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Truppenkennzeichen | |
| Aktiv | 8. Juli 1944 bis April 1945 |
| Staat | |
| Streitkräfte | Wehrmacht |
| Teilstreitkraft | Heer |
| Truppengattung | Grenadiere |
| Typ | Division |
| Aufstellungsort | Truppenübungsplatz Stablack |
542. Grenadier-Division
Die 542. Grenadier-Division wurde am 8. Juli 1944 auf dem Truppenübungsplatz Stablack in Ostpreußen durch den Wehrkreis I im Zuge der 29. Aufstellungswelle als sogenannte Sperr-Division aufgestellt. Die Division bestand aus folgenden Einheiten:
- Grenadier-Regiment 1076 mit zwei Bataillonen
- Grenadier-Regiment 1077 mit zwei Bataillonen
- Grenadier-Regiment 1078 mit zwei Bataillonen
- Artillerie-Regiment 1542 mit vier Batterien
- Divisions-Einheiten 1542 (Füsilier-Kompanie 542)
542. Infanterie-Division
Am 12. August 1944 wurde die Division in 542. Infanterie-Division umbenannt. Vier Tage später wurde die Division zu einer "Infanterie-Division neuer Art 44" aufgestockt. Hierzu wurde der Sperrverband Ostpreußen herangezogen.
Im August war die Division in der Heeresgruppe Mitte der 4. Armee zugeteilt und war um Suwalki eingesetzt. Im darauffolgenden Monat wechselte die Unterstellung in der Heeresgruppe Mitte zur 2. Armee mit dem Kampfgebiet um den Narew.
542. Volksgrenadier-Division
Am 9. Oktober 1944 erhielt die Division die Bezeichnung 542. Volksgrenadier-Division. Zeitgleich sollte damit die Division auf den Stand einer Division der 32. Aufstellungswelle gebracht werden, weswegen diese am 18. Oktober 1944 innerhalb der Heeresgruppe Mitte die Grenadier-Brigade 1131 eingegliedert bekam. Bis Januar 1945 blieb die Unterstellung unter die 2. Armee in der Heeresgruppe Mitte und dem Einsatzgebiet am Narew erhalten. Ab diesem Zeitpunkt war sie in der Ostpreußischen Operation und der Weichsel-Oder-Operation involviert. Während der Mlawa–Elbinger Operation kämpfte die Division gegenüber der sowjetischen 47. Armee im Raum Modlin. Im Februar 1945 wechselte die Division mit der 2. Armee zur Heeresgruppe Weichsel und kämpfte in Westpreußen. Im April wurde die Division aufgelöst und die Reste von 70 Mann von der 2. Armee zur Verfügung des OKH gestellt.
Die Reste der Division gerieten im April 1945 auf der Halbinsel Hela in Westpreußen in sowjetische Kriegsgefangenschaft.
Kommandeur
Einziger Kommandeur der 542. Grenadier-Division, der 542. Infanterie-Division und der 542. Volksgrenadier-Division war bis März 1945 der Generalleutnant Karl Löwrick. Er starb am 8. April 1945 in Pillau. Die Stelle des Divisionskommandeurs wurde nicht mehr ersetzt, sodass der Ia, Major Schmidt, kurzzeitig die Führung übernahm.
Literatur
- Samuel W. Mitcham (2007). German Order of Battle. Volume Two: 291st–999th Infantry Divisions, Named Infantry Divisions, and Special Divisions in WWII. Stackpole Books. ISBN 978-0-8117-3437-0, S. 144.
- Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 11. Die Landstreitkräfte 501–630. Biblio-Verlag, Bissendorf 1975, ISBN 3-7648-1181-1, S. 113.