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Acanthosis nigricans

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Unter Acanthosis nigricans (auch Akanthosis nigricans) wird eine Gruppe klinisch ähnlicher Hauterkrankungen unterschiedlicher Ätiologie zusammengefasst, die durch eine Akanthose mit meistens symmetrischen schmutzig braunen bis grauen Hautveränderungen vorwiegend in den Achselhöhlen, Gelenkbeugen, im Nacken oder der Leistenregion charakterisiert ist. Pathogenetisch spielt oft eine erhöhte Insulinkonzentration eine wichtige Rolle, so dass die Erkrankung bei Patienten mit Insulinom, Diabetes mellitus Typ 2 und Adipositas häufiger vorkommt.[1] Teilweise existiert ein Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen wie Systemischer Lupus erythematodes,[2][3] dem Sjögren-Syndrom, Systemischer Sklerose oder Hashimoto-Thyreoiditis.[4] Die Pseudoacanthosis nigricans betrifft vor allem stärker pigmentierte Übergewichtige und erscheint diffus. Ursachen sind unbekannt.[5]

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
L83 Acanthosis nigricans
Q82.8 Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungen der Haut
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-11 ...
Klassifikation nach ICD-11
ED51.0 Acanthosis nigricans
ED51.00 Gutartige Acanthosis nigricans
ED51.0Y Sonstige näher bezeichnete Acanthosis nigricans
ED51.0Z Acanthosis nigricans, nicht näher bezeichnet
ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion)
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Acanthosis nigricans in der rechten Achselhöhle, zusätzlich pendulierende Fibrome
Acanthosis nigricans, axillär

Bei Tieren kommt die Acanthosis nigricans als Primärerkrankung nahezu ausschließlich bei Dackeln vor. Sekundär tritt sie bei Hunden bei Intertrigo, Malassezien-Dermatitis, endokrinen Erkrankungen (Schilddrüsenunterfunktion, Hyperadrenokortizismus, Störungen der Sexualhormone) und allergischen Erkrankungen (Atopische Dermatitis) auf.[6]

Formen

Gutartige Formen

Akanthose tritt als dominant vererbbare Acanthosis nigricans benigna (auch Pseudoacanthosis nigricans) meistens in der Kindheit auf und bessert sich oft nach der Pubertät.

Bösartige Formen

Als Acanthosis nigricans maligna treten bösartige Akanthoseformen nahezu immer als paraneoplastisches Syndrom auf, meistens in Zusammenhang mit Adenokarzinomen des Magens, mit dann meistens starker Pigmentierung auch an Armen und Beinen.

Diagnose

Zur Differenzierung zwischen benigner und maligner Akanthose sollte nach einem Primärtumor gesucht werden. Weiterführend ist hier die laborchemische Bestimmung von CEA und Alpha-1-Fetoprotein. An invasiven Untersuchungen können eine endoskopische Untersuchung des Magen-Darm-Traktes, eine Laparatomie sowie eine Bronchoskopie in Frage kommen.

Therapie

Meistens genügt es, die zugrundeliegende Krankheit zu behandeln. Alternativ können Retinoide gegeben werden.

Bei Syndromen

Bei einigen Syndromen kann eine Acanthosis nigricans ein wesentliches Merkmal sein:

  • Acanthosis nigricans-Insulinresistenz-Muskelkrämpfe Akrenvergrößerung-Syndrom[7]
  • Beare-Stevenson-Cutis-gyrata-Syndrom (Synonym: Cutis gyrata-Acanthosis nigricans-Kraniosynostose-Syndrom)
  • Crouzon-Syndrom – Acanthosis nigricans[8]
  • Lelis-Syndrom[9]
  • Leukonychia totalis – Acanthosis-nigricans-artige Läsionen – Haarveränderungen[10]
  • SADDAN-Dysplasie (Synonym: Achondroplasie, schwere – Entwicklungsverzögerung – Acanthosis nigricans)[11]

Siehe auch

Literatur

  • Gerda Matthiessen: Klinische Verlaufsbeobachtungen bei Acanthosis nigricans. Hamburg 1965 (Dissertation, med., Univ.).

Einzelnachweise

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