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Alberto Jarrín

ecuadorianischer Langstreckenläufer (1900–1981) From Wikipedia, the free encyclopedia

Luis Alberto Jarrín Jaramillo (* 20. April 1900 in Cayambe, Ecuador; † 30. August 1981 in Quito) war ein ecuadorianischer Leichtathlet, der im Langstreckenlauf antrat. Er stellte den ecuadorianischen Landesrekord im Marathon auf und war der erste Ecuadorianer, der die Strecke unter vier Stunden lief. Er war 1924 Teil der ersten ecuadorianischen Delegation, die zu Olympischen Sommerspielen entsandt wurde.

Schnelle Fakten Karriere, letzte Änderung: 23. Februar 2025 ...
Alberto Jarrín


Alberto Jarrín (1924)

Voller Name Luis Alberto Jarrín Jaramillo
Nation Ecuador Ecuador
Geburtstag 20. April 1900
Geburtsort Cayambe, Ecuador
Sterbedatum 30. August 1981
Sterbeort Quito, Ecuador
Karriere
Disziplin Langstreckenlauf
letzte Änderung: 23. Februar 2025
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Leben

Jugend und Ausbildung

Luis Alberto Jarrín Jaramillo wurde am 20. April 1900 in Cayambe geboren. Als Heranwachsender spielte er Tischtennis und Tennis. Er absolvierte die Universidad Central del Ecuador mit einem Abschluss in Maschinenbau, wo er auch seine sportliche Karriere begann.[1] Er war zudem polyglott und sprach Englisch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch, Spanisch und Quechua.[2]

Sport

1923 stellte er einen ecuadorianischen Nationalrekord im Marathon auf und war damit der erste Ecuadorianer, der die Strecke in unter vier Stunden lief. Im folgenden Jahr war er einer von drei Athleten, die Ecuador bei den Olympischen Sommerspielen 1924 in Paris vertraten. Seine Reise von Ecuador nach Paris dauerte 31 Tage.[1] Bei den Spielen nahm er am 10.000-Meter-Lauf im Stade Olympique Yves-du-Manoir teil. Er beendete den Lauf jedoch nicht.[3] Er war auch für den 5000-Meter-Lauf und den Crosslauf gemeldet, trat aber in keinem der beiden an. Nach den Spielen machte er eine Wette gegen einen Zug auf der Strecke von Quito nach Ibarra. Jarrín war acht Stunden schneller als der Zug.[1]

Sportfunktionär und spätere Jahre

Jarrín organisierte 1926 die ersten Nationalspiele Ecuadors im Estadio Olímpico de Riobamba. Er nahm auch selbst an den Spielen teil und vertrat Pichincha über 5000 m und 10.000 Meter. Neben dem Langstreckenlauf spielte er Tennis und Schach und war ein begeisterter Fußballfan.[2] Er engagierte sich stark für die Sportförderung im Land.[1] Er verteilte kostenlos Sportgeräte und gilt als „Vater der Nationalspiele“ (Padre de los Juegos Nacionales).[4] 1956 kehrte er zum Sport zurück und verbesserte seine persönliche Bestzeit im Marathon.[1]

Jarrín besuchte von 1928 bis zu den Olympischen Sommerspielen 1980 jede Ausgabe der Olympischen Spiele auf eigene Kosten, entweder als Zuschauer oder als Mitglied der offiziellen Delegation. Bei den Sommerspielen 1980 wurde ihm für sein Engagement eine Plakette verliehen.[1] Bei den Spielen von 1956 bis 1964 war er als Physiotherapeut Teil der argentinischen Delegation, nachdem er diese Tätigkeit in Deutschland erlernt hatte.[2] Auch die Panamerikanischen und Bolivarianischen Spiele besuchte er vor 1980 als Zuschauer.[1] Man schätzt, dass er für seine Reisen zu diesen Sportveranstaltungen rund 10 Mio. ECS ausgegeben hat.[2]

Tod

Jarrín starb am 30. August 1981 durch einen Verkehrsunfall in Quito.[1][2] Im Jahr 2014 wurde ihm posthum vom ecuadorianischen Nationalen Olympischen Komitee eine Ehrenmedaille verliehen, und das ecuadorianische Olympische Museum wurde ihm zu Ehren in Alberto-Jarrín-Jaramillo-Museum umbenannt.[4][2]

Einzelnachweise

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