Alessandro Hämmerle
österreichischer Snowboarder
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Alessandro „Izzi“ Hämmerle (* 30. Juli 1993 in Frauenfeld, Schweiz) ist ein österreichischer Snowboarder. Er startet in der Disziplin Snowboardcross. 2022 und 2026 wurde er Olympiasieger im Snowboardcross.
| Alessandro Hämmerle | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nation | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 30. Juli 1993 (32 Jahre) | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Frauenfeld, Schweiz | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 190 cm | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 98 kg | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Beruf | Heeressportler | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | Snowboardcross | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein | SC Gaschurn | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | aktiv | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Platzierungen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Werdegang
Alessandro Hämmerle kommt aus einer sportlichen Familie: Seine Brüder Michael (* 1991) und Luca (* 1996) sind ebenfalls als Snowboarder aktiv. Er wuchs mit seinen Brüdern als Sohn einer Schweizerin in der Schweiz auf. Als er acht Jahre alt war, zog die Familie nach Gaschurn in Vorarlberg.[1] Er besuchte das Sportgymnasium Dornbirn und maturierte gemeinsam mit der Skirennläuferin Christine Scheyer.[2] Hämmerle ist, wie sein Bruder Luca, Sportler des Heeressportzentrums des Österreichischen Bundesheers. Als Heeressportler trägt er derzeit den Dienstgrad Korporal.[3]
Hämmerle startete von 2007 bis 2011 vorwiegend im Europacup, bei den er in der Saison 2010/11 die Snowboardcrossgesamtwertung gewann. Sein erstes Weltcuprennen fuhr er im Dezember 2010 in Lech am Arlberg, welches er auf dem 43. Platz im Snowboardcross beendete.
Bei den Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften 2012 in Sierra Nevada gewann Hämmerle Gold im Snowboardcross. Zum Beginn der Saison 2012/13 erreichte er im Montafon mit dem achten Platz erstmals eine Top-10-Platzierung im Weltcup. Im Februar 2013 holte Hämmerle in Sotschi seinen ersten Weltcupsieg. Es folgten weitere Top-Zehn-Platzierungen, darunter der dritte Platz beim Weltcuprennen in Veysonnaz. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2013 in Stoneham errang er den sechsten Platz im Snowboardcross. Im März 2013 gewann Hämmerle Silber im Snowboardcross bei den Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften 2013 im türkischen Erzurum. Er beendete die Saison auf dem vierten Rang in der Snowboardcross-Gesamtwertung. In der folgenden Saison konnte Hämmerle seine starken Leistungen aus der Vorsaison nicht wiederholen.
Sein bestes Ergebnis in der Saison 2013/14 war der 27. Platz beim Weltcuprennen in Veysonnaz. Bei seiner ersten Olympiateilnahme 2014 in Sotschi kam er auf den 17. Platz. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2015 im Snowboardcross belegte Hämmerle am Kreischberg den fünften Rang. Zu Beginn der Saison 2015/16 siegte er beim Weltcup im Montafon. Es folgten im Weltcup fünf Top-10-Platzierungen, darunter zwei dritte Plätze in Veysonnaz und belegte abschließend den zweiten Platz im Snowboardcross-Weltcup.[4] In der Saison 2016/17 siegte er in Solitude und in Bansko. Zudem errang er in Bansko und in Feldberg jeweils den dritten Platz und erreichte zum Saisonende den dritten Platz im Snowboardcross-Weltcup. Im März 2017 konnte Hämmerle im letzten Rennen der Saison mit Markus Schairer im Weltcup den Snowboardcross-Teambewerb in Veysonnaz gewinnen.[5] Beim Saisonhöhepunkt, den Snowboard-Weltmeisterschaften 2017 in Sierra Nevada, kam er auf den elften Platz. Im Dezember 2017 belegte Hämmerle beim „Heimrennen“ in Schruns im Montafon den zweiten Rang.[6]
Hämmerle startete bei den Olympischen Winterspielen 2018 in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang und belegte am 15. Februar als bester Österreicher den siebten Rang im Snowboardcross. Beim Weltcup im spanischen La Molina feierte er am 3. März seinen ersten Saisonsieg und verbesserte sich damit in der Weltcup-Gesamtwertung von Rang drei auf Rang zwei.[7] In der Saison 2018/19 sicherte er sich erstmals den Gesamtsieg im SBX-Weltcup. Dabei siegte er in Baqueira-Beret und belegte in Veysonnaz den zweiten Platz.
Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2019 in Park City errang er im Februar den 16. Platz. Im November 2019 holte sich Hämmerle im Rahmen eines Europacup-Rennens auf dem Pitztaler Gletscher den Staatsmeistertitel im Snowboardcross vor seinem Bruder Luca.[8] Im Dezember sicherte sich Hämmerle seinen achten Weltcup-Sieg sowie den zweiten Erfolg im Montafon nach 2015.[9] Im März 2020 gewann er das Saisonfinale im schweizerischen Veysonnaz und verteidigte damit erfolgreich den Weltcup-Gesamtsieg im Snowboard-Cross.[10]
Vizeweltmeister Snowboardcross 2021
Am 24. Jänner 2021 feierte Hämmerle in Valmalenco (Italien) vor dem Franzosen Merlin Surget sowie den beiden US-Amerikanern Hagen Kearney und Jake Vedder seinen elften Weltcupsieg (zehn im Einzel, einer im Team).[11] Am 11. Februar 2021 wurde der damals 27-Jährige im schwedischen Idre Vizeweltmeister im Snowboard Cross hinter dem Spanier Lucas Eguibar.[12]
Ebenfalls im Februar 2021 gewann er den Weltcup auf der Reiteralm und damit seinen elften Weltcup-Einzelsieg im Snowboard Cross[13] und im März wurde er neben Anna-Maria Galler Staatsmeister im Snowboard Cross.[14] In der Saison 2020/21 wurde Hämmerle Cross-Weltcup-Sieger.[15]
Olympiasieger 2022 und 2026
Bei den Olympischen Spielen von Peking gewann der damals 28-Jährige im Februar 2022 die Goldmedaille im Snowboardcross. Im Dezember 2023 holte sich Hämmerle seinen 16. Sieg im Snowboard-Cross-Weltcup.[16]
Im März 2024 konnte er zum vierten Mal den Heim-Weltcup im Montafon für sich entscheiden.[17] Im Februar 2025 belegte Hämmerle nach einer verletzungsbedingten Pause bei seinem Comeback im Snowboardcross-Weltcup im chinesischen Beidahu hinter dem Kanadier Éliot Grondin den zweiten Rang[18] und im März wurde er als bester Österreicher Fünfter beim Heim-Weltcup im Montafon.[19]
Im Jänner 2026 wurde Hämmerle zum vierten Mal für einen Start bei den Olympischen Winterspielen nominiert und am 12. Februar zum zweiten Mal Olympiasieger im Snowboardcross.[20] Hämmerle ist damit der erste Sportler aus Vorarlberg der erfolgreich seinen Olympiatitel verteidigen konnte.
Alessandro Hämmerle lebt in Bludenz.
Auszeichnungen
Sportliche Erfolge
Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen
Weltmeisterschaften
| Bewerb | Datum | Austragungsort | Disziplin | Platzierung |
|---|---|---|---|---|
| Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften 2012 | 25. März 2012 | Snowboardcross | Gold | |
| Snowboard-Weltmeisterschaften 2013 | 26. Jan. 2013 | Snowboardcross | 6. | |
| Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften 2013 | 3. März 2013 | Snowboardcross | Silber | |
| Snowboard-Weltmeisterschaften 2015 | 15. Jan. 2015 | Snowboardcross | 5. | |
| Snowboard-Weltmeisterschaften 2017 | 12. März 2017 | Snowboardcross | 11. | |
| Snowboard-Weltmeisterschaften 2019 | 1. Feb. 2019 | Snowboardcross | 16. |
Olympische Spiele
| Disziplin | Platz | |
| Sotschi 2014 | Snowboardcross | 17. |
| Pyeongchang 2018 | Snowboardcross | 7. |
| Peking 2022 | Snowboardcross | 1. |
| Mailand-Cortina 2026 | Snowboardcross | 1. |
Weltcupsiege und Weltcup-Gesamtplatzierungen
Weltcupsiege
| Nr. | Datum | Ort |
|---|---|---|
| 1. | 17. Februar 2013 | |
| 2. | 12. Dezember 2015 | |
| 3. | 21. Januar 2017 | |
| 4. | 4. Februar 2017 | |
| 5. | 3. März 2018 | |
| 6. | 10. März 2018 | |
| 7. | 2. März 2019 | |
| 8. | 13. Dezember 2019 | |
| 9. | 13. März 2020 | |
| 10. | 24. Jänner 2021 | |
| 11. | 18. Februar 2021 | |
| 12. | 20. März 2021 | |
| 13. | 28. November 2021 | |
| 14. | 10. Dezember 2021 | |
| 15. | 16. Dezember 2022 | |
| 16. | 16. Dezember 2023 | |
| 17. | 16. März 2024 | |
| 18. | 17. März 2024 |
Weltcup-Gesamtplatzierungen
Literatur
- Alessandro Hämmerle im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
Weblinks
- Alessandro Hämmerle in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch)
- Alessandro Hämmerle in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
