Alfianello
italienische Gemeinde
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Alfianello ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 2303 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) in der Provinz Brescia, Region Lombardei.
| Alfianello | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Lombardei | |
| Provinz | Brescia (BS) | |
| Lokale Bezeichnung | Fianèl oder Alfianèl | |
| Koordinaten | 45° 16′ N, 10° 9′ O | |
| Höhe | 48 m s.l.m. | |
| Fläche | 13,75 km² | |
| Einwohner | 2.303 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Postleitzahl | 25020 | |
| Vorwahl | 030 | |
| ISTAT-Nummer | 017004 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Alfianellesi | |
| Schutzpatron | Santi Ippoliti e Cassiano | |
| Website | www.comune.alfianello.bs.it | |
Geographie

Die Gemeinde liegt in der Poebene etwa 28 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Brescia auf einer Höhe von 48 m s.l.m. auf der orographisch linken Uferseite des Oglio. Das 13,75 km² große Gemeindegebiet am Naturschutzgebiet Parco dell‘Oglio Nord grenzt unmittelbar an die Provinz Cremona. Der Oglio bildet die südliche Gemeindegrenze.
Die Nachbargemeinden sind Corte de’ Frati (CR), Milzano, Pontevico, San Gervasio Bresciano und Scandolara Ripa d’Oglio.
Etymologie
Der Ortsname ist ein Diminutiv von Alfiano, eine an der orographisch rechten Uferseite des Oglio liegende Siedlung in der Provinz Cremona. Die beiden Siedlungen, in der Vergangenheit durch eine Bootsbrücke verbunden, waren womöglich Teil eines einzigen römischen Grundbesitzers.[2] Dass der Name Alfianello römischen Ursprungs ist und sich vom lateinischen Gentilnamen Alfius mit dem Suffix –anus ableitet, wird auch von Dante Olivieri bekräftigt.[3]
Geschichte
Nach dem Untergang des weströmischen Reiches und der Herrschaft der Langobarden fiel das Gebiet 759 der Abtei Santa Giulia in Brescia zu. Bereits 769 geriet Alfianello unter den Einflussbereich der Pieve von Pontevico. Im 13. Jahrhundert wurde im Ort eine kleine Burg errichtet, in die sich 1267 nach der Niederlage des Staufers Konradin einige Ghibellinen zurückzogen. 1447 fiel Alfianello an die Republik Venedig. Kurz darauf wurde der Ort von den Visconti geplündert. 1453 weilte René I. aus dem Haus Anjou in der Burg. Von der Burg ist nur der ehemalige Eingangsturm erhalten, der in einen Campanile umgewandelt wurde.[2]
Am 16. Februar 1883 ging ein etwa 200 kg schwerer Meteorit im Gemeindegebiet von Alfianello nieder. Der Einschlag war noch im knapp 30 km entfernten Brescia zu hören.[4]
Wirtschaft
Verkehr
Westlich begrenzt die Autostrada A21 die Gemeinde.
Persönlichkeiten
- Pietro Gnocchi (1689–1775), Komponist, Geograph und Historiker
Literatur
- Alfianello. In: Antonio Fappani: Enciclopedia Bresciana. Band 1: A–B. La voce del popolo, Brescia o. I., S. 18.
- Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 700.
- Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. Garzanti, Mailand 1996, ISBN 88-11-30500-4.
Weblinks
- Alfianello. In: lombardiabeniculturali.it. (italienisch).
- Alfianello. In: catalogo.beniculturali.it. italienisches Kulturministerium (italienisch).
