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Alfonso de Galarreta

katholischer Weihbischof der Priesterbruderschaft St. Pius X. From Wikipedia, the free encyclopedia

Alfonso de Galarreta (* 14. Januar 1957 in Torrelavega, Spanien) ist einer von gegenwärtig sechs Bischöfen der katholisch-traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX).

Bischofswappen Galarretas mit der Devise Omnia per Mariam (Alles durch Maria).

Leben

Galarreta wurde in Spanien geboren, emigrierte aber früh mit seiner Familie nach Argentinien. 1975 trat er in das Priesterseminar in La Plata ein. Im Oktober 1978 wechselte er in das Internationale Priesterseminar St. Pius X. nach Ecône in der Schweiz.

Im August 1980 wurde er in Buenos Aires von Erzbischof Marcel Lefebvre zum Priester ordiniert. Nach seiner Priesterweihe lehrte er am Internationalen Priesterseminar im argentinischen La Reja. Von 1985 bis 1988 war er Superior (Leiter) des FSSPX-Distrikts Südamerika.

Bischof der Priesterbruderschaft St. Pius X.

Am 30. Juni 1988 wurde er mit drei anderen Priestern (Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson) durch den Gründer der FSSPX, Erzbischof Marcel Lefebvre, für die Priesterbruderschaft St. Pius X. zum Bischof geweiht. Weil diese Weihen aber ohne Erlaubnis des Papstes erfolgten, erließ Papst Johannes Paul II. das Motu proprio Ecclesia Dei, mit dem festgestellt wurde, dass sich die Weihespender (Erzbischof Marcel Lefebrve und Co-Konsekrator Bischof Antônio de Castro Mayer) wie auch die Geweihten die Tatstrafe der Exkommunikation zugezogen hätten. Am 21. Januar 2009 hob Papst Benedikt XVI. die Exkommunikation Alfonso de Galarretas wie auch der anderen Geweihten von 1988 auf.

Sowohl nach der Exkommunikation als auch nach deren Aufhebung spendete de Galarreta trotz weiterhin bestehender Suspension in Einrichtungen der Priesterbruderschaft St. Pius X. weiterhin Sakramente, vor allem Firmungen und Priesterweihen.

Am 28. Juli 1991 assistierte er in São Fidélis, Rio de Janeiro (Brasilien) bei der Konsekration von Licínio Rangel zum Bischof, dem Vorsitzenden der Priestervereinigung St. Johannes Maria Vianney.

1989 übernahm de Galarreta die Leitung des Priesterseminars von La Reja.

1994 wurde er Superior des FSSPX-Distrikts von Spanien und Portugal und 2002 zweiter Assistent der FSSPX.

Ende Februar 2009 wurde er von Bernard Fellay, dem Leiter der FSSPX, erneut zum Regens des Priesterseminars in La Reja ernannt. Er wurde damit Nachfolger von Richard Williamson, der diese Funktion aufgrund Ungehorsams gegenüber der Priesterbruderschaft verlor. 2012 wurde der spätere Generalobere Davide Pagliarani dort sein Nachfolger.

Aus dem Generalkapitel, in dem Pagliarani zum Generaloberen gewählt wurde, ging de Galarreta als einer von zwei Assistenten hervor.[1]

Am 1. Juli 2026 weihte er seinerseits als Hauptkonsekrator, gemeinsam mit Bernard Fellay als Co-Konsekrator, die Priester Pascal Schreiber, Michael Goldade, Michel Poinsinet de Sivry und Marc Hanappier zu Bischöfen.[2] Mit dieser gegen den ausdrücklichen Willen Papst Leos XIV. vollzogenen Weihe zog sich de Galarreta abermals die Exkommunikation als Tatstrafe zu.[3]

Commons: Alfonso de Galarreta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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