Pascal Schreiber
Schweizer traditionalistischer römisch-katholischer Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX)
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Pascal Schreiber FSSPX (* 31. Juli 1972 in Brugg, Kanton Aargau) ist ein Schweizer katholisch-traditionalistischer Geistlicher der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) und Regens des Internationalen Priesterseminars Herz Jesu in Zaitzkofen, Deutschland. Nach seiner Weihe zum Bischof am 1. Juli 2026 in Écône ohne päpstliches Mandat zog er sich die Exkommunikation als Tatstrafe zu.
Leben
Pascal Schreiber verbrachte im aargauischen Wegenstetten seine Kindheit und Jugendzeit. Nach der Matura am Gymnasium Muttenz und einem Sprachaufenthalt in Frankreich trat er 1992 ins Internationale Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen, Deutschland, ein, wo er drei Jahre Spiritualität und Philosophie studierte. Anschliessend begab er sich für das Studium der Theologie ans Séminaire Interational St Pie X in Ecône, Wallis, Schweiz, wo er 1998 zum Priester geweiht wurde.[1]
In den folgenden Jahren war er als Betreuer und Rektor an verschiedenen Schulen der FSSPX sowie in der Gemeinde- und Jugendseelsorge tätig. Er absolvierte verschiedene Weiterbildungen im Bereich der Schulleitung und des Bildungswesens. 2014 wurde er zum Distriktsökonomen und 2016 zum Distriktsoberen der FSSPX für die Schweiz ernannt.[2] Seit 2020 ist er Regens[3] des Internationalen Priesterseminars Herz Jesu im oberpfälzischen Zaitzkofen. Er unterrichtet Liturgie, Liturgik und Pastoraltheologie.[4]
Er wurde am 1. Juli 2026 in Écône durch Alfonso de Galarreta zum Bischof geweiht, Kokonsekrator war Bernard Fellay.[5] Neben ihm wurden auch Michael Goldade, Michel Poinsinet de Sivry und Marc Hanappier geweiht. Die Weihen waren am 26. Mai 2026 durch den Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X. Davide Pagliarani angekündigt worden.[6] Sie erfolgten ohne päpstliches Mandat und entgegen den ausdrücklichen Willen Papst Leos XIV. Sie gelten daher kirchenrechtlich als illegal, aber gültig. Weihende und Geweihte zogen sich dadurch die Exkommunikation als Tatstrafe zu.[7] Dies bestätigte das Dikasterium für die Glaubenslehre am Folgetag in einem Dekret.[8]
Publikationen
- Die Reife. Sarto-Verlag, Bobingen 2005, ISBN 978-3-932691-50-8.
- Auf dem Weg zur Reife. Sarto-Verlag, Bobingen 2023, ISBN 978-3-96406-066-2 (überarbeitete Auflage von Die Reife).
- Die Standeswahl. Sarto-Verlag, Bobingen 2008, ISBN 978-3-932691-37-9.
- Streiflichter zum Kurshalten. Sarto-Verlag, Bobingen 2025, ISBN 978-3-96406-089-1.
- Die Nacht des Leidens. Sarto-Verlag, Bobingen 2026, ISBN 978-3-96406-095-2.
Weblinks
- Literatur von und über Pascal Schreiber im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eintrag zu Pascal Schreiber auf catholic-hierarchy.org (englisch)
- Eintrag zu Pascal Schreiber auf gcatholic.org (englisch)