Alfred von Saldern

preußischer Landrat, MdA und Polizeidirektor From Wikipedia, the free encyclopedia

Friedrich Wilhelm Hermann Ludwig Alfred von Saldern-Damerow (* 23. Oktober 1829 in Potsdam; † 14. April 1904 in Charlottenburg) war ein deutscher Geheimer Regierungsrat, preußischer Landrat und Polizeidirektor in Charlottenburg.

Leben

Der Gutsbesitzer Alfred von Saldern entstammt der Familie von Saldern, dem genealogischen Ast Damerow, einer Nebenlinie des Hauses Burg Plattenburg. Er war der Sohn von Eduard von Saldern (1799–1847) und Mathilde, geb. von Saldern (1808–1897). Von 1863 bis 1869 amtierte er als Landrat im Kreis Nimptsch, Provinz Schlesien. Von 1870 bis 1874 wirkte er als Landrat im Kreis Ruppin der Provinz Brandenburg. 1874 wechselte er erst als Landrat in den Kreis Sonderburg der Provinz Schleswig-Holstein, dann nach Berlin-Charlottenburg als Polizeidirektor.

Von 1867 bis 1876 war Alfred von Saldern zudem Mitglied für den Wahlkreis Nimptsch-Strehlen als freikonservativer Abgeordneter im Preußischen Abgeordnetenhaus.[1] Anfang der 1890er Jahre war Saldern Mitglied[2] der Berliner Abteilung der Deutschen Kolonialgesellschaft und aktiv beim Komitee[3] des Evangelischen Kirchenbau-Vereins für die Erbauung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Sein Rittergut in Damerow bei Havelberg beinhaltete vor 1900 etwa 790 ha.[4]

Er starb 1904[5] in Charlottenburg und wurde dort auf dem Luisen-Friedhof I (evangelisch) beigesetzt. 1906 wurde die Saldernstraße in Charlottenburg nach ihm benannt.[6]

Wohnsitz bis etwa 1867. Schloss Kurtwitz-Schlesien.

Familie

Am 21. Oktober 1857 heiratete er in Berlin Ida Sidonie Pauline Louise von Schoenfeldt (* 13. November 1837 Erfurt; † 19. April 1921 Berlin), Tochter der Pauline von dem Knesebeck-adoptierte Gräfin von Donnersmarck, und des Landforstmeisters Hilmar von Schoenfeldt. Aus der Ehe sind folgende Kinder hervorgegangen[7]:

  • Anna Mathilde Luise Eva (1858–1882)
  • Eduard Hans Adam Hilmar (1860–1900) ⚭ 1900 Helene Emilie Louise Krause
  • Margarete Renata Pauline Bianka Caroline (1861–1940)
  • Rosalie Sophie Elisabeth Adolphine (1862–1945) ⚭ 1900 Carl Hildebrand († 1928)
  • Marie Anna Luise (1864–1865)
  • Otto Hermann Robert Siegfried (1866–1916) ⚭ 1895 Marie von Wagner (1875–1947)-Nachfahren[8]

Die Ehe wurde geschieden.

Literatur

  • Saldern, Alfred v., In: Rainer Paetau: Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Band 5: 10. November 1858 bis 28. Dezember 1866 In: Acta Borussica. Neue Folge, 1. Reihe, Verlag Olms-Weidmann, Hildesheim u. a. 2006, ISBN 3-487-11002-4, 385.
  • Alfred v. Saldern, In: Hans Friedrich von Ehrenkrook, Jürgen von Flotow: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser A (Uradel). 1953. Band I, Band 5 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg (Ostsee) 1953, S. 332 f.
  • v. Saldern-Damerow. In: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1935. Jahrgang 34, Justus Perthes, Gotha 1934, S. 485.

Einzelnachweise

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