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Allendorf (Frankenau)

Stadtteil von Frankenau From Wikipedia, the free encyclopedia

Allendorf/Hardtberg (Ausspracheⓘ/?) ist ein Stadtteil von Frankenau im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Schnelle Fakten Stadt Frankenau ...
Allendorf/Hardtberg
Stadt Frankenau
Koordinaten: 51° 5′ N, 8° 54′ O
Höhe: 349 (340–378) m ü. NHN
Fläche: 2,38 km²[1]
Einwohner: 172 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 35110
Vorwahl: 06455
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Geographische Lage

Allendorf liegt im Kellerwald am Rand des Naturparks Kellerwald-Edersee, am Fuß des 411 m ü. NN hohen Hardtbergs. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3332. Hindurch fließt der Eder-Zufluss Lengelbach.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Allendorf erfolgte unter dem Namen Aldendorf und wird in die Zeit 1200–1220 datiert.[2] Ein weiteres Mal erwähnt wurde das Dorf am 21. Januar 1269 als Aldendorf.[3] In diesem Jahr bezeugten Einwohner den Verkauf von Gütern an das Kloster Haina. Im Jahr 1482 wurde der Ort als vorübergehend wüst bezeichnet. Im gleichen Jahr gehörte der Ort zum Gericht Geismar.

Während der Zeit des napoleonischen Königreich Westphalen, von 1807 bis 1814, wurde Allendorf vom Kanton Frankenau verwaltet. Von 1821 bis 1848 gehörte der Ort dann zum Landkreis Frankenberg. Ab 1848 bis zum Jahr 1851 wurde Allendorf vom Bezirk Marburg verwaltet. Im Jahr 1851 kam der Ort wieder zum Kreis Frankenberg.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Allendorf zum 1. Februar 1971 auf freiwilliger Basis ein Stadtteil der Stadt Frankenau.[4][5] Für Allendorf wurde wie für die übrigen Stadtteile von Frankenau ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.[6]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Allendorf angehört(e):[2][7]

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Allendorf 183 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 33 Einwohner unter 18 Jahren, 50 waren zwischen 18 und 49, 51 zwischen 50 und 64 und 39 Einwohner waren älter.[11] Die Einwohner lebten in 81 Haushalten. Davon waren 21 Singlehaushalte, 27 Paare ohne Kinder und 24 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 18 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 39 Haushaltungen leben keine Senioren.[11]

Einwohnerentwicklung

• 1577:21 Hausgesesse[2]
• 1747:18 Haushaltungen[2]
Allendorf bei Frankenau: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2024
Jahr  Einwohner
1834
  
164
1840
  
203
1846
  
183
1852
  
193
1858
  
172
1864
  
169
1871
  
159
1875
  
155
1885
  
144
1895
  
153
1905
  
132
1910
  
125
1925
  
127
1939
  
127
1946
  
216
1950
  
207
1956
  
151
1961
  
146
1967
  
133
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2010
  
?
2011
  
183
2016
  
172
2019
  
164
2024
  
172
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[2]; nach 1970: Stadt Frankenau:[12]; Zensus 2011[11]

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885:144 evangelische (= 100,00 %) Einwohner[2]
• 1961:141 evangelische (= 96,58 %), 5 katholische (= 3,42 %) Einwohner[2]

Kirche

Die evangelische Kirche steht am Ortsrand. Sie wurde 1739 in Fachwerk errichtet. Der massive Chor ist leicht eingezogen. 1950 wurde der Saal massiv unterfangen. Das Walmdach ist mit einem oktogonalen Dachreiter bekrönt. Die flache Decke im Innenraum ruht auf einem achteckigen Pfeiler, die Emporen stehen an drei Seiten. Die Kanzel ist eine Arbeit aus dem 18. Jahrhundert.[13] Gemeinsam mit Louisendorf gehört Allendorf zum evangelischen Pfarramt Ellershausen.

Vereine

Die drei größten Vereine in Allendorf/Hardtberg sind der Schützenverein Allendorf/Hardtberg, die Feuerwehr Allendorf/Hardtberg und der Heimatverein Allendorf/Hardtberg.

Infrastruktur

Im Ort gibt es einen Spielplatz und ein Heimatmuseum.[14]

Literatur

Anmerkungen und Einzelnachweise

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