Alto Alegre (Roraima)
Gemeinde im Bundesstaat Roraima, Brasilien
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Alto Alegre ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Roraima im Norden des Landes. Sie liegt nördlich der Hauptstadt Boa Vista und gehört zu den flächenmäßig großen, jedoch dünn besiedelten Gemeinden des Bundesstaates. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 24.000 geschätzt.[3]
| Município de Alto Alegre Alto Alegre | |||
|---|---|---|---|
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| Koordinaten | 2° 53′ N, 61° 23′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 13. Juni 1982 (Munizip)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Roraima | ||
| ISO 3166-2 | BR-RR | ||
| Região intermediária | Boa Vista (seit 2017) | ||
| Região imediata | Boa Vista (seit 2017) | ||
| Höhe | 72 m | ||
| Gewässer | Rio Mucajaí | ||
| Klima | tropisches Regenwaldklima | ||
| Fläche | 25.424,3 km² | ||
| Einwohner | 23.589 (2025[2]) | ||
| Dichte | 0,9 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−4 | ||
| Website | www.altoalegre.rr.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 802.540 Tsd. R$ 38.042 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,542 (2010) | ||
Geografie und Klima
Das Gemeindegebiet von Alto Alegre erstreckt sich über weite Teile des nördlichen Roraima und ist durch eine Kombination aus tropischem Regenwald (Teil des Floresta Nacional de Roraima) im Osten und Savannenlandschaften (lavrado) im Westen gekennzeichnet. Diese Übergangszone stellt eine Besonderheit innerhalb Amazoniens dar, da sich offene Graslandschaften mit bewaldeten Flächen abwechseln. Das Gemeindegebiet grenzt im Norden an Amajari, im Osten an Boa Vista, im Süden an Mucajaí und Iracema und im Westen an Venezuela.
Mehrere Flusssysteme, darunter der Rio Mucajaí, prägen die Landschaft und bilden wichtige Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen für die Bevölkerung. Große Teile der Fläche sind schwer zugänglich und nur über unbefestigte Straßen oder Wasserwege erreichbar. Zudem befinden sich bedeutende indigene Territorien innerhalb der Gemeinde, was die Landnutzung und wirtschaftliche Entwicklung strukturell beeinflusst.
Das Klima ist tropisches Regenwaldklima mit ganzjährig hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Die Niederschläge konzentrieren sich vor allem auf die Monate zwischen April und September, während die übrige Zeit vergleichsweise trockener ist. Die Temperaturen bewegen sich in der Regel zwischen 25 und 30 °C.
Geschichte
Die Region des heutigen Alto Alegre war über lange Zeit ausschließlich von indigenen Gemeinschaften bewohnt und wurde erst im 20. Jahrhundert stärker in staatliche Verwaltungsstrukturen integriert. Die Siedlung entstand 1953 mit der landwirtschaftlichen Kolonie Coronel Mota. Die ersten Bewohner waren Japaner, die schwarzen Pfeffer, Tomaten und anderes Gemüse anbauten. Der Name Alto Alegre wurde allerdings von dem Goldsucher Pedro Costa ausgewählt.[4]
Die administrative Eigenständigkeit wurde 1982 mit der Erhebung zur Gemeinde erreicht.[5]
Demografie
Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 24.000 Personen geschätzt.[3] Die Bevölkerung verteilt sich auf das kleine urbane Zentrum sowie zahlreiche ländliche und indigene Siedlungen. Nur ein Fünftel lebte bei der Volkszählung in urbanisierten Siedlungen (im Hauptort im Osten der Gemeinde in der Nähe von Boa Vista). 2022 gehörten 60 Prozent der Einwohner zur indigenen Bevölkerung Brasiliens (hauptsächlich Yanomami). Die Bevölkerung ist im Durchschnitt sehr jung und die Alphabetisierungsrate lag 2022 bei lediglich 63 Prozent.[6]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 11.211 |
| 2000 | 17.907 |
| 2010 | 16.448 |
| 2022 | 21.096 |
| Volkszählungen | |
Wirtschaft
Die Wirtschaft von Alto Alegre ist nur begrenzt diversifiziert und basiert vor allem auf kleinbäuerlicher Landwirtschaft, staatlichen Transferleistungen und lokalen Dienstleistungen. In vielen Gebieten dominiert Subsistenzwirtschaft, insbesondere in abgelegenen und indigenen Gemeinschaften.
Aufgrund der großen Entfernungen, der schwach ausgebauten Infrastruktur und der rechtlichen Rahmenbedingungen in Schutz- und Indigenengebieten sind großflächige wirtschaftliche Aktivitäten eingeschränkt. Gleichzeitig bestehen Potenziale im Bereich nachhaltiger Ressourcennutzung und Ökotourismus.
Der öffentliche Sektor, insbesondere Verwaltung, Bildung und Gesundheitswesen, stellt einen wichtigen Beschäftigungsfaktor dar.
Religion
Alto Alegre gehört zum römisch-katholischen Bistum Roraima.
