Bonfim (Roraima)
Gemeinde im Roraima Bundesstaat, Brasilien
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Bonfim ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Roraima im Norden des Landes. Sie liegt östlich der Hauptstadt Boa Vista an der Grenze zu Guyana und bildet zusammen mit der guyanischen Stadt Lethem einen wichtigen grenzüberschreitenden Verkehrs- und Handelsraum. Beide Orte werden durch die Takutu River Bridge verbunden. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf etwa 16.000 geschätzt.[3]
| Município de Bonfim Bonfim | |||
|---|---|---|---|
Indigenes Dorf bei Bonfim | |||
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| Koordinaten | 3° 21′ N, 59° 50′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 13. Juli 1982 (Munizip)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Roraima | ||
| ISO 3166-2 | BR-RR | ||
| Região intermediária | Boa Vista (seit 2017) | ||
| Região imediata | Boa Vista (seit 2017) | ||
| Höhe | 92 m | ||
| Gewässer | Rio Tacutu | ||
| Klima | tropisches Savannenklima | ||
| Fläche | 8.079,8 km² | ||
| Einwohner | 15.570 (2025[2]) | ||
| Dichte | 1,9 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−4 | ||
| Website | www.bonfim.rr.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 772.903 Tsd. R$ 55.513 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,626 (2010) | ||
Geografie und Klima
Bonfim liegt im Osten Roraimas in der offenen Savannenlandschaft des sogenannten lavrado. Diese Region ist durch weite Grasflächen, vereinzelte Baumgruppen sowie saisonale Feuchtgebiete geprägt und unterscheidet sich deutlich von den dichter bewaldeten Teilen Amazoniens. Das Gemeindegebiet wird vom Rio Tacutu durchzogen, der zugleich die natürliche Grenze zu Guyana bildet. Über den Fluss führt eine internationale Brücke, die Bonfim mit der guyanischen Grenzstadt Lethem verbindet und eine zentrale Rolle für den regionalen Verkehr spielt.
Das Klima ist tropisches Savannenklima mit klar unterscheidbarer Regen- und Trockenzeit.
Geschichte
Im Jahr 1775 errichteten die Portugiesen das Fort São Joaquim am Zusammenfluss von Uraricoera und Tacutu, um die Niederländer daran zu hindern, in das Gebiet vorzudringen. Die Ruinen des Forts sind noch heute zu sehen. Im Jahr 1790 kam es zu einem Aufstand der Indianer, woraufhin sich die Portugiesen aus der Region zurückzogen.
Bonfim entstand aus dem Gelände einer religiösen Mission aus den Vereinigten Staaten. 1982 wurde Bonfim offiziell zur eigenständigen Gemeinde erhoben.[4] Aufgrund ihrer Lage am Rio Tacutu entstand hier früh ein wichtiger Übergangspunkt zwischen Brasilien und Guyana. Der grenzüberschreitende Austausch von Waren und Personen spielte eine zentrale Rolle für die lokale Entwicklung. 2007 wurde die Ortschaft von Präsident Lula da Silva zu einem Freihafen erklärt um den Handel zu fördern.[5] 2009 wurde eine Brücke mit Guyana eingeweiht.
Demografie
Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 16.000 Personen geschätzt.[3] Die Bevölkerung konzentriert sich im städtischen Zentrum sowie in kleineren Siedlungen im Umland. Knapp die Hälfte der Bevölkerung gehörte 2022 der indigenen Bevölkerung an[6], die den Stämmen der Wapixana und Macuxi angehören.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 4.058 |
| 2000 | 9.326 |
| 2010 | 10.943 |
| 2022 | 13.923 |
| Volkszählungen | |
Wirtschaft
Die Wirtschaft stützt sich hauptsächlich auf die Viehzucht, insbesondere die Rinderzucht, sowie auf die Landwirtschaft, wobei der Schwerpunkt auf Maniok, Bananen und Cashewnüssen liegt. Der Handel mit Guyana spielt außerdem eine zentrale Rolle, insbesondere im Bereich des Einzelhandels und des grenzüberschreitenden Warenaustauschs. Bonfim ist an die BR-401 angebunden, die das Straßennetz von Guyana mit Boa Vista, der Hauptstadt von Roraima, verbindet, die 115 Kilometer von Bonfim entfernt liegt.
Religion
Bonfim gehört zum römisch-katholischen Bistum Roraima.
