Altsorgefeld
Ortschaft in Deutschland
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Altsorgefeld ist ein Gemeindeteil des Ortsteils Kemlitz in der Stadt Dahme/Mark im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg.[1]
Altsorgefeld Stadt Dahme/Mark | ||
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| Koordinaten: | 51° 49′ N, 13° 32′ O | |
| Höhe: | 138 m ü. NHN | |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1961 | |
| Eingemeindet nach: | Kemlitz | |
| Postleitzahl: | 15936 | |
| Vorwahl: | 035451 | |
Lage von Altsorgefeld in Brandenburg
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Dorfstraße und Jagdhaus | ||
Geografie
Altsorgefeld liegt in der Rochauer Heide in einem eiszeitlichen Elbarmtal, westlich zum Niederlausitzer Grenzwall und östlich zum Niederen Fläming.
Geschichte
Altsorgefeld wurde im 18. Jahrhundert von der Herrschaft Lebusa als Vorwerk gegründet. Der historische Ortskern umfasste elf Gehöfte, ein Gasthaus, die Dorfschule und das Landhaus Simson. Nach dem Wiener Kongress gehörte die vormals kurfürstlich-sächsische Herrschaft Lebusa und damit auch Altsorgenfeld zum Königreich Preußen.
In einem Waldgebiet bei Altsorgefeld entstand ab 1890 ein Nebendepot des Artilleriedepots Berlin-Spandau, das 1896 zu einem selbstständigen Artilleriedepot ausgebaut wurde. Ab 1917 folgten umfangreiche Erweiterungsbauten zur Versorgung des benachbarten Schießplatzes und der Front. In den frühen 1920er Jahren betrieb die Berlin‑Burger Eisenwerke A.G. auf dem Gelände eine Munitionszerlegestelle. Anfang der 1930er Jahre entstanden erste Lagerbunker sowie eine Füllstelle, die unter der Tarnbezeichnung Chemische Fabrik firmierte und als heereseigene Fertigungsstätte diente. Trotz genauer alliierter Kenntnis über Lage und Kapazität wurde die Anlage im Zweiten Weltkrieg nie bombardiert. Erst die Zerstörung eines Bahnknotens am 18. April 1945 behinderte den Abtransport. Die Produktion lief bis zum 19. April 1945, einen Tag vor dem Einmarsch der Roten Armee.[2]
Als eigenständige Gemeinde gehörte Altsorgefeld bis 1950 zum Landkreis Schweinitz. Das zuständige Amtsgericht befand sich in Schlieben, das zuständige Finanzamt in Herzberg an der Elster und das nächste Postamt in Hohenbucko. Im Jahr 1925 zählte der Ort noch 44 Einwohner, im Jahr 1933 bereits 66 Einw., bis zum Kriegsende stieg die Zahl der Einwohner auf 117 an. Unter der sowjetischen Nachkriegsverwaltung wurde die Ortschaft am 1. Juli 1950 dem Landkreis Luckau zugeordnet und mit der Gründung der DDR dem neugeformten Kreis Luckau im Bezirk Cottbus. Im Juli 1961 wurde Altsorgefeld nach Kemlitz eingemeindet. Seit dem 6. Dezember 1993 gehörte Altsorgefeld als Ortsteil von Kemlitz zum Landkreis Teltow-Fläming. Seit der Eingemeindung von Kemlitz nach Dahme/Mark am 31. Dezember 2001 ist Altsorgefeld ein Gemeindeteil des Ortsteils Kemlitz.
Weblinks
- Kemlitz mit Altsorgefeld auf der Website des Amtes Dahme/Mark
- Landkreis Schweinitz. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 11. September 2007.
- Gemeindeverzeichnis Kreis Schweinitz (Stand: 1. Januar 1908)
