Ambu (Unternehmen)
Medizintechnikunternehmen
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Die Ambu A/S ist ein dänisches Medizintechnik-Unternehmen, das unter anderem in den USA, Skandinavien, Italien, Frankreich, Spanien, Großbritannien und in Deutschland in Bad Nauheim Vertriebsniederlassungen hat.
| Ambu A/S | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DK0060946788 |
| Gründung | 1937 |
| Sitz | Ballerup, |
| Leitung | Britt Meelby Jensen Präsident/CEO[1] |
| Mitarbeiterzahl | 4.385 (2022/2023) |
| Umsatz | 4.775 Mio. DKK (640 Mio. €) (2022/2023) |
| Branche | Medizintechnik |
| Website | www.ambu.de |
| Stand: 30. September 2023 | |
Ambus historischer Meilenstein war die Erfindung des Beatmungsbeutels 1954 durch den dänischen Anästhesisten Henning Ruben und den deutschen Ingenieur Holger Hesse.[2] Ambu entwickelt neben Produkten für die Beatmung (Gesichtsmasken, Larynxmasken, PEEP-Ventile, LifeKey) auch Produkte für den Bereich Kardiologie. So verfügt Ambu über eine Auswahl über EKG-Elektroden, die auch auf der russischen Raumstation MIR zum Einsatz kamen. Ambu ist auch bekannt für seine Trainings- und Übungsphantome für die Basismaßnahmen zur Wiederbelebung (Herz-Lungen-Wiederbelebung (BLS)) und erweiterte Notfallmaßnahmen (Advanced Life Support (ALS)). Ein bekanntes Trainingsgerät ist der sogenannte AmbuMan.
Weitere Geschäftsbereiche sind Neurologie (Nadel- und Oberflächenelektroden für Elektromyografie (EMG), Elektroenzephalografie (EEG) etc.) und Immobilisation (Cervicalstützen).
Die Class-B Aktien des Unternehmens sind an der Börse in Kopenhagen im Small-Cap-Index (seit 1. Juni 2006, vorher im Mid-Cap-Index) notiert. Etwa 70 % des stimmberechtigten Aktienkapitals, bestehend aus den mit Mehrfachstimmrechten ausgestatteten Class-A Aktien, befindet sich in Händen von vier Nachkommen der Unternehmensgründer.
Im am 30. September 2008 endenden Geschäftsjahr 2007/2008 erwirtschafteten 1397 Mitarbeiter einen Umsatz von 784 Mio. DKK, im Geschäftsjahr 2004/2005 waren es 1280 Mitarbeiter und der Umsatz betrug 654 Mio. DKK entsprechend 87,68 Mio. Euro. 98 % des Umsatzes werden außerhalb erwirtschaftet. Produkte zur Beatmung trugen im Geschäftsjahr 2005/2006 knapp 40 % zum Umsatz bei, Kardiologieprodukte 37 %, Neurologieprodukte 9 %, Übungsphantome und Produkte zur Immobilisierung je 7 %. Etwa 60 % der Beschäftigten sind an den Produktionsstandorten in Xiamen, China und Penang, Malaysia tätig, 27 % der Beschäftigten in Dänemark. In Dänemark produziert Ambu an den Standorten Ballerup und Ølstykke.[3]
