Rockwool

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Die Rockwool A/S (Eigenschreibweise: ROCKWOOL) ist der weltweit größte Hersteller von Dämmstoffen und -systemen aus Steinwolle. Sie unterhält 51 Produktionsstätten in Europa, Nordamerika und Asien sowie Verkaufsgesellschaften in 40 Ländern.[1]

Schnelle Fakten
Rockwool A/S
Logo
Rechtsform Aktieselskab
ISIN DK0010219070 (A-Akie)
DK0010219153 (B-Aktie)
Gründung 1937
Sitz Hedehusene, Dänemark
Leitung
  • Jes Munk Hansen, CEO
  • Thomas Kähler, Chairman
Mitarbeiterzahl ca. 12.200 (2026)
Umsatz 3,6 Milliarden Euro (2023)
Branche Baustoffindustrie
Website www.rockwool.com
Stand: 31. Dezember 2023
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Konzern

Der Konzernsitz ist Hedehusene westlich der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, an deren Börse das Unternehmen notiert ist. Der Rockwool-Konzern erwirtschaftete 2021 mit seinen rund 11.700 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz in Höhe von 3,08 Milliarden Euro.

Im Jahr 2023 wurden mit 11.993 Mitarbeitenden knapp 3,6 Mrd. € umgesetzt. Im selben Jahr betrieb man weltweit 51 Fabriken in 23 Ländern.[2]

Seit dem 1. Januar 2014 ist die HECK Wall Systems GmbH & Co.KG (vorher: BASF Wall Systems GmbH & Co.KG) in Marktredwitz ein Teil des Rockwool-Konzerns.[3]

2023 wurde ROCKWOOL von der Ukraine als „Internationaler Kriegsponsor“ bezeichnet, weil das Unternehmen Produkte an das russische Verteidigungsministerium für den Einsatz auf Kriegsschiffen verkauft hat.[4]

DEUTSCHE ROCKWOOL GmbH & Co. KG

Die DEUTSCHE ROCKWOOL GmbH & Co. KG mit Verwaltungshauptsitz im Nordrhein-Westfälischen Gladbeck erwirtschaftete 2016 mit rund 1.300 Mitarbeitern an vier deutschen Standorten einen Jahresumsatz von ca. 313 Millionen Euro. An den Standorten Gladbeck, Flechtingen und Neuburg an der Donau werden Steinwolle-Produkte für die folgenden Geschäftsbereiche produziert:

ROCKWOOL ist Mitglied des Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle und des Fachverbandes Mineralwolleindustrie e. V.

Flumroc AG

Die 1900 im schweizerischen Flums gegründete Kalziumkarbidfabrik P. & H. Spoerry nahm 1950 im Keller eine Steinwolleproduktionsanlage in Betrieb. Neunzehn Jahre später wurde ein Lizenzabkommen mit Rockwool geschlossen und die Kalziumkarbidproduktion eingestellt. Seit 1972 heisst das Unternehmen Flumroc AG. Die Rockwool-Gruppe, welche bereits an Flumroc beteiligt war, übernahm 2017 die Anteile der Familienaktionäre der Flumroc AG.

Flumroc schmilzt die Steinwolle mit elektrischer Energie, seit 2024 im weltgrössten Elektroschmelzofens für Steinwolle.[5] Die so produzierte Steinwolle für die Schweiz weist 52 % weniger graue Energie und 56 % weniger Treibhausemmissionen auf, als Importware.[6]

Produkte

Für die Herstellung der Steinwolle wird Stein, Kalkstein und Recycling-Formsteine mit anderen Rohstoffen bei einer Temperatur von rund 1500°C verschmolzen. Die flüssige Steinschmelze wird dann in einem weiteren Arbeitsschritt zu Fasern versponnen. Bindemittel und Imprägnierungsöl werden hinzugefügt, um den Produkten Stabilität und wasserabweisende Eigenschaften zu geben.

Die Steinwolle wird danach erneut auf ca. 200 °C erhitzt, um die Bindemittel auszuhärten und das Material für die Endbearbeitung zu stabilisieren.[7]

Neben Dämmlösungen für den Wärme-, Schall- und Brandschutz bietet ROCKWOOL auch zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Online-Seminaren, Verbundschulungen und Ausbildungen zu verschiedenen Themen – für Handelspartner, Verarbeiter und Handwerker, Energieberater, Architekten, Ingenieure sowie Mitarbeitende von Baubehörden.[8]

Einzelnachweise

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