Aminoazidurie

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Aminoazidurie ist die Ausscheidung von Aminosäuren über den Urin. Geringe Aminosäuremengen können auch bei Gesunden auftreten.

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Klassifikation nach ICD-10
E72.9 Störung des Aminosäurestoffwechsels, nicht näher bezeichnet
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Klassifikation nach ICD-11
GB90.47 Aminoazidurie
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)
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Eine Pathologie liegt bei vermehrter Ausscheidung von Aminosäuren im Urin vor und wird mit Hyperaminoazidurie bezeichnet, allerdings werden beide Begriffe häufig synonym verwendet.[1] Als vermehrt gilt, wenn mehr als 5 % der glomerulär filtrierten Aminosäuren nicht rückresorbiert, sondern ausgeschieden werden.[2]

Einteilung

Prärenale Formen

  • bei Hyperaminoazidämie (vermehrter Eiweißmenge im Blut)
    • ohne Hemmung spezifischer Transportsysteme, z. B. bei der Phenylketonurie
    • mit Hemmung gruppenspezifischer Transportsysteme, z. B. durch Iminosäuren oder dibasische Aminosäuren
  • bei verminderter tubulärer Rückresorption z. B. bei Beta-Amino-Iso-Buttersäure, Homozystinurie

Renale Formen

Generalisierte Formen

  • primär bei vererbten Störungen
  • sekundär bei erworbenen Störungen[1]

Vorkommen im Rahmen von Syndromen

Die medizinische Datenbank Orphanet listet zum Stichwort „Aminoazidurie“ folgende Erkrankungen auf:

  • Dicarboxyl-Hyperaminoazidurie[3]
  • GRACILE-Syndrom (Synonym(e): Wachstumsverzögerung-Aminoazidurie-Cholestase-Eisenüberladung-Laktatazidose-frühzeitiger Tod-Syndrom)
  • Kamptodaktylie-Taurinurie-Syndrom[4]
  • Lysinurische Proteinintoleranz (LPI) (Synonym(e): Aminoazidurie, hyperdibasische, Typ 2)[5]

Einzelnachweise

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