Appenfelden

Ortsteil von Oberscheinfeld From Wikipedia, the free encyclopedia

Appenfelden (fränkisch: Abmfelm[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Oberscheinfeld im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Appenfelden hat eine Fläche von 3,682 km². Sie ist in 543 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6781,03 m² haben.[4] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Lohmühle.[5]

Schnelle Fakten Markt Oberscheinfeld ...
Appenfelden
Koordinaten: 49° 44′ N, 10° 29′ O
Höhe: 381 m ü. NHN
Einwohner: 183 (31. Dez. 2014)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 91483
Vorwahl: 09556
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St. Martin
Bildstock

Geografie

Das Kirchdorf liegt in Tallage am Appenbach, einem linken Oberlauf des Rimbachs, und ist im Süden wie im Norden von Erhebungen des Steigerwaldes umgeben. Die Kreisstraße NEA 4 führt zur Staatsstraße 2261 bei Oberrimbach (3,2 km nordöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2257 (1,8 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Prühl zur St 2257 (2,4 km westlich). Ein landwirtschaftlicher Verkehrsweg führt nach Haag zur St 2261 (1,3 km nordwestlich).[6]

Geschichte

Der Ort wurde in einer Urkunde, die im Zeitraum von 1317 bis 1322 entstanden ist, als „Appensuelt“ erstmals erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Appo.[7] Das Hoch- und Niedergericht übte das Haus Schwarzenberg bis zum Ende des Alten Reiches aus. Die Besitzverhältnisse wechselten im 14. und 15. Jahrhundert öfters. 1668 kamen Teilbesitze durch Umwege an die Schwarzenberger.[8] 1790 gab es 25 Untertansfamilien, die alle zum Schwarzenbergischen Amt Geiselwind gehörten.[7]

Im Rahmen des Gemeindeedikts (frühes 19. Jahrhundert) wurde Appenfelden dem Steuerdistrikt Kirchrimbach zugeordnet.[9] Wenig später entstand die Ruralgemeinde Appenfelden, zu der Burghöchstadt und Lohmühle gehörten. Die Gemeinde unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Burghaslach[10] und in der Finanzverwaltung zunächst dem Rentamt Scheinfeld, nach dessen Auflösung im Jahr 1818 dem Rentamt Iphofen. Die Gemeinde wurde vor 1829 ohne Burghöchstadt an das Herrschaftsgericht Schwarzenberg überwiesen. Ungefähr zu dieser Zeit wurde Wasenmeisterei auf dem Gemeindegebiet gegründet.[11][12] Ab 1852 gehörte Appenfelden zum neu gebildeten Landgericht Scheinfeld, ab 1862 zum Bezirksamt Scheinfeld (1939 in Landkreis Scheinfeld umbenannt) und ab 1879 zum Rentamt Markt Bibart (1919–1929: Finanzamt Markt Bibart, von 1929 bis 1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Scheinfeld, von 1880 bis 1973 war das Amtsgericht Scheinfeld zuständig, seitdem ist es das Amtsgericht Neustadt an der Aisch. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,684 km².[13] Am 1. Januar 1972 wurde Appenfelden im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Oberscheinfeld eingemeindet.[14][15]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Appenfelden

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 234179187197211223213234225231236224200199198208193198197250240226187201
Häuser[16] 403334343535403740
Quelle [9][11][17][17][18][19][20][21][22][23][24][17][25][17][26][17][27][17][17][17][28][17][13][29]
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Ort Appenfelden

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987002014
Einwohner 152161196198213188178222169185164183
Häuser[16] 2629313328353747
Quelle [9][11][18][20][23][25][27][28][13][29][30][1]
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Denkmäler

Baudenkmäler

  • Katholische Kuratiekirche Sankt Michael[31]
  • Bildstock[31]
ehemaliges Baudenkmal
  • Haus Nr. 13: Eingeschossiges Wohnstallhaus mit Satteldach. Verputzter Massivbau von drei zu fünf Achsen, mit zweigeschossigem Fachwerkgiebel, in den ein aufgestocktes Zwerchhaus in Fachwerk südlich einschneidet. Im Keilstein des Türsturzes an der Traufseite bezeichnet „B K / C A R / 1820“.[32]

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Appenfelden gibt es ein Bodendenkmal.[31]

Religion

Appenfelden ist seit der Reformation gemischt konfessionell: Die Katholiken gehören zur Kuratie St. Michael (Appenfelden), die Protestanten zur Christuskirche (Kirchrimbach).[13]

Literatur

Commons: Appenfelden – Sammlung von Bildern

Fußnoten

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