Kirchrimbach

Gemeindeteil des Marktes Burghaslach in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Kirchrimbach (fränkisch: (Kärch)rimbi[1]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Burghaslach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).[2] Kirchrimbach liegt in der Gemarkung Seitenbuch.[3]

Schnelle Fakten Markt Burghaslach ...
Kirchrimbach
Koordinaten: 49° 44′ N, 10° 33′ O
Höhe: 322 m ü. NHN
Einwohner: 111 (14. Feb. 2016)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 96152
Vorwahl: 09552
Christuskirche Kirchrimbach
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Geographische Lage

Das Pfarrdorf liegt im Steigerwald in der Nähe des Dreifrankensteins. Nördlich des Ortes fließt die Rimbach. Die Kreisstraße NEA 7 führt nach Markt Taschendorf zur Staatsstraße 2417 (2,9 km südlich) bzw. zur Staatsstraße 2261 und von da weiter nach Münchhof zur Staatsstraße 2256 (2 km nördlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Oberrimbach (0,5 km westlich) und nach Unterrimbach (1,4 km östlich).[4]

Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.

Geschichte

Der Ort wurde 1322 als „Kirchenrinpach“ erstmals urkundlich erwähnt. Das zugrundeliegende Hydronym Rimbach bedeutet ‚zum Rinderbach‘.[5] Kirchrimbach lag im Fraischbezirk der Castell’schen Cent Burghaslach.[6]

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Kirchrimbach dem Steuerdistrikt Kirchrimbach gebildet.[7] Zu diesem gehörten Appenfelden, Haag, Obermühle, Oberrimbach, Rosenbirkach, Seitenbuch und Untermühle. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Kirchrimbach mit den Orten Rosenbirkach, Seitenbuch und Unterrimbach. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Burghaslach zugeordnet[8] und in der Finanzverwaltung zunächst dem Rentamt Scheinfeld,[7] nach dessen Auflösung im Jahr 1818 dem Rentamt Iphofen. 1852 kam Kirchrimbach an das Landgericht Scheinfeld. Für die Verwaltung war ab 1862 das Bezirksamt Scheinfeld zuständig (1939 in Landkreis Scheinfeld umbenannt) und für die Finanzverwaltung ab 1879 das Rentamt Markt Bibart (1919–1929: Finanzamt Markt Bibart, 1929–1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Scheinfeld, mit dessen Auflösung übernahm diese 1879 das Amtsgericht Scheinfeld. Spätestens 1877 wurde Harthof eingemeindet. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 10,597 km².[9] Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Januar 1972 nach Burghaslach eingegliedert.[10][11]

Baudenkmäler

In Kirchrimbach gibt es fünf Baudenkmäler:[12]

ehemalige Baudenkmäler
  • Haus Nr. 3: Gasthaus Wilhelm Haßler; stattliches zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach; im Schlussstein der Tür bezeichnet „PH /1860“; verputzter Massivbau von fünf zu drei Achsen; Obergeschoss der Traufseite Fachwerk; geknickte genutete Ecklisenen; an der westlichen Giebelseite Gurtgesims in Bandform; stichbogige Fenstergewände mit Sohlbank[13]
  • Haus Nr. 9: erdgeschossiges Wohnstallhaus von drei zu sieben Achsen, im Schlussstein des Türsturzes bezeichnet „MD / 1809“; Fachwerkgiebel, ebenso wie das Bruchsteinmauerwerk im Erdgeschoss verputzt[13]
  • Haus Nr. 12: erdgeschossiges Wohnstallhaus mit zwei Eingängen auf der siebenachsigen Traufseite; verputzter Massivbau, im Türsturz bezeichnet „GR / 1849“; zwei stehende Dachgaupen[13]
  • Haus Nr. 17: erdgeschossiges Wohnstallhaus von vier zu sechs Achsen im Wohnteil; massive Mauern und Fachwerkgiebel verputzt; kleine, nahezu quadratische Fensterrahmen aus Haustein; im Türsturz bezeichnet „UK / 1817“ (= U. Klein)[13]
  • Haus Nr. 21: erdgeschossiges unterkellertes Traufhaus von vier zu drei Achsen; verputzter Quaderbau, im Türsturz bezeichnet „F.W. / 1832“[13]
  • bei Haus Nr. 1: zwei tonnengewölbte Felsenkeller unter dem Kirchberg, wohl 19. Jahrhundert; bei Haus Nr. 11 Felsenkeller mit stichbogigem Eingang, 19. Jahrhundert; Vorraum mit Spitztonne; halbrundes Tonnengewölbe; der hintere Raum durch Wand mit Rechteckeingang abgetrennt[13]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Kirchrimbach

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 397445429396395432407398424428401415405383364358359331319459417373316271
Häuser[14] 636168737072726771
Quelle [7][15][16][16][17][18][19][20][21][22][23][16][24][16][25][16][26][16][16][16][27][16][9][28]
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Ort Kirchrimbach

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001836001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987002016
Einwohner 113129153124122110115106144947786111
Häuser[14] 192020212123182326
Quelle [7][29][15][17][19][22][24][26][27][9][28][30]
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Religion

Kirchrimbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und Sitz der Pfarrei St. Mauritius.[9]

Veranstaltungen

  • Kirchweih („Kerwa“) findet jährlich am zweiten Oktoberwochenende statt.

Literatur

Commons: Kirchrimbach – Sammlung von Bildern

Fußnoten

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